Institut für Verkehrswissenschaft

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Wachstumswirkungen von öffentlichen und privaten Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur in Pakistan

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur führt zu langfristigem Wirtschaftswachstum. Ob das auch für Pakistan gilt und welche Akteure nach Möglichkeit investieren sollten untersuchen Irem Batool (COMSATS University, Pakistan) und Kathrin Goldmann in ihrem Artikel (Link zu Artikel: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0739885920300846), welcher in Research in Transportation Economics veröffentlicht wurde. Durch die disaggregierte Betrachtung von physischen und monetären Kapitelstöcken sowie Kapitalstöcken des Verkehrssektors und anderen Sektoren zeigen sie, dass sich insbesondere privates Kapital positiv auf die pakistanische Wirtschaft auswirkt. Während Wirtschaftswachstum die öffentlichen Investitionen ansteigen lässt (aber nicht umgekehrt), führt ein Anstieg der privaten Investitionen zu einem stärkeren Wachstum der Wirtschaft. Daher sollte der Fokus auf einer Verbesserung der Rahmenbedingungen für private Investoren liegen, da dieses Potenzial für Pakistan leichter zu heben ist.

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Das verschmähte Instrument der (Fernstraßen- oder City-) Maut

Seit langem werden von Ökonomen Straßenbenutzungsgebühren als Instrument gegen Verkehrsstaus empfohlen. In der Praxis gibt es jedoch nur wenige Anwendungen. In einem Artikel im List Forum für Wirtschafts- und Finanzpolitik stellt Prof. Dr. Gernot Sieg unterschiedliche Stautechnologien vor und identifiziert die jeweils adäquate Maut. Widerstände, die einer Maut entgegenstehen, und Möglichkeiten, sie zu überwinden, werden aufgezeigt. Eine Ergebnis ist: Es ist an der Zeit, den Einheitlichen Europäischen Mautdienst zu realisieren und einen Rechtsrahmen in Deutschland zu schaffen, der es Städten erlaubt, Maut zu erheben.

Volltext unter https://rdcu.be/b7WsH

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Auswirkungen von Wettervorhersagen auf Fahrradfahrer

Jan Wessel hat einen Artikel zu den Auswirkungen von Wettervorhersagen auf Fahrradfahrer im Journal  „Transportation Research Part A: Policy and Practice“ veröffentlicht. Es wird erstmalig gezeigt, dass nicht nur das tatsächliche Wetter, sondern auch Wettervorhersagen - sowohl korrekte, als auch falsche Vorhersagen - einen signifikanten Einfluss auf die Anzahl der Radfahrer in deutschen Städten haben. Die Auswirkungen von vorhergesagtem Regen sind hierbei am stärksten für die Freizeitverkehre, während utilitaristische Verkehre (z.B. Pendeln zur Arbeit) weniger stark, aber immer noch negativ betroffen sind. Falsche Regenvorhersagen können die Anzahl der Radfahrer um ca. 3,6% reduzieren, selbst wenn es eigentlich gar nicht regnet.  Es wird auch aufgezeigt, dass Regenvorhersagen zeitversetzte Auswirkungen auf die Anzahl der Radfahrer haben. Wenn z.B. für die Morgenstunden Regen vorhergesagt ist, so sinkt sogar die Anzahl der Radfahrer in Mittags- und Nachmittagsstunden, für die kein Regen vorhergesagt wurde.

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Wachstumseffekte der TEN-T Korridore

Kathrin Goldmann und Jan Wessel haben einen Artikel zu den Wachstumsauswirkungen der Trans-European Transport Network (TEN-T) Korridore im Journal „Transportation Research Part A: Policy and Practice“ veröffentlicht. Als supranationales Infrastrukturprojekt sollen die TEN-T Korridore die einzelnen Region in Europa miteinander verbinden und somit den Handel innerhalb von Europa vereinfachen. Tatsächlich führt ein neu geschaffener Anschluss an das TEN-T Korridornetzwerk nicht nur zu einem erhöhten Wachstum in den Regionen, in denen der neue TEN-T Korridorabschnitte gebaut wird, sondern es kommt auch zu einem stärkeren Wachstum in direkt angrenzenden Regionen und in Regionen auf dem selben Korridorabschnitt.

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Wohlfahrtseffekte von Wettbewerb auf der Schiene

Wettbewerb auf der Schiene benötigt einen geeigneten (regulatorischen) Rahmen. So zeigen Christina Brand und Gernot Sieg  in einem Forschungsartikel, dass Wettbewerb im Schienenpersonenfernverkehr die Wohlfahrt reduzieren kann, wenn, wie in Deutschland, Anschlüsse aufgrund von Verspätungen häufig verpasst werden. Anbietergebundende Tickets verlängern die Verspätungszeit, da nicht der nächste Zug eines Wettbewerbers genutzt werden darf. Der Artikel ist im Journal „Research in Transportation Economics“ erschienen. 

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Emissionen und Umweltkosten aus der Sicht unterschiedlicher Fahrzwecke

Thomas Hagedorn und Gernot Sieg haben einen Artikel zum Vergleich von Emissionen und Umweltkosten aus Sicht unterschiedlicher Fahrzwecke im Journal „Sustainabilty“ veröffentlicht. Während sich traditionelle Emissionsvergleiche auf einen entfernungsbasierten Ansatz konzentrieren, da Zielorte, wie bspw. bei Geschäftsreisen, exogen sind, wird in diesem Artikel erstmals eine Methode zum Vergleich der Emissionen und Umweltkosten für den Fall entwickelt, dass Zielorte endogen sind. Dies trifft insbesondere auf die Fahrzwecke Freizeit und Urlaub zu. Auf Basis von Emissionsfaktoren und Voll-Preis-Faktoren werden die Emissionen für die Verkehrsmittel berechnet. Sind die Zielorte endogen, so ist die relative Klimaschädlichkeit des Flugzeugs bis zu viermal größer als bei exogener Betrachtung. Zudem wird gezeigt, dass Benzin-Pkw geringere Umweltkosten verursachen als Diesel-Pkw.

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Handelsauswirkungen unterschiedlicher Infrastrukturtypen

Jan Wessel hat einen Artikel zu den unterschiedlichen Handelsauswirkungen verschiedener Infrastrukturtypen im Journal „Transport Policy" veröffentlicht. Die Handelsauswirkungen einzelner Infrastrukturtypen werden mithilfe der Gravitationsgleichung miteinander verglichen. Zudem wird erstmals untersucht, ob Qualitätsverbesserungen der Infrastruktur andere Handelsauswirkungen als Quantitätsverbesserungen mit sich bringen und welche Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Infrastrukturtypen in Hinblick auf internationale Handelsströme bestehen.

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