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Markus Dertwinkel-Kalt

Neue Veröffentlichung: Kognitive Verzerrungen als Digitales Geschäftsmodell

In der Juli-Ausgabe 2026 des Wirtschaftsdienst ist der Beitrag „Kognitive Verzerrungen als Geschäftsmodell? Herausforderungen für die Regulierung“ von Markus Dertwinkel-Kalt und Hans-Theo Normann erschienen. Darin untersuchen die Autoren, wie die Geschäftsmodelle vieler führender digitaler Plattformen kognitive Verzerrungen und typische Verhaltensmuster der Nutzerinnen und Nutzer systematisch ausnutzen.

Im Mittelpunkt stehen zwei besonders relevante Beispiele: „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) und Lootboxen in Videospielen. Auf Grundlage aktueller empirischer Erkenntnisse zeigen die Autoren, wie entsprechende Geschäftsmodelle die Zahlungsbereitschaft erhöhen können, ohne zugleich die Produktqualität zu verbessern. Sie diskutieren die daraus entstehenden Herausforderungen für Verbraucherschutz und Wettbewerbspolitik und argumentieren, dass der geplante europäische Digital Fairness Act einen regulatorischen Wandel markieren könnte: weg von reinen Transparenzanforderungen und hin zu einer stärkeren Begrenzung manipulativer Entscheidungsarchitekturen in digitalen Umgebungen.