Die Covid-19-Pandemie und die Wetterempfindlichkeit im Radverkehr
In Ihrem neuen Artikel "More Afraid of the Virus than of Bad Weather? Exploring the link between Weather Conditions and Cycling Volume in German Cities Before and During the COVID-19 Pandemic" untersuchen Ansgar Hudde und Jan Wessel, wie die COVID-19-Pandemie den Zusammenhang zwischen Wetter und Radfahren beeinflusst hat. Basierend auf Daten von 69 automatisierten Fahrrad-Zählstationen in Deutschland zeigen die Autoren, dass die Wetterempfindlichkeit der Radfahrer in ÖPNV-orientierten Städten während der Covid-19-Pandemie gestiegen ist. Ein Grund hierfür könnte sein, dass ÖPNV-Nutzer durch die erhöhte Ansteckungsgefahr im ÖPNV zum Fahrrad gewechselt sind und dass diese neuen Radfahrer deutlich wetterempfindlicher als langjährige Radfahrer sind. In eher Fahrrad-orientierten (Studenten-)Städten hat sich die Wetterempfindlichkeit der Radfahrer während der Covid-19-Pandemie hingegen nicht verändert.
Dieser Artikel ist in dem Journal Transportation Research Part F: Traffic Psychology and Behaviour veröffentlicht (Link zum Artikel).

Die Steigerung der Attraktivität des Radverkehrs ist für Stadtplaner von wesentlicher Bedeutung, um eine nachhaltigere Mobilität zu ermöglichen. Eine Möglichkeit, die Qualität des Radverkehrs zu verbessern, besteht darin, die Häufigkeit des Anhaltens zu verringern und so den Radverkehrsfluss zu verbessern. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Münster einen speziell für Radfahrer konzipierten Grüne-Welle-Assistenten installiert, der 110 Meter vor der Ampel steht.

Die Schuldenbremse ist nicht verantwortlich für den Investitionsrückstand und die Überalterung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland, so Prof. Gernot Sieg im Beitrag der FAZ vom 8.12.2023,