Prof. Nadine Riedel zur globalen Mindeststeuer
Die OECD plant die Einführung einer globalen Mindeststeuer, um Anreize zur Gewinnverlagerung in Niedrigsteuerländer zu unterbinden. Im Ausland erwirtschaftete „Übergewinne“ sollen im „Sitzland“ der Muttergesellschaft nachbesteuert werden, wenn die Steuerlast unterhalb der festgelegten Mindeststeuerschwelle liegt. „Das zuletzt vor allem von den USA vorangetriebene Projekt ist gut gemeint, wird aber kaum zu mehr Steuergerechtigkeit führen“, sagt Prof. Dr. Nadine Riedel, Direktorin des Instituts für Wirtschaftspolitik und Regionalökonomik an der WWU Münster.