Institut für Wirtschaftsinformatik und MIT veröffentlichen AI Decision Matrix für Unternehmen
Welche Aufgaben können der künstlichen Intelligenz anvertraut werden, und wann sollten Menschen weiterhin in die Entscheidungsprozesse eingebunden sein? Die Frage nach der angemessenen Verteilung von Entscheidungsbefugnissen zwischen Mensch und KI gehört zu den zentralen Herausforderungen für Unternehmen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
Prof. Jan vom Brocke und Dr. Thomas Haskamp vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Münster haben gemeinsam mit Dr. Ina Sebastian und Prof. Peter Weill vom MIT Center for Information Systems Research (CISR) ein Framework entwickelt, das Unternehmen bei dieser Frage unterstützen soll. Die „AI Decision Matrix“ ermöglicht es Führungskräften anhand von zwei Dimensionen zu bestimmen, in welchem Umfang Menschen und autonome KI-Agenten an Entscheidungsprozessen beteiligt sein sollten.
Die Forschenden entwickelten die Matrix auf Grundlage von Interviews mit 30 Führungskräften. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass Entscheidungen unterschiedlich komplex und risikoreich sind: Während einige Entscheidungen vorhersehbar sind und nur geringe Risiken bergen, sind andere durch Mehrdeutigkeit geprägt und können weitreichende Folgen haben. Je nach Art der Entscheidung kann daher eine stärkere menschliche Beteiligung oder ein höherer Grad an Autonomie der KI sinnvoll sein.
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