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Antriebswende und Straßenverkehrsabgaben: Prognosen und Strategien

Batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) ersetzen zunehmend Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICEV) – doch was bedeutet das für die öffentlichen Einnahmen?

In ihrem neuen Artikel „Antriebswende und Straßenverkehrsabgaben: Prognosen und Strategien" untersuchen Maria Kennel, Gernot Sieg und Berthold Wigger die Auswirkungen der Antriebswende auf die öffentlichen Einnahmen aus dem motorisierten Individualverkehr in Deutschland, derzeit rund 51,2 Milliarden Euro jährlich. Die Energiesteuer als größte Einnahmekomponente entfällt bei BEV, daher werden die Einnahmen mit zunehmender Flottenelektrifizierung deutlich zurückgehen und sich ohne politisches Gegensteuern bis 2050 gegenüber dem Basisjahr 2024 voraussichtlich halbieren.
Mit Hilfe eines dynamischen Simulationsmodells werden fünf Politikinstrumente (Fahrstromsteuer, Pkw-Maut, Vignette, Kfz-Steuererhöhung und Energiesteuererhöhung) zum Ausgleich der entstehenden Einnahmelücke verglichen. Für jedes Instrument ermitteln sie die erforderliche Abgabenhöhe und bewerten hinsichtlich Effizienz, Verteilungswirkungen, Planbarkeit, Finanzierung und Transformation.
Die Maut schneidet bei der Effizienz am besten ab. Die Fahrstromsteuer ist am wenigsten regressiv. Nur die Energiesteuererhöhung beschleunigt die Transformation, kann das Einnahmenziel jedoch über 2040 hinaus nicht aufrechterhalten.

Der Artikel ist veröffentlicht im Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft (ORDO). Link zum Artikel 
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