Antriebswende und Straßenverkehrsabgaben: Prognosen und Strategien
Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) ersetzen zunehmend Verbrennerfahrzeuge (ICEV) – mit Folgen für die öffentlichen Einnahmen. Im Artikel „Antriebswende und Straßenverkehrsabgaben: Prognosen und Strategien" untersuchen Maria Kennel, Gernot Sieg und Berthold Wigger die Auswirkungen auf die Einnahmen aus dem motorisierten Individualverkehr in Deutschland (derzeit rund 51,2 Mrd. Euro jährlich). Da die Energiesteuer bei BEV entfällt, könnten sich diese bis 2050 ohne Gegensteuern halbieren. Mithilfe eines Simulationsmodells werden fünf Politikinstrumente zum Ausgleich der Einnahmelücke verglichen. Der Artikel ist veröffentlicht im Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft (ORDO). Link zum Artikel
Städtischer Straßenraum ist knapp. Wie dieser Raum zwischen Autos, Bussen, Fahrrädern und Parkflächen verteilt werden sollte, um die ökonomische Effizienz des Verkehrssystems zu maximieren, untersuchen Gernot Sieg und Jan Wessel in dieser Studie. Eine Umverteilung von Straßenraum vom Autoverkehr hin zu Bussen und insbesondere Fahrrädern kann die Effizienz des Verkehrssystems deutlich erhöhen. Der Umfang der optimalen Umverteilung unterscheidet sich jedoch zwischen den Städten und fällt in Berlin stärker aus als in New York. Eine Neuverteilung von Straßenraum unterstützt nicht nur ökologische Ziele, sondern kann aus ökonomischer Sicht effizient sein.
In ihrem neuen
Pkw sind wertvoll und bei Unfällen entstehen hohe Schäden. Dabei entsteht eine Externalität, die in dieser Studie identifiziert und abgeschätzt wird. Je teurer die Pkw von anderen Verkehrsteilnehmern, desto höher wird der erwartete Schadensersatz, den man bei einem Unfall zu leisten hat. Durch die Entwicklung eines Modells, das die Versicherungsprämien mit dieser Externalität verknüpft, und die Anwendung dieses Modells auf deutsche Autoverkehrsdaten schätzen Gernot Sieg von der Universität Münster und Berthold U. Wigger vom Karlsruher Institute für Technologie (KIT) die jährlichen Gesamtkosten auf 10 Milliarden Euro.
Ein Tempolimit für Autobahnen ist ein in Deutschland hoch emotional diskutiertes Thema. Ökonomen sollten wissenschaftlich fundierte Fakten dazu beitragen. In seinem neuen Kommentar beschäftigt sich Gernot Sieg mit der Frage, welche Aspekte der Kosten-Nutzen-Analyse zum Tempolimit von Gössling et. al. (2023) verbesserungsfähig sind. Der Kommentar ist im Journal Ecological Economics veröffentlicht.
Kraftstoffpreise sind eine wichtige Entscheidungskomponente für das Verkehrsverhalten vieler Menschen und können nicht nur den motorisierten Verkehr, sondern auch die Nutzung anderer Verkehrsarten beeinflussen. In ihrem neuen
Die Steigerung der Attraktivität des Radverkehrs ist für Stadtplaner von wesentlicher Bedeutung, um eine nachhaltigere Mobilität zu ermöglichen. Eine Möglichkeit, die Qualität des Radverkehrs zu verbessern, besteht darin, die Häufigkeit des Anhaltens zu verringern und so den Radverkehrsfluss zu verbessern. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Münster einen speziell für Radfahrer konzipierten Grüne-Welle-Assistenten installiert, der 110 Meter vor der Ampel steht. In ihrem neuen
Vom 14. bis zum 16. Juni 2023 fand an der University of Cantabria in Santander, Spanien, die jährliche Konferenz der International Transport Economics Association (ITEA) statt. Teilnehmer:innen der Fachkonferenz sind Wissenschaftler:innen und Spezialist:innen aus dem Bereich der Verkehrsökonomik.