Aktuelle Veröffentlichungen

2017

Kajüter, P./Schröder, M.: Cross-National Differences in Cost Accounting of MNEs: Empirical Evidence from Anglophone Subsidiaries in Germany, in: Journal of International Accounting Research, 16 Jg. Heft 12, S. 71-100.

Anecdotal evidence shows that multinational enterprises (MNEs) encounter difficulty in imposing their cost-accounting standards internationally because foreign subsidiaries prefer to follow their local cost-accounting traditions. Although prior research has revealed cross-national differences in management accounting, particularly between anglophone and German-speaking countries, the determinants and consequences for cost-accounting systems in foreign subsidiaries of MNEs are largely unexplored. This study therefore investigates the design of costaccounting systems in German subsidiaries of anglophone MNEs. The empirical results reveal that anglophone costaccounting traditions prevail in two-thirds of anglophone subsidiaries. Based on new institutional sociology, this study explores the determinants and identifies strong coercive pressures by anglophone parent companies, suggesting that anglophone MNEs standardize their cost-accounting systems globally using their home country cost-accounting traditions. The results also show that both management accountants and managers in German subsidiaries of anglophone MNEs assess their cost-accounting system as worse when it is shaped by anglophone traditions. Managerial implications are discussed.

 

Kajüter, P./Nienhaus, M./Nienaber, M.: Prüfung des Lageberichts, in: WPg, 17 Jg. Heft 14, S. 801-809.

Die Prüfung des Lageberichts hat in Deutschland eine lange Tradition. Gleichwohl ist wenig über die Erfahrungen von Abschlussprüfern mit der Lageberichtsprüfung bekannt. Welchen Stellenwert messen sie der Lageberichtsprüfung bei? Wie beurteilen sie das Prüfungsrisiko? Sind differenzierte Prüfungsurteile für unterschiedliche Berichtsinhalte aus ihrer Sicht sinnvoll? Welche Unterschiede gibt es zwischen Prüfern aus Big4- und anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften? Dieser Beitrag gibt  einen Einblick in diese und andere Fragen zur Prüfung des Lageberichts anhand empirischer Befunde einer Befragung von Wirtschaftsprüfern.

 

Kajüter, P.: Controlling und Lageberichterstattung – Schnittstellen und Wechselbeziehungen, in: Hoffjan, A./Knauer, T./Wömpener, A. (Hrsg.), Controlling. Konzeptionen – Instrumente – Anwendungen, Stuttgart 2017, S. 97-112.

Controlling liefert nicht nur Informationen als Grundlage für Managemententscheidungen, sondern auch zur Erfüllung externer Berichtspflichten. Letzteres hat in den letzten Jahren vor allem bei kapitalmarktorientierten Unternehmen an Bedeutung gewonnen, da die Inhalte der Lageberichterstattung stetig erweitert wurden. Zudem hat sich mit dem Management Approach ein Prinzip durchgesetzt, das eine Zweitverwendung von Unternehmenssteuerung verwendeten Informationen in der externen Rechnungslegung vorsieht. Umgekehrt gehen von den Berichtspflichten auch Rückwirkungen auf das Controlling aus, da sich Informationsbedarfe der Unternehmensleitung verändern. Der Beitrag analysiert diese Schnittstellen und Wechselbeziehungen zwischen Controlling und Lageberichterstattung.

 

Kajüter, P./Nienhaus, M.: The Impact of IFRS 8 Adoption on the Usefulness of Segment Reports, in: Abacus, 53. Jg., Heft 1, 2017, S. 28-58.

We analyze the impact of IFRS 8 on the usefulness of segment reports from an investor's perspective. The analysis comprises three steps. First, we compare the value relevance of segment reports before and after the introduction of IFRS 8. Second, we analyze a treatment group of firms that had to change their segmentation upon IFRS 8 adoption and a control group that was unaffected by its introduction. Third, the requirement to report financial information for the current and previous year under current accounting rules allows us to analyze a unique data set of segment reports for the same company and the same year under two different standards. Our results based on German listed firms show superior value relevance of segment reports according to IFRS 8 compared to IAS 14 in all three steps. Additional analyses suggest that the adoption of IFRS 8 is also related to a decline in information asymmetry. Our findings are robust to a number of alternative specifications.

 

Kajüter, P.: Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz – ein Kompromiss, in: Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung, 12. Jg., Heft 4, 2017, S. 137-138.

Am 10.03.2017 - nachts um 01:00 Uhr - wurde im Deutschen Bundestag das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) mit den Stimmen der Regierungskoalition verabschiedet. Der Deutsche Bundesrat wird dem Gesetz voraussichtlich am 31.03.2017 zustimmen, sodass es dann in Kürze in Kraft treten kann. Somit müssen bestimmte Unternehmen bereits für das Geschäftsjahr 2017 ihren Lage- bzw. Konzernlagebericht um eine sog. nichtfinanzielle Erklärung erweitern und in den Erklärung zur Unternehmensführung zusätzliche Angaben zur Diversität in den Leistungsorganen.

 

Kajüter, P./Brühl, R./Finken, T./Steuernagel, M./Troßbach, S./Vollmer, M.: Konstitutive Entscheidungen zur Vorbereitung der SSC-Implementierung, in: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Sonderheft 70/2017, S. 25-59.

Der Aufbau von SSC ist mit einer Reihe konstitutiver Entscheidungen verbunden. Hierzu gehören vor allem die Wahl des Standortes, der Rechtsform, der Organisation sowie der Governance. Mit diesen Entscheidungen werden der Rahmen für zahlreiche Folgeentscheidungen (zum Beispiel Einstellung von Personal) festgelegt und die Weichen für den späteren Betrieb von SSC gestellt. Sie sollten daher sorgfältig vorbereitet werden, da sie grundlegend für die Erreichung der mit dem SSC verbundenen Ziele und oftmals nur schwer revidierbar sind. Nachfolgend werden diese Ent scheidungskomplexe näher betrachtet.

 

Kajüter, P./Brühl, R./Fischer, T.M./Hirsch, S./Dornbusch, D./Hoffmann, J./Vollmer, M .:  Shared Services – Relevanz, Ziele und Entwicklungsstand, in: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Sonderheft 70/2017, S. 3-23

Shared Service Center werden in Unternehmen implementiert, um Unterstützungsprozesse, wie Buchhaltung, Personalverwaltung oder IT, in einer selbstständigen Organisationseinheit zu zentralisieren. Wesentliche Ziele der Konzentration dieser Prozesse im Shared Service Center sind Kostenreduktion und Qualitätssteigerung. Somit werden durch die Bündelung und Zentralisierung unterschiedliche Dienstleistungen zur Kernkompetenz der Shared Service Center.

 

Kajüter, P.: Nichtfinanzielle Berichterstattung nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, in: Der Betrieb, 28. Jg. Heft 12, 2017, S. 617-624

Mit dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz kommen auf bestimmte große Unternehmen von öffentlichem Interesse bereits für 2017 neue Berichtspflichten im Bereich der Nachhaltigkeit zu. Trotz kontroverser Diskussionen und Forderungen nach weitergehenden Regelungen hat der Gesetzgeber die CSR-Richtlinie (2014/95/EU) grds. 1:1 umgesetzt und gewährt den betroffenen Unternehmen größtmögliche Flexibilität bei der Ausgestaltung der nichtfinanziellen Berichterstattung.

 

 

2016

Kajüter, P. : Die nichtfinanzielle Erklärung nach dem Regierungsentwurf zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz , in: Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung (IRZ), 11. Jg., Heft 12, 2016, S. 507-513.

Mit der nichtfinanziellen Erklärung wird die Nachhaltigkeitsberichterstattung ab 2017 für bestimmte große Unternehmen von öffentlichem Interesse verpflichtend. Trotz kontroversen Diskussionen und Forderungen nach weitergehenden Regelungen plant der Gesetzgeber grundsätzlich eine 1:1-Umsetzung der CSR-Richtlinie. Der Beitrag stellt den Regierungsentwurf zum CSR-RUG vor und zeigt Implikationen für Unternehmen, Abschlussprüfer und Aufsichtsräte auf.

 

Mohrmann, U./Muhn, M./Nienhaus, M./Riepe, J.: Believe me, it will be enough - Governmental guarantees and banks risk taking in the fair value portfolio, in SUERF/Deutsche Bundesbank/IMFS: SSM at 1, Eds: J. Ulbrich, C.-C. Hedrich and M. Balling, S. 113 - 119.

On the 26th of July 2012, Mario Draghi, the president of the European Central Bank (ECB), announced the ECB’s willingness to engage in a large scale capital market intervention to foster the liquidity flow within the currency union, reduce the sovereign bond spreads of the most affected Euro countries, and preserve the Euro as a currency. On the following day, sovereign debt spreads in countries like Spain and Italy decreased by 1/3 (Heinz and Sun, 2014). This reestablished confidence in the financial health and power of those countries’ domestic institutions. Although the intervention mainly tackled the sovereign debt markets, it had farreaching consequences for the banking industry. Because the value of any guarantee always depends on the financial health of the guarantor (Martinez-Peria and Schmukler, 2001), Draghi’s reassurance simultaneously represents one of the largest shocks to explicit as well as implicit governmental guarantees for the banking sector, with a distinct impact in crisis-prone countries.
 

Kajüter, P./Meinhövel, M. (2016): Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 – Anwendung bei Fluggesellschaften am Beispiel eines Airbus A380, in: Zeitschrift für internationale und kapitalmarktorientierte Rechnungslegung, 17. Jg., Heft 9, 2016, S. 426-435.

Am 13.01.2016 hat der IASB nach mehr als zehnjähriger intensiver Diskussion mit IFRS 16 „Leases“ einen neuen Standard zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen veröffentlicht. Während die Regelungen zur Abbildung von Leasingverhältnissen beim Leasinggeber weitgehend unverändert aus dem aktuellen Standard IAS 17 übernommen wurden, schafft IFRS 16 die Differenzierung zwischen Operating-Leasing und Finanzierungsleasing beim Leasingnehmer ab und verlangt den Ansatz grundsätzlich aller Leasingverhältnisse in Form sog. Nutzungsrechte und korrespondierender Leasingverbindlichkeiten. Die bei Leasingnehmern so beliebte Abbildung von Leasingverhältnissen „off balance“ wird daher künftig nicht mehr möglich sein und in einigen Branchen, wie z.B. bei Fluggesellschaften, zu erheblichen Veränderungen der Bilanzstrukturen führen.

 

Nienhaus, M./Lin, Y.-T. (2016): The Non-Diversifiable Risk of Financial Reporting System: Evidence from the German Market, in: Advances in Accounting, Vol. 31, No. 2, 2016, pp. 197-208.

Zhang (2013) proposes a theoretical model to argue that financial reporting system is a non-diversifiable risk for investors. However, there is little empirical evidence to support this argument. We use German data to empirically test the validity of Zhang's (2013) argument. Our results show that investors would require systematic premiums on the non-diversifiable risks related to financial reporting systems, and the findings are consistent with the argument of Zhang (2013). Furthermore, this study compares International Financial Reporting Standards (IFRS), German Generally Accepted Accounting Principles (German GAAP), and U.S. Generally Accepted Accounting Principles (U.S. GAAP) from the perspective of systematic risk. Our results show that firms that switched their accounting systems from German GAAP or U.S. GAAP to IFRS experience significant declines in the premiums on non-diversifiable accounting risk and costs of capital after adopting IFRS. The findings suggest that the systematic risk of IFRS is perceived to be lower than the systematic risks of German GAAP and U.S. GAAP. Moreover, we also find that firms with high accounting sensitivities before adopting IFRS have benefited more from adopting IFRS in the form of reduced premiums on systematic accounting risk and cost of capital than firms that had low accounting sensitivities before adopting IFRS.

 

Kajüter P./Nienhaus M./Klassmann F. (2016): Do Reviews by External Auditors Improve the Information Content of Interim Financial Statements?, in: The International Journal of Accounting, Vol. 51, No. 1, 2016, pp. 23-50.

In the last decades, regulators around the world have increasingly mandated stricter assurance requirements for interim reporting. In several countries, firms must have their interim financial statements reviewed by an external auditor. However, there is little evidence to indicate whether auditor assurance is desirable for interim financial statements. We address this gap and analyze whether investors care about a review of interim financial statements. By exploiting a setting in which firms can voluntarily decide to buy a review, we find that the publication of reviewed interim financial statements causes more abnormal return volatility as well as abnormal trading volume than the publication of unreviewed interim financial statements. Additional analyses reveal that the increase in information content is largely driven by a signaling effect of the review rather than by an increase in earnings quality. The findings inform the current political debate of mandating reviews for interim financial statements in several jurisdictions.

 

Kajüter P. (2016): Neuerungen in der Lageberichterstattung nach dem Referentenentwurf des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes, in: Zeitschrift für kapitalmarktorientierte Rechnungslegung, 5. Jg., Heft 05, 2016, S. 230-238.

Durch die Umsetzung der CSR-Richtlinie kommen auf bestimmte große Unternehmen von öffentlichem Interesse neue Berichtspflichten im Bereich der Nachhaltigkeit zu. Zudem soll die Erklärung zur Unternehmensführung um Angaben zur Diversitätspolitik und der Lagebericht um Angaben zum Vorjahr erweitert werden. Der vorliegende Beitrag stellt die geplanten Gesetzesänderungen vor, zeigt offene Fragen auf und diskutiert Implikationen für Unternehmen und Abschlussprüfer. Im Mittelpunkt steht dabei die neue nichtfinanzielle Erklärung, die einen eigenen Abschnitt im Lagebericht bildet und durch einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht ersetzt werden kann.