Aktuelle Veröffentlichungen

2018

Kajüter, P./Wirth, M.: Praxis der nichtfinanziellen Berichterstattung nach dem CSR-RUG. Empirische Befunde für die DAX-Unternehmen, in: Der Betrieb, 71. Jg., Heft 27/28, 2018, S.1605-1612.

Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) hat für bestimmte große Unternehmen von öffentlichem Interesse neue Berichtspflichten im Bereich der Nachhaltigkeit eingeführt. Die im Gesetz grob definierten Berichtsanforderungen werden durch DRS 20 Konzernlagebericht konkretisiert. Gleichwohl bleiben den Unternehmen erhebliche Gestaltungsspielräume bei der Erfüllung der neuen nichtfinanziellen Berichtspflichten. Angesichts der schon für 2018 anstehenden Evaluation der CSR-Richtlinie gibt der Beitrag erste Einblicke in die Berichtspraxis der DAX-Unternehmen, zeigt die Ausübung von Wahlrechten auf und geht auf im Gesetzgebungsprozess kontrovers diskutierte Fragen ein.

 

Kajüter, P./Hannen, S.: Umsetzungsmöglichkeiten Integrierter Berichterstattung im internationalen Vergleich – Südafrika, USA und Deutschland, in: Velte, P./Müller, S./Weber, S.C./ Sassen, R./Mammen, A. (Hrsg.), Rechnungslegung, Steuern, Corporate Governance, Wirtschaftsprüfung und Controlling, Wiesbaden 2018, S. 89-109.

Integrated Reporting hat in den vergangenen Jahren große Aufmerksamkeit erlangt. Mit einer ganzheitlichen Herangehensweise adressiert dieser Ansatz verschiedene Schwachpunkte der aktuellen Finanzberichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen. Diese Schwächen betreffen einerseits die Verständlichkeit der veröffentlichten Berichte, was sich etwa in schlechter Lesbarkeit, dem Auftreten von Redundanzen oder in einem Information Overload durch eine unermessliche Menge an Detailinformationen zeigt.

 

Eckerth, S./Nienhaus, M./Schirmacher, H.: Interim Management Statements in the EU – An alternative vehicle for interim reporting? Part 2: Reporting practice and use of Interim Management Statements , in: Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung (IRZ), 13. Jg., Heft 6, 2018, S. 281-288.

 

Eckerth, S./Nienhaus, M./Schirmacher, H.: Interim Management Statements in the EU – An alternative vehicle for interim reporting? Part 1, in: Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung (IRZ), 13. Jg., Heft 5, 2018, S. 241-246.

As a new vehicle for interim reporting in the EU, Interim Management Statements (IMSs) were introduced in 2004 as part of the Transparency Directive to harmonise interim reporting. IMSs represent a compromise between full mandatory quarterly reporting and no mandatory quarterly reporting at all because IMSs require only a narrative explanation of the firm’s financial position and performance. In Part 1, we review the harmonisation process in the EU from the pre-Transparency Directive interim reporting regime and the adoption of the Transparency Directive to the abolition of mandatory IMSs. We also compile and compare the diversity of the current interim requirements of the largest EU markets. In Part 2, we will shed more light on the reporting practice and use of IMSs.

 

 

2017

Kajüter, P./Schröder, M.: Cross-National Differences in Cost Accounting of MNEs: Empirical Evidence from Anglophone Subsidiaries in Germany, in: Journal of International Accounting Research, 16 Jg., Heft 2, S. 71-100.

Anecdotal evidence shows that multinational enterprises (MNEs) encounter difficulty in imposing their cost-accounting standards internationally because foreign subsidiaries prefer to follow their local cost-accounting traditions. Although prior research has revealed cross-national differences in management accounting, particularly between anglophone and German-speaking countries, the determinants and consequences for cost-accounting systems in foreign subsidiaries of MNEs are largely unexplored. This study therefore investigates the design of costaccounting systems in German subsidiaries of anglophone MNEs. The empirical results reveal that anglophone costaccounting traditions prevail in two-thirds of anglophone subsidiaries. Based on new institutional sociology, this study explores the determinants and identifies strong coercive pressures by anglophone parent companies, suggesting that anglophone MNEs standardize their cost-accounting systems globally using their home country cost-accounting traditions. The results also show that both management accountants and managers in German subsidiaries of anglophone MNEs assess their cost-accounting system as worse when it is shaped by anglophone traditions. Managerial implications are discussed.

 

Kajüter, P./Nienhaus, M./Nienaber, M.: Prüfung des Lageberichts, in: WPg, 17 Jg., Heft 14, S. 801-809.

Die Prüfung des Lageberichts hat in Deutschland eine lange Tradition. Gleichwohl ist wenig über die Erfahrungen von Abschlussprüfern mit der Lageberichtsprüfung bekannt. Welchen Stellenwert messen sie der Lageberichtsprüfung bei? Wie beurteilen sie das Prüfungsrisiko? Sind differenzierte Prüfungsurteile für unterschiedliche Berichtsinhalte aus ihrer Sicht sinnvoll? Welche Unterschiede gibt es zwischen Prüfern aus Big4- und anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften? Dieser Beitrag gibt  einen Einblick in diese und andere Fragen zur Prüfung des Lageberichts anhand empirischer Befunde einer Befragung von Wirtschaftsprüfern.

 

Kajüter, P.: Controlling und Lageberichterstattung – Schnittstellen und Wechselbeziehungen, in: Hoffjan, A./Knauer, T./Wömpener, A. (Hrsg.), Controlling. Konzeptionen – Instrumente – Anwendungen, Stuttgart 2017, S. 97-112.

Controlling liefert nicht nur Informationen als Grundlage für Managemententscheidungen, sondern auch zur Erfüllung externer Berichtspflichten. Letzteres hat in den letzten Jahren vor allem bei kapitalmarktorientierten Unternehmen an Bedeutung gewonnen, da die Inhalte der Lageberichterstattung stetig erweitert wurden. Zudem hat sich mit dem Management Approach ein Prinzip durchgesetzt, das eine Zweitverwendung von Unternehmenssteuerung verwendeten Informationen in der externen Rechnungslegung vorsieht. Umgekehrt gehen von den Berichtspflichten auch Rückwirkungen auf das Controlling aus, da sich Informationsbedarfe der Unternehmensleitung verändern. Der Beitrag analysiert diese Schnittstellen und Wechselbeziehungen zwischen Controlling und Lageberichterstattung.

 

Kajüter, P./Nienhaus, M.: The Impact of IFRS 8 Adoption on the Usefulness of Segment Reports, in: Abacus, 53. Jg., Heft 1, 2017, S. 28-58.

We analyze the impact of IFRS 8 on the usefulness of segment reports from an investor's perspective. The analysis comprises three steps. First, we compare the value relevance of segment reports before and after the introduction of IFRS 8. Second, we analyze a treatment group of firms that had to change their segmentation upon IFRS 8 adoption and a control group that was unaffected by its introduction. Third, the requirement to report financial information for the current and previous year under current accounting rules allows us to analyze a unique data set of segment reports for the same company and the same year under two different standards. Our results based on German listed firms show superior value relevance of segment reports according to IFRS 8 compared to IAS 14 in all three steps. Additional analyses suggest that the adoption of IFRS 8 is also related to a decline in information asymmetry. Our findings are robust to a number of alternative specifications.

 

Kajüter, P.: Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz – ein Kompromiss, in: Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung, 12. Jg., Heft 4, 2017, S. 137-138.

Am 10.03.2017 - nachts um 01:00 Uhr - wurde im Deutschen Bundestag das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) mit den Stimmen der Regierungskoalition verabschiedet. Der Deutsche Bundesrat wird dem Gesetz voraussichtlich am 31.03.2017 zustimmen, sodass es dann in Kürze in Kraft treten kann. Somit müssen bestimmte Unternehmen bereits für das Geschäftsjahr 2017 ihren Lage- bzw. Konzernlagebericht um eine sog. nichtfinanzielle Erklärung erweitern und in den Erklärung zur Unternehmensführung zusätzliche Angaben zur Diversität in den Leistungsorganen.

 

Kajüter, P./Brühl, R./Finken, T./Steuernagel, M./Troßbach, S./Vollmer, M.: Konstitutive Entscheidungen zur Vorbereitung der SSC-Implementierung, in: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Sonderheft 70/2017, S. 25-59.

Der Aufbau von SSC ist mit einer Reihe konstitutiver Entscheidungen verbunden. Hierzu gehören vor allem die Wahl des Standortes, der Rechtsform, der Organisation sowie der Governance. Mit diesen Entscheidungen werden der Rahmen für zahlreiche Folgeentscheidungen (zum Beispiel Einstellung von Personal) festgelegt und die Weichen für den späteren Betrieb von SSC gestellt. Sie sollten daher sorgfältig vorbereitet werden, da sie grundlegend für die Erreichung der mit dem SSC verbundenen Ziele und oftmals nur schwer revidierbar sind. Nachfolgend werden diese Ent scheidungskomplexe näher betrachtet.

 

Kajüter, P./Brühl, R./Fischer, T.M./Hirsch, S./Dornbusch, D./Hoffmann, J./Vollmer, M .:  Shared Services – Relevanz, Ziele und Entwicklungsstand, in: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Sonderheft 70/2017, S. 3-23

Shared Service Center werden in Unternehmen implementiert, um Unterstützungsprozesse, wie Buchhaltung, Personalverwaltung oder IT, in einer selbstständigen Organisationseinheit zu zentralisieren. Wesentliche Ziele der Konzentration dieser Prozesse im Shared Service Center sind Kostenreduktion und Qualitätssteigerung. Somit werden durch die Bündelung und Zentralisierung unterschiedliche Dienstleistungen zur Kernkompetenz der Shared Service Center.

 

Kajüter, P.: Nichtfinanzielle Berichterstattung nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, in: Der Betrieb, 28. Jg. Heft 12, 2017, S. 617-624

Mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz kommen auf bestimmte große Unternehmen von öffentlichem Interesse bereits für 2017 neue Berichtspflichten im Bereich der Nachhaltigkeit zu. Trotz kontroverser Diskussionen und Forderungen nach weitergehenden Regelungen hat der Gesetzgeber die CSR-Richtlinie (2014/95/EU) grds. 1:1 umgesetzt und gewährt den betroffenen Unternehmen größtmögliche Flexibilität bei der Ausgestaltung der nichtfinanziellen Berichterstattung.