Ausgeschriebene Themen für wissenschaftliche Arbeiten

Hinweis

Neben dem regulären Prozess der Themenfindung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, ein ausgeschriebenes Abschlussarbeitsthema zu bearbeiten. Auf dieser Seite finden Sie eine Liste mit aktuell ausgeschriebenen Arbeiten. Falls Sie sich für eines der Themen interessieren, geben Sie dies bitte im Anmeldeformular an. Weitere Informationen zum organisatorischen Ablauf finden Sie unter Allgemeine Hinweise.

Bachelorarbeiten

Bilanzierung im Einzelabschluss

Bilanzierung im Konzernabschluss

Berichterstattung und weitere Themen

Unternehmensbewertung

Abschlussprüfung

Masterarbeiten

Bilanzierung im Einzelabschluss

Bilanzierung im Konzernabschluss

Berichterstattung und weitere Themen

 

Für weitere Informationen steht Ihnen, neben den Ansprechpartnern zu den einzelnen Themen, auch Herr Oliver Wätjen gern zur Verfügung.

 

Bachelorarbeiten


Bilanzierung im Einzelabschluss

Die bilanzielle Behandlung eines subventionierten Mobilfunkgeräts unter besonderer Berücksichtigung des Realisationsprinzips

Mobilfunkunternehmen schließen mit Kunden eine Vielzahl von Verträgen über Mobilfunkdienstleistungen ab. Oftmals erhält der Kunde mit Vertragsabschluss ein Mobilfunkgerät zu einem vergünstigten Preis. Fraglich ist, wie dieser Verlust in Höhe der Subventionsleistung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bzw. im Zeitverlauf bilanziell zu erfassen ist.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit sollen zunächst verschiedene Bilanzierungsmöglichkeiten identifiziert werden. Hierzu sind die Vorschriften des Handels- und Steuerrechts zu berücksichtigen. Zusätzlich können auch die Regelungen der IFRS in die Arbeit einbezogen werden. Die verschiedenen Konzeptionen sind dann vor dem Hintergrund der handelsrechtlichen Zwecke und Grundsätze und unter besonderer Berücksichtigung des Realisationsprinzips kritisch zu analysieren und zu würdigen.

Einführende Literatur:

Coenenberg, Alexandra, Die bilanzielle Behandlung von Handy-Subventionen bei Mobilfunkunternehmen, Wiesbaden 2007.

Grote, Andreas/Hold, Christiane/Pilhofer, Jochen, IFRS 15: Die neuen Vorschriften zur Umsatz- und Gewinnrealisierung (Teil 1). Paradigmenwechsel oder viel Lärm um Nichts?, in: KoR 2014, S. 405-415.

Ansprechpartner:

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Yannic Dust

 

Eine kritische Analyse der Bilanzierung von Sale-and-Leaseback-Transaktionen gemäß IFRS 16

Mit der Neufassung der Vorschriften der Leasingbilanzierung durch IFRS 16 gehen signifikante konzeptionelle Veränderungen einher. So basiert die Bilanzierung auf Seiten des Leasingnehmers zukünftig auf dem sog. right-of-use-model. Danach hat der Leasingnehmer sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die aus einem Leasingverhältnis resultieren, zu erfassen. Dies gilt gleichermaßen für den Verkäufer-Leasingnehmer im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. Darüber hinaus ist gemäß IFRS 16 zukünftig auch IFRS 15 für die Beurteilung der Verkaufstransaktion einschlägig.

Aufgrund dieser weitreichenden Änderungen soll im Rahmen einer Bachelorarbeit die Bilanzierung von Sale-and-Leaseback-Transaktionen nach IFRS 16 vor dem Zweck und ausgewählten Grundsätzen der IFRS-Rechnungslegung kritisch analysiert und gewürdigt werden.

Aufgrund der Analyse der Unterlagen des IASB werden angemessene Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Einführende Literatur:

Lühn, Michael, Bilanzierung von Sale-and-Leaseback-Transaktionen nach IFRS 16: Der Fall - die Lösung, in: IRZ 2016, S. 193-195.

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Oliver Wätjen

 

Die aktuellen Bestrebungen des IASB zur Bilanzierung von Emissionsrechten

Der Emissionsrechtehandel gewann durch das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 steigende Bedeutung. Der IASB trug dieser Entwicklung Rechnung und veröffentlichte im Jahr 2004 IFRIC 3. Aufgrund vielfältiger Kritik wurde IFRIC 3 im Jahr 2005 zurückgezogen. Auch ein gemeinsames Projekt mit dem US-amerikanischen Financial Accounting Standards Board scheiterte im Jahr 2010. Im Jahr 2014 wurde erneut ein Forschungsprojekt des IASB zur Bilanzierung von Emissionsrechten initiiert.

In einer Bachelorarbeit soll der bisherige Forschungsstand zum Forschungsprojekt dargestellt und die unterschiedlichen vom IASB bisher geprüften Bilanzierungsweisen vor dem Hintergrund ihrer Entscheidungsnützlichkeit gewürdigt werden.

Aufgrund der Analyse der Unterlagen des IASB werden angemessene Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Einführende Literatur:

Hoffmann, Wolf-Dieter/Lüdenbach, Norbert, Die Bilanzierung von Treibhausgas-Emissionsrechten im Rechtsvergleich, in: DB 2006, S. 57-62.

Ansprechpartner:

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Philipp Dollereder

 

Eine kritische Analyse der Bilanzierung preisregulierter Geschäftsvorfälle nach IFRS

Moderne Volkswirtschaften sind dem Grunde nach wettbewerblich organisiert. Dennoch unterliegt ein nicht bedeutsamer Anteil an Wirtschaftsaktivitäten einer staatlichen Regulierung. Exemplarisch können Unternehmen der Energiewirtschaft genannt werden. Regulierte Wirtschaftsaktivitäten werfen spezifische Fragen im Rahmen der Rechnungslegung auf, vor allem hinsichtlich der Preisregulierung. Diese ist weit verbreitet und hat einen bedeutsamen Effekt auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der regulierten Unternehmen. Die Rechnungslegungssysteme einiger Länder (z. B. US-GAAP) beinhalten deshalb spezifische Regelungen für diesen Fall. In den IFRS hingegen existiert bisher keine vergleichbare Regelung. Die Entscheidung, ob und wie die IFRS die finanziellen Auswirkungen von preisregulierten Geschäftsvorfällen berücksichtigen sollten, ist deshalb von Bedeutung.  Am 17. September 2014 hat das IASB das Discussion Paper DP/2014/2 publiziert, das sich damit beschäftigt, wie Informationen über preisregulierte Geschäftsvorfälle am besten im IFRS-Abschluss abgebildet werden können.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit sollen die verschiedenen Lösungsansätze des DP/2014/2 zur Bilanzierung preisregulierter Geschäftsvorfälle kritisch analysiert und vor der Zielsetzung der IFRS gewürdigt werden. Abschließend kann auch ein eigener Bilanzierungsvorschlag entwickelt werden.

Einführende Literatur:   

Küting, Peter/Schwieters, Norbert, IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" - ein sinnvolles Zugeständnis aus purer Hilflosigkeit?, in: KoR 2014, S. 416-426.

Komarek, Michael, Die Bilanzierung regulatorischer Abgrenzungsposten nach IFRS: Gegenwart und Ausblick, in: IRZ 2014, S. 345-349.

Ansprechpartner:

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Oliver Wätjen

 

Die bilanzielle Abbildung des Trends Digitalisierung

Die Digitalisierung ist einer der bedeutsamsten Trends in der Geschäftswelt und wird in zahlreichen Veröffentlichungen fachübergreifend kontrovers diskutiert. Neue Technologien wie Data Analytics, künstliche Intelligenz und die Blockchain revolutionieren die Geschäftswelt und werden deshalb von Unternehmen gleichermaßen ersehnt und gefürchtet. Aus der retrospektiven Sicht der Rechnungslegung sind diese Technologien jedoch als herkömmliche Software einzuordnen. Die Aktivierungsfähigkeit dieser mit Digitalisierung zusammenhängenden Technologien ist allerdings zu diskutieren. Zu diesem Zweck sind die Kriterien des IAS 38 zur Aktivierung immaterieller Vermögenswerte auf die neuen Technologien anzuwenden und so die Aktivierungsfähigkeit zu prüfen. Ein mögliches Ergebnis der Untersuchung könnte sein, dass die Aktivierungsfähigkeit im Einzelfall nicht gegeben ist. Ein Ansatz in der Bilanz ist dann – zumindest unter Rückgriff auf die bekannten Kriterien – nicht möglich.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit soll eine kritische Analyse der bilanziellen Abbildung neuer, in Zusammenhang mit Digitalisierung stehenden Technologien in der IFRS-Rechnungslegung vorgenommen werden. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse sollen dann Lösungsmöglichkeiten für auftretende Problembereiche erarbeitet werden.

Einführende Literatur:       

Loitz, Rüdiger, Digitalisierung und Bilanzierung, in: DB 2017, Heft 7, S. M5.

Ansprechpartner:               

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Oliver Wätjen

 

Eine kritische Analyse der Bilanzierung von Bitcoins in der IFRS-Rechnungslegung

Weltweit sind Kryptowährungen (wie z. B. Bitcoins) auf dem Vormarsch. Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer dezentralen Datenbank (der Blockchain), in der alle Transaktionen länderübergreifend und transparent verwaltet werden. Immer mehr Unternehmen kaufen und verkaufen Waren und Dienstleistungen in digitalen Währungen. Dies führt zunehmend dazu, dass sich die Frage der bilanziellen Behandlung in der IFRS-Rechnungslegung stellt. Es erscheint fraglich, inwieweit die aktuellen IFRS mit den Spezifika einer digitalen Währung kompatibel sind. Zu diskutieren ist zunächst, welcher originäre Bilanzposten möglicherweise diese Anforderungen erfüllt. Beispielsweise könnten Bitcoins unter die Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, finanzielle Vermögenswerte, Vorräte oder immaterielle Vermögenswerte fallen.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit soll analysiert werden, als welche Art von Vermögenswert Bitcoins in der IFRS-Rechnungslegung zu bilanzieren sind. Ferner gilt es, mögliche Verbesserungsmöglichkeiten innerhalb der IFRS aufzuzeigen und zu evaluieren.

Einführende Literatur:

Thurow, Christian, Bitcoin in der IFRS-Bilanzierung, in: IRZ 2014, S. 197-198.

Ansprechpartner:

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Fabian von Wieding

 

Eine kritische Analyse der Behandlung von Kosten und Erlösen aus der Testphase bei der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten von Sachanlagevermögen nach IAS 16

Ein nach IFRS bilanzierendes Unternehmen hat bei Zugang eines Vermögenswerts des Sachanlagevermögens, diesen in Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten anzusetzen. Unter Umständen ist der planmäßigen Nutzung des Sachanlagevermögens durch das Unternehmen indes eine Testphase vorgeschaltet. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage wie die Erlöse und Kosten, die im Zusammenhang mit der Testphase entstehen, zu behandeln sind und inwiefern diese Erlöse und Kosten bei der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten berücksichtigt werden sollen. Vor dem Hintergrund der bestehenden Unklarheiten in Bezug auf die bilanzielle Behandlung der Testkosten und der Erlöse, die aus der Testphase hervorgehen, hat der IASB am 20. Juni 2017 einen Änderungsentwurf zu IAS 16 (ED/2017/4 Property, Plant and Equipment – Proceeds before Intended Use) veröffentlicht.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit sollen mögliche bestehende Unklarheiten in Bezug auf die Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgedeckt und die bestehenden Regelungen unter Berücksichtigung der Änderungsvorschläge durch den ED/2017/4 vor dem Ziel und den qualitativen Anforderungen der Rechnungslegung nach IFRS kritisch analysiert und gewürdigt werden.

Einführende Literatur:

Brune, Jens W., Erfassung von Erlösen aus der Durchführung von Testläufen von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens. Der Fall – die Lösung, in: IRZ 2015, S. 175-177.

Ansprechpartnerin:

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Katharina Großelfinger

 

Bilanzierung im Konzernabschluss

Eine kritische Analyse der Behandlung von Rückbeteiligungen bei Anwendung der Equity-Methode nach IFRS

Bei Anwendung der Equity-Methode können Rückbeteiligungsverhältnisse (sog. cross-holdings bzw. reciprocal investments), also wechselseitige Beteiligungen zwischen zwei Unternehmen, mangels konkreter Regelungen in den IFRS zu einer Mehrfacherfassung von Gewinnen oder Verlusten führen. Dies wurde im Rahmen eines in 2014 vom IASB gestarteten Projektes, Anwendungsprobleme der Equity-Methode zu identifizieren und anschließend zu lösen, als ein solches Problem erkannt. Seitens des IASB wurde dem IFRS-Anwender- bzw. Adressatenkreis im Juni 2015 eine Klarstellung in Aussicht gestellt.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit sollten insbesondere die in der Literatur entwickelten Methoden zur Behandlung von Rückbeteiligungen bei Anwendung der Equity-Methode kritisch vor dem Hintergrund des Ziels der IFRS-Rechnungslegung einer entscheidungsnützlichen Bilanzierung gewürdigt werden. Ein zentraler Aspekt der Analyse ist dabei die Frage, ob die Equity-Methode konzeptionell als Bewertungs- oder aber als Konsolidierungsmethode zu verstehen ist.

Einführende Literatur:

Hofbauer, Hannes/Schiemer-Haberl, Vera Sophie, Cross-holdings: Anwendung der Equity-Methode nach IFRS, in: WPg 2016, S. 907-913.

Ansprechpartner:

Nach oben ↑ Julian Höbener

 

Die bilanzielle Abbildung eines sukzessiven Unternehmenserwerbs im HGB-Konzernabschluss

In der Praxis ist zu beobachten, dass Unternehmensbeteiligungen nicht notwendigerweise in einem Schritt, sondern auch häufig in mehreren Tranchen, also sukzessive, erworben werden. Führt der Erwerb zusätzlicher Anteile dazu, dass das Beteiligungsunternehmen erstmalig als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 und 2 HGB zu qualifizieren ist, wird von einem sukzessiven Unternehmenserwerb gesprochen. Bilanziell ist ein solcher Fall im Wege der sog. Übergangskonsolidierung abzubilden. Im Zuge der Veröffentlichung des DRS 23 wurde das DRSC vom BMJV dazu beauftragt, eine gesetzliche Grundlage für die Übergangskonsolidierung zu schaffen. Beim Übergang von bisheriger anteilmäßiger („quotaler“) Einbeziehung (§ 310 HGB) oder der Einbeziehung mittels Equity-Methode (§§ 311, 312 HGB) auf die erstmalige Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung ergibt sich beispielsweise die Fragestellung, ob das auf die Altanteile entfallende Reinvermögen mit den bisherigen Wertansätzen fortzuführen oder alternativ neu zu bewerten ist.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit gilt es, solche Zweifelsfragen der Übergangskonsolidierung lösungsorientiert im Hinblick auf das Zwecksystem der handelsrechtlichen Konzernrechnungslegung zu diskutieren und zu einer schlüssigen, zweckgerechten Bilanzierung zu gelangen.

Einführende Literatur:

Deubert, Michael/Klöcker, André, Das Verhältnis von Zeitwertbewertung und Zwischenergebniseliminierung bei der Übergangskonsolidierung nach BilMoG, in: KoR 2010, S. 571-577.

Ansprechpartner:

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 Julian Höbener

 

Eine kritische Analyse der Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel nach HGB

Führt der Erwerb weiterer Anteile bzw. die Veräußerung von Anteilen an einem Tochterunternehmen nicht zu einer Änderung der Intensität der möglichen Einflussnahme auf dieses Unternehmen durch das Mutterunternehmen – wird also der Status als Tochterunternehmen gewahrt – wird von Auf- bzw. Abstockung (ohne Statuswechsel) gesprochen. Solche Transaktionen können sowohl als erfolgswirksamer Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgang oder aber als reiner Kapitalvorgang ohne Erfolgswirkung bilanziell abgebildet werden. Gemäß dem jüngst vom DRSC verabschiedeten DRS 23 sind beide Varianten zulässig.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit sollen diese bilanziell unterschiedlichen Abbildungsweisen gegenübergestellt und vor dem Hintergrund des Zwecksystems der HGB-Konzernrechnungslegung kritisch gewürdigt werden. Dabei können die Konzernbilanztheorien (Einheits- und Interessentheorie) zur Unterstützung der Analyse herangezogen werden.

Einführende Literatur:

Senger, Thomas/Ewelt-Knauer, Corinna, Statuswahrende Aufstockung und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen im HGB-Konzernabschluss, in: WPg 2012, S. 83-90.

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 Julian Höbener

 

Konsolidierungspflicht von Banken durch Financial Covenants

Seit der Verabschiedung des IFRS 10 richtet sich die Abgrenzung des Konsolidierungskreises nach dem Control-Konzept. Das für alle Unternehmenstypen geltende Konzept betrifft Eigen- und Fremdkapitalgeber gleichermaßen. Als Konsequenz aus dem überarbeiteten Konsolidierungsstandard müssen Banken permanent analysieren, inwieweit in den Kreditverträgen angelegte Schutzrechte (sog. financial covenants) tatsächlich noch als solche zu klassifizieren sind. Vor allem im Rahmen eines Covenant Breach können umfangreiche Mitwirkungsrechte zum Tragen kommen, im Zuge derer der Kreditnehmer der Bank seine uneingeschränkte Beherrschungsmöglichkeit des Beteiligungsunternehmens verliert.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit soll der Frage nachgegangen werden, in welchen Konstellationen sich einfache Schutzrechte in wesentliche Mitspracherechte wandeln und welche bilanziellen Auswirkungen damit verbunden sind.

Einführende Literatur:

Böckem, Hanne/Bödecker, Andreas/Freiberg, Jens/Nardamn, Hendrik/Weber, Arne, Gläubigerrechte im control-Konzept nach IFRS 10, in: WPg 2015, S. 357-366.

Dietrich, Anita/Stoel, Carolin, Wenn Schutzrechte zu Mitwirkungsrechten werden – Anwendung des IAS 28 auf reine Kreditbeziehungen, in: IRZ 2013, S. 349-353.

Ansprechpartner:

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Fabian von Wieding

 

Berichterstattung und weitere Themen

Die IFRS als weltweit anwendbare Rechnungslegungsstandards – Möglichkeiten und Grenzen internationaler Konvergenzbestrebungen

Die Konvergenz der Rechnungslegung findet sich als grundlegendes Ziel bereits in der Verfassung des IASB. Konvergenz bezieht sich dabei im Allgemeinen auf einen Prozess der Angleichung der Bilanzierungsregelungen zwischen den IFRS und den entsprechenden nationalen Standards. Die höchstmögliche Konvergenz wäre insofern bei einer weltweit wortgetreuen Übereinstimmung der Bilanzierungsregelungen erreicht. Im Zuge wissenschaftlicher Veröffentlichungen wird regelmäßig die Bedeutung der Konsistenz einzelner Rechnungslegungssysteme hervorgehoben. Demgegenüber nimmt die Vergleichbarkeit im Rahmen des Conceptual Frameworks jedoch ausschließlich einen ergänzenden Charakter ein.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit soll analysiert werden, welche Möglichkeiten und Grenzen sich aus dem gesteckten Ziel, einen Satz qualitativ hochwertiger, weltweit anwendbarer Rechnungslegungsstandards zu entwickeln, ergeben können. Ein möglicher Schwerpunkt der Arbeit könnte auf der Verwendung der Fair Value Bewertung liegen.

Einführende Literatur:

IASB/FASB (Hrsg.), Memorandum of Understanding. “The Norwalk Agreement”, verfügbar unter: http://www.ifrs.org/Use-around-the-world/Global-convergence/Convergence-with-US-GAAP/Documents/Norwalk_agreement.pdf/ (Stand: 19.09.2016).

Pape, Jochen/Fey, Gerd, IFRS im Zeichen der Konvergenz. Chancen und Herausforderungen für die internationale Rechnungslegung, in: Globale Finanzberichterstattung/ Global Financial Reporting. Entwicklung, Anwendung und Durchsetzung von IFRS, hrsg. v. Bruns, Hans-Georg/Herz, Robert H./Neubürger, Heinz-Joachim/Tweedie, David, Stuttgart 2008, S. 29-53.

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Yannic Dust

 

Unternehmensbewertung

Die Berücksichtigung von „Extra Financials“ in der Unternehmensbewertung

Extra-Financials sind ökonomische Effekte wie z. B. die Unternehmensreputation die Managementqualität oder Nachhaltigkeitsaspekte, die bei einer Unternehmensbewertung keine direkten Auswirkungen auf die bewertungsrelevanten Daten haben, sich aber dennoch indirekt oder zeitlich verzögert auswirken können. Typischerweise sind diese Effekte aufgrund ihrer qualitativen Natur in gängigen Bewertungsmodellen nur schwer abbildbar und werden oft unterschätzt. Der Einfluss auf den Unternehmenswert ist zugleich jedoch erheblich.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit soll geprüft werden, welche Extra-Financials in der Unternehmensbewertung Berücksichtigung finden sollten. Darauf aufbauen sollen die verschiedenen technischen Möglichkeiten der Berücksichtigung analysiert werden.

Einführende Literatur:

Meitner, Matthias, Extra-Financials in der Unternehmensbewertung, in: CF 2017, S. 55-63.

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Oliver Wätjen

 

Eine kritische Analyse des Kapitalisierungszinssatzes bei der Bewertung von Start-Ups

Die Bewertung von Start-Ups unterliegt im Vergleich zur Bewertung von etablierten Unternehmen einer erhöhten Unsicherheit, die durch fehlende Vergangenheitsdaten oder dem größeren Risiko des Scheiterns begründet ist. Um die erhöhte Unsicherheit bei der Bewertung zu berücksichtigen, kann eine Anpassung des Kapitalisierungszinssatzes durch geeignete Aufschläge erfolgen. Dem Kapitalisierungszinssatz kommt zugleich eine besondere Bedeutung zu, da bereits kleine Änderungen einen starken Werteinfluss haben.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit soll die Bewertung von Start-Ups kritisch analysiert und gewürdigt werden. Ein besonderer Fokus soll hierbei auf der Bestimmung des Kapitalisierungszinssatzes liegen.

Einführende Literatur:

Gantenbein, Pascal/Forrer, Reto, Bewertung unter Unsicherheit, in: ST 2011, S. 915-922.

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Fabian von Wieding

 

Abschlussprüfung

Die allgemeine Prüfungspflicht des Aufsichtsrats unter besonderer Berücksichtigung der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung

Mit der Veröffentlichung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes am 18. April 2017 wurde die CSR-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Ein wesentliches Element des Gesetzes ist die Verpflichtung großer kapitalmarktorien-tierter Unternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern, ihren Lagebericht um eine sogenannte nicht-finanzielle Er-klärung zu erweitern. Die nicht-finanzielle Erklärung unterliegt indes inhaltlich nicht der Abschlussprüfung. Die Ver-antwortung für die Prüfung dieser umfangreichen neuen Angaben überträgt der deutsche Gesetzgeber vielmehr dem Aufsichtsrat, dessen Aufgabenspektrum somit wächst.

Die soll zum Anlass genommen werden, im Rahmen einer Bachelorarbeit die allgemeine Prüfungspflicht des Aufsichtsrats zu untersuchen. Ein besonderer Fokus soll dabei auf der nichtfinanziellen Erklärung liegen.

Einführende Literatur:

Kirsch, Hans-Jürgen/Huter, Michael, Die Prüfung der nicht-finanziellen Erklärung in: WPg 2017, S. 1017 – 1024.

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Yannic Dust

 

Masterarbeiten


Bilanzierung im Einzelabschluss

Eine kritische Analyse ausgewählter Anwendungsprobleme von IFRS 15 unter besonderer Berücksichtigung einer spezifischen Branche

Mit IFRS 15 wurde nach vielen Jahren der Diskussion ein prinzipienorientierter Standard zur Umsatzrealisierung veröffentlicht. IFRS 15 ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2018 beginnen. Mit IFRS 15 sollen unter anderem die Regelungen zur Erlösrealisierung nach IFRS und US-GAAP vereinheitlicht, Inkonsistenzen zwischen den aktuell gültigen IAS 18 und IAS 11 eliminiert und die Komplexität reduziert werden. IFRS 15 ist ein branchenübergreifender Standard. Indes gibt es branchenspezifische Fragen, die durch den Standard nicht eindeutig geregelt werden.

Im Rahmen einer Masterarbeit sollen ausgewählte Anwendungsprobleme in verschiedenen Branchen (vorwiegend Luftfahrt-, Öl- und Gas-, Software- und Gesundheitsbranche) ausführlich vor dem Hintergrund der Zielsetzung der IFRS analysiert werden. Die Analyse kann sich dabei an den fünf Schritten zur Umsatzrealisierung orientieren.

Einführende Literatur: 

Breidenbach, Karin, Realisation von Umsatzerlösen nach IFRS 15. Neuregelung durch das IASB, in: BBK 2014,
S. 631-637.

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Yannic Dust

 

Die bilanzielle Behandlung eines subventionierten Mobilfunkgeräts unter besonderer Berücksichtigung des Realisationsprinzips

Mobilfunkunternehmen schließen mit Kunden eine Vielzahl von Verträgen über Mobilfunkdienstleistungen ab. Oftmals erhält der Kunde mit Vertragsabschluss ein Mobilfunkgerät zu einem vergünstigten Preis. Fraglich ist, wie dieser Verlust in Höhe der Subventionsleistung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bzw. im Zeitverlauf bilanziell zu erfassen ist.

Im Rahmen einer Masterarbeit sollen zunächst verschiedene Bilanzierungsmöglichkeiten identifiziert werden. Hierzu sind die Vorschriften des Handels- und Steuerrechts zu berücksichtigen. Zusätzlich können auch die Regelungen der IFRS in die Arbeit einbezogen werden. Die verschiedenen Konzeptionen sind dann vor dem Hintergrund der handelsrechtlichen Zwecke und Grundsätze und unter besonderer Berücksichtigung des Realisationsprinzips kritisch zu analysieren und zu würdigen.

Einführende Literatur:

Coenenberg, Alexandra, Die bilanzielle Behandlung von Handy-Subventionen bei Mobilfunkunternehmen, Wiesbaden 2007.

Grote, Andreas/Hold, Christiane/Pilhofer, Jochen, IFRS 15: Die neuen Vorschriften zur Umsatz- und Gewinnrealisierung (Teil 1). Paradigmenwechsel oder viel Lärm um Nichts?, in: KoR 2014, S. 405-415.

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Yannic Dust

 

Bilanzierung von Flugprämienprogrammen nach IFRS

Viele Fluggesellschaften bieten ihren Kunden ein Prämienprogramm an, um ihre eigene Wettbewerbsposition durch eine stärkere Orientierung an den verschiedenen Kundenwünschen zu verbessern. So können bspw. Kunden der Lufthansa seit 1993 im Flugprämienprogramm „Miles & More“ Prämien- und Statusmeilen sammeln. Prämienmeilen können für Upgrades, Hotelgutscheine, Sachprämien etc. eingelöst werden. Statusmeilen sind entscheidend für das Erreichen des Status als „Frequent Traveller“ oder „Senator“.

Im Rahmen einer Masterarbeit sollen zunächst potenzielle Bilanzierungsprobleme, wie z. B. die Behandlung von nicht eingelösten Flugmeilen, identifiziert werden. In einem nächsten Schritt sind die Regelungen des IFRS 15 im Sinne einer standardkonformen Umsatzrealisierung zu konkretisieren und kritisch vor dem Zweck der Entscheidungsnützlichkeit zu würdigen.

Einführende Literatur:

Lühn, Michael, Bilanzierung von Kundenbindungsprogrammen nach IFRS. Wesentliche Änderungen zu IFRIC 13, in: IFRS 15. Aktuelle Neuerungen bei der Umsatzrealisation, hrsg. v. Hoffmann, Wolf-Dieter/Lüdenbach, Norbert, Herne 2015, S. 41-50.

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Yannic Dust

 

Eine kritische Analyse der Bilanzierung von Sale-and-Leaseback-Transaktionen gemäß IFRS 16

Mit der Neufassung der Vorschriften der Leasingbilanzierung durch IFRS 16 gehen signifikante konzeptionelle Veränderungen einher. So basiert die Bilanzierung auf Seiten des Leasingnehmers zukünftig auf dem sog. right-of-use-model. Danach hat der Leasingnehmer sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die aus einem Leasingverhältnis resultieren, zu erfassen. Dies gilt gleichermaßen für den Verkäufer-Leasingnehmer im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. Darüber hinaus ist gemäß IFRS 16 zukünftig auch IFRS 15 für die Beurteilung der Verkaufstransaktion einschlägig.

Aufgrund dieser weitreichenden Änderungen soll im Rahmen einer Masterarbeit die Bilanzierung von Sale-and-Leaseback-Transaktionen nach IFRS 16 vor dem Zweck und ausgewählten Grundsätzen der IFRS-Rechnungslegung kritisch analysiert und gewürdigt werden. Darüber hinaus kann ein Vergleich zu der Regelung des IAS 17 vorgenommen werden.

Aufgrund der Analyse der Unterlagen des IASB werden angemessene Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Einführende Literatur:

Lühn, Michael, Bilanzierung von Sale-and-Leaseback-Transaktionen nach IFRS 16: Der Fall – die Lösung, in: IRZ 2016, S. 193-195.

Ansprechpartner:

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Oliver Wätjen

 

Umsetzung der Vorschriften des IFRS 9 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten im Industriesektor – praktische und konzeptionelle Herausforderungen bei der Ablösung der Vorschriften des IAS 39

Auch in einem Industrieunternehmen fallen vielfältige Bilanzpositionen und ökonomische Sachverhalte, wie bspw. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, aktuell in den Anwendungsbereich des IAS 39, der ab dem 01.01.2018 durch IFRS 9 ersetzt wird. Daraus entsteht für Unternehmen bereits jetzt die Notwendigkeit, Prozesse, Systeme und Berichterstattung auf die Anforderungen des IFRS 9 umzustellen.

Im Rahmen einer Masterarbeit sollen ausgewählte praktische und konzeptionelle Problembereiche, die im Rahmen des Übergangs von IAS 39 auf IFRS 9 entstehen, kritisch vor dem Zweck und ausgewählten Grundsätzen der IFRS-Rechnungslegung analysiert und gewürdigt werden.

Einführende Literatur:

Freiberg, Jens, Berechnung des erwarteten Verlusts (expected credit loss), in: PiR 2016, S. 229-231.

Franz, Michelle/Bauerfeind, Tobias, Spannungsfeld Hedge Accounting: IFRS 9 versus IAS 39: Eine Analyse der Regelungen zur bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen, in: PiR 2016, S. 143-149.

Berger, Jens/Geisel, Adrian, IFRS 9 - Herausforderungen für Nichtbanken bei der künftigen Bilanzierung von Finanzinstrumenten, in: BB 2017, S. 619-623.

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Fabian von Wieding

 

Die Regelungen zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9

Die Regelungen zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten nach IAS 39 wurden besonders während der Finanzkrise aufgrund der zu geringen und zu späten Bildung von Wertberichtigungen sowie der Komplexität aufgrund verschiedener Ansätze zur Wertberichtigung erheblich kritisiert. Im Rahmen der zweiten Phase des IAS 39 replacement project wurden die Vorschriften zur Wertminderung überarbeitet. Insbesondere wurde ein anderes Modell zur Erfassung von Wertberichtigungen eingeführt. So ist nach IFRS 9 nicht mehr das incurred-loss-model, sondern das expected-loss-model anzuwenden. Damit soll verhindert werden, dass Wertberichtigungen weder zu spät noch in zu geringem Umfang erfasst werden. Die Regelungen des IFRS 9 sind zeitnah umzusetzen. Das erfordert eine umfassende Auseinandersetzung mit der Thematik.

Im Rahmen einer Masterarbeit sollen die Regelungen zur Wertminderung nach IFRS 9 vor dem Hintergrund der Entscheidungsnützlichkeit kritisch gewürdigt werden. Außerdem soll die Ermittlung der zu erfassenden expected credit losses diskutiert und konkretisiert werden. Dabei sind auch die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu berücksichtigen.

Einführende Literatur:

Gehrer, Judith/Krakuhn, Joachim/Schüz, Peter, IFRS 9 Financial Instruments – die finale Fassung im Überblick, in: IRZ 2014, S. 385-394.

Fink, Stefan/Kronthaler, Johann/Lehner, Barbara, Die Chain-Ladder-Methode zur Modellierung des IFRS 9-LGD, in: IRZ 2017, S. 67-72.

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Philipp Dollereder

 

Eine kritische Analyse der Bilanzierung preisregulierter Geschäftsvorfälle nach IFRS

Moderne Volkswirtschaften sind dem Grunde nach wettbewerblich organisiert. Dennoch unterliegt ein nicht bedeutsamer Anteil an Wirtschaftsaktivitäten einer staatlichen Regulierung. Exemplarisch können Unternehmen der Energiewirtschaft genannt werden. Regulierte Wirtschaftsaktivitäten werfen spezifische Fragen im Rahmen der Rechnungslegung auf, vor allem hinsichtlich der Preisregulierung. Diese ist weit verbreitet und hat einen bedeutsamen Effekt auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der regulierten Unternehmen. Die Rechnungslegungssysteme einiger Länder (z. B. US-GAAP) beinhalten deshalb spezifische Regelungen für diesen Fall. In den IFRS hingegen existiert bisher keine vergleichbare Regelung. Die Entscheidung ob und wie die IFRS die finanziellen Auswirkungen von preisregulierten Geschäftsvorfällen berücksichtigen sollten ist deshalb von Bedeutung.  Am 17. September 2014 hat das IASB das Discussion Paper DP/2014/2 publiziert, das sich damit beschäftigt, wie Informationen über preisregulierte Geschäftsvorfälle am besten im IFRS-Abschluss abgebildet werden können.

Im Rahmen einer Masterarbeit sollen die verschiedenen Lösungsansätze des DP/2014/2 zur Bilanzierung preisregulierter Geschäftsvorfälle kritisch analysiert und vor der Zielsetzung der IFRS gewürdigt werden. Abschließend kann auch ein eigener Bilanzierungsvorschlag entwickelt werden.

Einführende Literatur:   

Küting, Peter/Schwieters, Norbert, IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" - ein sinnvolles Zugeständnis aus purer Hilflosigkeit?, in: KoR 2014, S. 416-426.

Komarek, Michael, Die Bilanzierung regulatorischer Abgrenzungsposten nach IFRS: Gegenwart und Ausblick, in: IRZ 2014, S. 345-349.

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Oliver Wätjen

 

Eine kritische Analyse der Bilanzierung von Bitcoins in der IFRS-Rechnungslegung

Weltweit sind Kryptowährungen (wie z. B. Bitcoins) auf dem Vormarsch. Das Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer dezentralen Datenbank (der Blockchain), in der alle Transaktionen länderübergreifend und transparent verwaltet werden. Immer mehr Unternehmen kaufen und verkaufen Waren und Dienstleistungen in digitalen Währungen. Dies führt zunehmend dazu, dass sich die Frage der bilanziellen Behandlung in der IFRS-Rechnungslegung stellt. Es erscheint fraglich, inwieweit die aktuellen IFRS mit den Spezifika einer digitalen Währung kompatibel sind. Zu diskutieren ist zunächst, welcher originäre Bilanzposten möglicherweise diese Anforderungen erfüllt. Beispielsweise könnten Bitcoins unter die Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, finanzielle Vermögenswerte, Vorräte oder immaterielle Vermögenswerte fallen.

Im Rahmen einer Masterarbeit soll analysiert werden, als welche Art von Vermögenswert Bitcoins in der IFRS-Rechnungslegung zu bilanzieren sind. Ferner gilt es, mögliche Verbesserungsmöglichkeiten innerhalb der IFRS aufzuzeigen und zu evaluieren.

Einführende Literatur:

Thurow, Christian, Bitcoin in der IFRS-Bilanzierung, in: IRZ 2014, S. 197-198.

Ansprechpartner:

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Fabian von Wieding

 

Bilanzierung im Konzernabschluss

Bilanzielle Abbildung von Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter

Sofern ein erwerbendes Unternehmen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses nicht sämtliche Anteile an einem Tochterunternehmen erwirbt, sind nicht beherrschende Gesellschafter an diesem Tochterunternehmen beteiligt. Untersuchungen der deutschen Unternehmenspraxis zeigen, dass die bilanzielle Abbildung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von besonderer Bedeutung ist. Nur wenige Unternehmen halten sämtliche Anteile an ihren Tochterunternehmen, sodass nicht beherrschende Gesellschafter zum Teil mit mehr als 30 % an den Tochterunternehmen eines Konzerns beteiligt sind.

Im Rahmen einer Masterarbeit sollen der Charakter und mögliche ökonomische Interpretationen des Postens für die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Konzernabschluss nach HGB und/oder IFRS untersucht werden. Gegenstand der Analyse können dabei Auf- und Abstockungen mit und ohne Statuswechsel, die Allokation eines außerplanmäßigen Abschreibungsbedarfes eines Geschäfts- oder Firmenwertes und bzw. oder die Partizipation nicht beherrschender Gesellschafter an einem Gelegenheitskauf sein.

Einführende Literatur:

Fröhlich, Christoph, Non-Controlling Interest im IFRS-Abschluss, in: IRZ 2008, S. 417-421.

Freiberg, Jens, Zweifelsfragen der Behandlung von nicht-beherrschenden Gesellschaftern, in: PiR 2011, S. 263-265.

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Julian Höbener

 

Die bilanzielle Abbildung eines sukzessiven Unternehmenserwerbs im HGB-Konzernabschluss

In der Praxis ist zu beobachten, dass Unternehmensbeteiligungen nicht notwendigerweise in einem Schritt, sondern auch häufig in mehreren Tranchen, also sukzessive, erworben werden. Führt der Erwerb zusätzlicher Anteile dazu, dass das Beteiligungsunternehmen erstmalig als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 und 2 HGB zu qualifizieren ist, wird von einem sukzessiven Unternehmenserwerb gesprochen. Bilanziell ist ein solcher Fall im Wege der sog. Übergangskonsolidierung abzubilden. Im Zuge der Veröffentlichung des DRS 23 wurde das DRSC vom BMJV dazu beauftragt, eine gesetzliche Grundlage für die Übergangskonsolidierung zu schaffen. Beim Übergang von bisheriger anteilmäßiger („quotaler“) Einbeziehung (§ 310 HGB) oder der Einbeziehung mittels Equity-Methode (§§ 311, 312 HGB) auf die erstmalige Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung ergibt sich beispielsweise die Fragestellung, ob das auf die Altanteile entfallende Reinvermögen mit den bisherigen Wertansätzen fortzuführen oder alternativ neu zu bewerten ist.

Im Rahmen einer Masterarbeit gilt es, solche Zweifelsfragen der Übergangskonsolidierung lösungsorientiert im Hinblick auf das Zwecksystem der handelsrechtlichen Konzernrechnungslegung zu diskutieren und zu einer schlüssigen, zweckgerechten Bilanzierung zu gelangen.

Einführende Literatur:

Deubert, Michael/Klöcker, André, Das Verhältnis von Zeitwertbewertung und Zwischenergebniseliminierung bei der Übergangskonsolidierung nach BilMoG, in: KoR 2010, S. 571-577.

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Julian Höbener

 

Die Bilanzierung nicht-kontrollierter strategischer Beteiligungen im Konzernabschluss nach IFRS

Welcher Standard innerhalb der IFRS für die Bilanzierung nicht-kontrollierter strategischer Beteiligungen einschlägig ist, hängt davon ab, welche Einflussmöglichkeiten das bilanzierende Mutterunternehmen in Bezug auf die Beteiligung ausüben kann. Bei Vorliegen eines sog. maßgeblichen Einflusses ist die Beteiligung gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode im Konzernabschluss abzubilden. Fehlt es an einem maßgeblichen Einfluss, fällt die Bilanzierung in den Anwendungsbereich von IFRS 9, welcher eine grundsätzliche Fair Value-Bewertung vorsieht.

Im Rahmen einer Masterarbeit soll untersucht werden, wie eine derartige, zweigeteilte Abbildung strategischer Beteiligungen vor dem Hintergrund der Zwecksetzung der IFRS zu beurteilen ist. Dafür sind in einem ersten Schritt die Informationsbedürfnisse des Hauptadressatenkreises in Bezug auf strategische Beteiligungen zu konkretisieren.

Einführende Literatur:

Baetge, Jörg/Klaholz, Thomas/Graupe, Fabian, IAS 28, Rn. 3, in: Baetge, Jörg/ Wollmert, Peter/Kirsch, Hans-Jürgen/Oser, Peter/Bischof, Stefan (Hrsg.), Rechnungslegung nach IFRS, Loseblatt, 2. Aufl., Stuttgart 2003 ff.

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Julian Höbener

 

Berichterstattung und weitere Themen

Die Konzeption der Other Comprehensive Income-Position nach IFRS

Vor dem Hintergrund einer verstärkten Tendenz zur Fair Value-Bewertung steigt ebenfalls der Anteil erfolgsneutral berücksichtigter Wertveränderungen im Rahmen der Other Comprehensive Income-Position. So ermöglicht die erfolgsneutrale Berücksichtigung im Other Comprehensive Income den Ausweis eines gesteigerten Wertes eines Vermögenswertes in der Bilanz, ohne die Darstellung der Ertragslage durch ggf. auftretende Wertschwankungen zu beeinträchtigen. Zuletzt wurde die Abgrenzung der Other Comprehensive Income-Position mit dem ED/2015/3 im Rahmen des „Performance Reporting“-Projektes adressiert. Sowohl die Standards als auch das Conceptual Framework, das als Grundlage für die Erarbeitung neuer Standards und zur Lösung nicht explizit geregelter Fragestellungen dienen soll, lassen jedoch weiterhin einen konzeptionellen Rahmen für die Erfassung von Beträgen im Other Comprehensive Income vermissen.

Im Rahmen einer Masterarbeit soll analysiert werden, inwieweit eine einheitliche und zweckkonforme Abgrenzung der Other Comprehensive Income-Position vorgenommen werden kann. Mögliche Schwerpunkte der Arbeit können dabei u. a. auf den Auswirkungen, die der avisierte Asset Liability-Ansatz auf die Regelungen bestehender Standards hat, oder auf dem Recycling von Ergebnisbestandteilen liegen.

Einführende Literatur:

Kuhner, Christoph/Bothen, Dario, Die Bedeutung der Other Comprehensive Income-Positionen vor dem Hintergrund der Neuformulierung des IASB-Framework, in: KoR 2016, S. 161-168.

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Yannic Dust

 

UEFA-Reglement zum Financial Fairplay

Als Reaktion auf die mitunter sehr angespannte finanzielle Situation vieler europäischer Fußballclubs, der häufig nur noch durch das Engagement einzelner Gläubiger bzw. Mäzene begegnet werden kann, hat die UEFA in 2010 ein umfangreiches Reglement zum sog. Financial Fairplay veröffentlicht, das 2012 und 2015 noch einmal angepasst wurde. Wenngleich das Reglement eine Vielzahl von einzuhaltenden Normen und Indikatoren umfasst, ist der Schwerpunkt des UEFA-Konzepts die Break-even-Vorschrift — eine Art modifizierter Jahresüberschuss. Durch diese Vorschrift sollen die Clubs zu einem solideren Wirtschaften veranlasst werden und künftig nicht mehr Aufwendungen produzieren als sie durch ihre Kerntätigkeiten an Erträgen erwirtschaften können.

Im Rahmen einer Masterarbeit soll das Reglement zum Financial Fairplay ausführlich vor dem Hintergrund der damit verfolgten Ziele der UEFA erörtert werden, wobei die Zielsetzung selbst ebenfalls zu würdigen ist.

Einführende Literatur:

Derungs, Vitus, Das Klub-Monitoring der UEFA im Rahmen der „Financial Fair Play“-Regelungen, in: causa sport 2013, S. 122-130.

Ansprechpartner:

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Dr. Christian Weber

 

Für weitere Informationen steht Ihnen, neben den Ansprechpartnern zu den einzelnen Themen, auch Herr Oliver Wätjen gern zur Verfügung.