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Dekanat

Urteilskraft statt Vermutungen: Wirtschaft besser verstehen

Zweite Ausgabe der Reihe „Münster Practice and Policy“ erschienen

In der Reihe „Münster Practice and Policy“ beantworten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des FB4 wichtige Fragen der Unternehmens- und Wirtschaftspolitik in prägnanter und verständlicher Form. In der ersten Ausgabe widmeten sich Prof. Wolfgang Berens und Prof. Aloys Prinz der zeitgemäßen Abzinsung von Pensionsrückstellungen. In der zweiten Ausgabe betrachtet Honorarprofessor Dr. Bodo Risch die Afrikafonds der Bundesregierung aus einer kritischen Perspektive. Das Papier ist ab sofort zum Download verfügbar.

Wir haben mit Prof. Theresia Theurl, Dekanin des FB4 und Initiatorin der Reihe, gesprochen, um zu erfahren, was es mit der Reihe auf sich hat und worauf sich interessierte Leser nun freuen können.

 

Liebe Frau Theurl, was hat die Wissenschaftler/innen des FB4 motiviert, die Reihe „Münster Practice and Policy“ ins Leben zu rufen?

Es sind mehrere Gründe, die uns zur Umsetzung dieses Projekts geführt haben. Einerseits gilt, dass Vieles in Wirtschaft und Gesellschaft in Bewegung ist. Solche Veränderungen verlangen fundierte Antworten darauf. Weshalb kommt es dazu und welche Konsequenzen sind damit verbunden? Menschen wollen Entwicklungen einschätzen können und was sie für sie bedeuten. Sie wollen widersprüchliche Aussagen einordnen können. Andererseits entstehen im FB4 eine Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten und Ergebnisse. Fast täglich kommen neue hinzu und die Vielfalt der Themen ist außerordentlich. Nicht nur die Kolleginnen und Kollegen, sondern vor allem auch unsere Nachwuchswissenschaftler/innen arbeiten an Forschungsprojekten mit sehr relevanten und aktuellen Inhalten. Nur einige Beispiele sind die Energiepolitik, Steuerpolitik, Geldpolitik, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Banken, Unternehmenskäufe, Fusionen, Bewertungen, Kommunikations- und Marketingstrategien, Medienpolitik. Viele weitere Themen könnten genannt werden. Es ist naheliegend, vorliegende Ergebnisse so aufzubereiten, dass sie verständliche und nachvollziehbare Antworten auf drängende Fragen geben. Wir sehen darin auch unsere gesellschaftliche Verantwortung als Wissenschaftler.             

 

An wen richten sich die Papiere?

„Münster Practice and Policy“, kurz MPP, richtet sich an eine interessierte Öffentlichkeit, die Politik, die Verwaltung, aber auch an Verbände und Unternehmen. Eine wichtige Zielgruppe stellen selbstverständlich die Medien als wichtige Interpreten und Multiplikatoren dar. Sie sind eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Die Orientierung an diesen Zielgruppen ist damit verbunden, dass die Forschungsergebnisse, die sich ja primär an die wissenschaftliche Community richten, so zu „übersetzen“ sind, dass sie verstanden werden und nachvollziehbar sind. Dennoch dürfen die Ergebnisse im Transfer nicht verloren gehen oder verzerrt werden. Es geht also um gute Wissenschaftskommunikation.     

 

In welchem Turnus werden die Papiere zukünftig erscheinen?

Aktuelle Entwicklungen und Ereignisse werden das Erscheinen der einzelnen Papiere bestimmen. Immer dann, wenn wir dazu Substanzielles beitragen können, werden wir uns zu Wort melden. Es gibt keinen starren Erscheinungsplan. Die MPP werden also in einer losen Abfolge erscheinen. Wir werden jedoch darauf achten, dass die Abstände nicht zu groß werden und gehen von einem Papier pro Monat aus.  

 

Was erwartet den interessierten Leser in den kommenden Ausgaben?

Es sind MPP zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu energiepolitischen Fragen, zur künstlichen Intelligenz, zu Finanzinstrumenten und zu weiteren Themen in der Pipeline. Ein Papier zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen ist bereits veröffentlicht und hat Interesse hervorgerufen. Ausgabe Nr. 2 widmet sich den Afrikafonds der Bundesregierung.    

 

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