VWL studieren — Verkehrswissenschaft vertiefen
Wer verstehen möchte, wie Verkehrssysteme funktionieren, warum Staus entstehen, wie Preise, Regulierung und Infrastrukturentscheidungen Mobilität beeinflussen oder welche ökonomischen Wirkungen verkehrspolitische Maßnahmen haben, findet im Studium der Volkswirtschaftslehre die passende Grundlage.
Das Institut für Verkehrswissenschaft bietet im Studiengang Volkswirtschaftslehre das Vertiefungsfach Verkehrswissenschaft an. Studierende können sich hier mit zentralen Fragen der Verkehrsökonomik, Verkehrspolitik und Regulierung beschäftigen — von der Finanzierung öffentlicher Infrastruktur über die Gestaltung von Märkten im Verkehr bis hin zu aktuellen Fragen nachhaltiger Mobilität.
Für alle Studieninteressierten, die sich zunächst einen Eindruck vom VWL-Studium an der Universität Münster verschaffen möchten, gibt es nun ein neues Video: „Bachelor Volkswirtschaftslehre (VWL) an der Universität Münster – Einblicke ins Studium“. Das Video zeigt, was das VWL-Studium in Münster ausmacht und welche Perspektiven sich daraus ergeben. Wer Verkehrswissenschaft in Münster vertiefen möchte, wählt zunächst Volkswirtschaftslehre als Studienfach — und kann darauf aufbauend die ökonomische Analyse von Mobilität, Verkehrsmärkten und Infrastrukturentscheidungen kennenlernen.

Städtischer Straßenraum ist knapp und wird von verschiedenen Verkehrsmitteln gleichzeitig genutzt. Wie dieser Raum zwischen Autos, Bussen, Fahrrädern und Parkflächen verteilt werden sollte, um die ökonomische Effizienz des Verkehrssystems zu maximieren, untersuchen Gernot Sieg und Jan Wessel von der Universität Münster in dieser Studie. Dazu entwickeln sie ein ökonomisches Modell der Verkehrsmittelwahl, das berücksichtigt, wie Reisezeiten, Preise und Stau die Entscheidungen der Verkehrsteilnehmer beeinflussen. Auf Basis von Verkehrsdaten für Berlin und New York City zeigen ihre Simulationen, dass eine Umverteilung von Straßenraum vom Autoverkehr hin zu Bussen und insbesondere Fahrrädern die Effizienz des Verkehrssystems deutlich erhöhen kann. Der Umfang der optimalen Umverteilung unterscheidet sich jedoch zwischen den Städten und fällt in Berlin stärker aus als in New York. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Neuverteilung von Straßenraum nicht nur ökologische Ziele unterstützt, sondern auch aus ökonomischer Sicht effizient ist.
Das IVM war dieses Jahr Gastgeber für die Jahrestagung des Wirtschaftspolitischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik. Am 18. und 19. März trafen sich die im Bereich der Wirtschaftspolitik führenden Wissenschaftler aus ganz Deutschland um über neuste Erkenntnisse der Forschung zu diskutieren.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Merle Schmidt-Brunn (Vorständin der Hamburger Hochbahn AG, Ressort Finanzen und Nachhaltigkeit) für den Gastvortrag im Rahmen der Vorlesung "Grundlagen der Verkehrsökonomik" und die spannenden Einblicke in die Verkehrswende in Hamburg.