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Mehr E-Autos, weniger Steuereinnahmen: Hohe Medienresonanz auf Studie des Instituts für Verkehrswissenschaften

Was passiert mit den öffentlichen Einnahmen aus dem Pkw-Verkehr, wenn immer mehr Menschen auf Elektroautos umsteigen? Eine aktuelle Studie von Prof. Dr. Gernot Sieg, Leiter des Instituts für Verkehrswissenschaften (IVM) der Universität Münster, Maria Kennel, ebenfalls IVM, und Berthold Wigger, Karlsruhe Institute of Technology, untersucht verschiedene Modelle zur künftigen Finanzierung des motorisierten Individualverkehrs. Die Ergebnisse wurden von zahlreichen Medien aufgegriffen.

Der zunehmende Umstieg auf batterieelektrische Fahrzeuge wird die Einnahmen aus der Energiesteuer auf Kraftstoffe deutlich reduzieren. Die Studie geht davon aus, dass dadurch ab etwa 2031 eine erhebliche Einnahmelücke bei den öffentlichen Einnahmen aus dem motorisierten Individualverkehr entstehen kann. In einem dynamischen Simulationsmodell wurden fünf Instrumente zur Gegenfinanzierung verglichen: Fahrstromsteuer, Pkw-Maut, Vignette, Kfz-Steuererhöhung und Energiesteuererhöhung. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede: Die Maut weist die höchste Effizienz auf, die Fahrstromsteuer die geringsten regressiven Verteilungswirkungen. Maut und Vignette ermöglichen zudem eine hohe Einnahmeplanbarkeit. Eine Erhöhung der Energiesteuer kann zwar die Transformation zusätzlich beschleunigen, reicht langfristig jedoch nicht aus, um das angestrebte Einnahmenniveau zu sichern.

Die Ergebnisse stoßen auf großes Interesse in den Medien. Bisher berichteten ZDFheute, Deutsche Welle, taz und Auto Motor und Sport über die Studie und die Frage, wie der Staat den erwarteten Rückgang der Einnahmen aus Kraftstoffsteuern künftig ausgleichen könnte.

Medienberichte im Überblick:

ZDFheute: E-Auto-Boom kostet den Staat Milliarden an Steuereinnahmen

Deutsche Welle: Deutschland: E-Autos boomen, Energiesteuern schwinden

taz: Die Briten nennen es Fahrstromsteuer

Auto Motor und Sport: Wie der Staat das E-Auto-Steuerloch schließen will

Mehr über die Studie erfahren Sie hier.