Forschung

  • Lehrstuhl für Derivate und Financial Engineering

    Der Lehrstuhl für Derivate und Financial Engineering befasst sich in Forschung und Lehre mit der Bewertung von Finanzprodukten und der Erklärung deren Verhalten über die Zeit. Neben Aktienindizes und Einzelaktien, betrachten wir insbesondere Optionen auf diese sowie Varianzderivate. Methodisch kommen hierbei in erster Linie Gleichgewichtsmodelle zum Einsatz, die ausgehend von den Präferenzen der Investoren und der Modellierung der Ökonomie die Preise von Finanzinstrumenten und deren Verhalten über die Zeit herleiten. Daneben bilden Modelle zur Bewertung von Derivaten einen weiteren Schwerpunkt. In empirischen Arbeiten untersuchen wir die Vorhersagen dieser Modelle und überprüfen auf konsistente Bewertung am Markt, wobei wir besonderen Wert auf die Verknüpfung von theoretischen Arbeiten und empirischen Ergebnissen legen.

  • Professur für International Financial Management

    Die Professur für International Financial Management besitzt zwei distinkte Forschungsschwerpunkte: Nachhaltigkeit und spekulative Finanzblasen. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsforschung untersuchen wir die individuellen Beweggründe von Finanzmarktagenten für sozial verantwortliches Investieren und wie sich diese auf ihre Anlageentscheidungen auswirken. Aus unternehmerischer Perspektive analysieren wir die Auswirkung unterschiedlicher ökologischer und sozialer Sichtweisen auf Finanzierung und Rentabilität des Unternehmens. Unsere Forschung zu spekulativen Finanzblasen konzentriert sich auf die empirische Auswertung der Ursachen und Folgen einer Blase. Um die Determinanten und Auswirkungen von Finanzblasen zu verstehen, analysieren wir die Performanz verschiedener Anlagestrategien während des gesamten Lebenszyklus einer Blase. Die Quantifizierung ihrer realwirtschaftlichen Konsequenzen rundet hierbei unseren zweiten Forschungsschwerpunkt ab.

     

  • Lehrstuhl für Finanzierung

    Der Lehrstuhl für Finanzierung befasst sich in Forschung und Lehre mit dem Entscheidungsverhalten von Finanzmarktakteuren und dessen Auswirkung auf die Preisbildung an den Finanzmärkten. Ein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Behavioral Finance, bei der die Annahme ausschließlich rational handelnder Entscheider in Frage gestellt und durch ein realistischeres, in seinem Entscheidungsverhalten fehleranfälligeres Menschenbild ersetzt wird. Die Forschungsprojekte des Lehrstuhls bedienen sich oft empirischer Kapitalmarktdaten, ein methodischer Schwerpunkt liegt zudem im Bereich der experimentellen Wirtschaftsforschung. Dabei werden auch Erkenntnisse und Methoden der Psychologie aufgegriffen, um zu einem besseren Verständnis individueller Entscheidungen und deren Konsequenzen für die Finanzmärkte zu kommen. Ein inhaltlicher Fokus der Forschung liegt auf dem Entscheidungsverhalten privater Finanzakteure, insbesondere im Kontext der Altersvorsorge. Explizites Ziel ist es hierbei, auch Erkenntnisse für den Verbraucherschutz und für die Unterstützung politischer Entscheidungen zu generieren.

  • Institut für Kreditwesen

    Unser Forschungsschwerpunkt liegt auf der Analyse von Kreditinstituten und anderen Finanzintermediären. Die Existenz von Kreditinstituten kann vor allem durch asymmetrisch verteilte Informationen begründet werden, wodurch informationsökonomisches Gedankengut für uns einen besonderen Stellenwert hat. Die aufsichtsrechtlichen und steuerlichen Vorgaben sowie die Vorschriften der externen Rechnungslegung, die nicht immer im Einklang mit ökonomischen Überlegungen stehen, machen darüber hinaus eine Berücksichtigung des Staates besonders relevant. Die wissenschaftliche wie gesellschaftliche Bedeutung unserer inhaltlichen Fokussierung zeigte sich vielfach in der Vergangenheit. Als prominentes Beispiel kann in diesem Zusammenhang die jüngste Finanzkrise genannt werden, die zahlreiche Marktunvollkommenheiten aufgezeigt hat. Thematisch bearbeiten wir bewusst eine relativ breite Palette von Themen aus den Bereichen Kreditgeschäft, Risikomanagement, Bankenregulierung sowie internes und externes Rechnungswesen. Ziele können die Ableitung der Wirkung vorgegebener Regelungen, die Erklärung beobachteter Phänomene, die Optimierung des Bankverhaltens und auch die Fundierung von Handlungsvorschlägen für institutionelle Gestaltungsfragen sein. Wir arbeiten meist quantitativ, d.h. mit mathematischen, statistischen und ökonometrischen Modellen und Methoden. Die Ergebnisse unserer Arbeit präsentieren wir auf in- und ausländischen Tagungen und in führenden wissenschaftlichen Zeitschriften. Außerdem machen wir unsere Forschungsergebnisse für Praktiker in angemessener Form zugänglich.

  • Juniorprofessuren

    Die Juniorprofessur befasst sich in Forschung und Lehre primär mit der Schnittstelle zwischen Investorenverhalten und Märkten. Insbesondere liegt das Augenmerk hier auf der Frage, ob und wie Limits of Arbitrage dazu beitragen können, dass begrenzt rationales Verhalten von einigen Investoren sich auf Marktpreise auswirken kann. Auch geht es darum, wie Risikofaktoren effizient abgebildet und gemessen werden können. Methodisch wird dabei auf theoretische und empirische Ansätze zurückgegriffen. Als Datenbasis dienen sowohl Kapitalmarkt- als auch Haushaltspanel-Daten sowie Laborexperimente.