Diskussionspapier des Instituts für Organisationsökonomik 9/2026
Star Spillovers in Cheerleading
National Team Athletes at the Intersection of Elite and Grassroots Sports
Rebecca Staubach
September 2026
Zusammenfassung
Star-Ausstrahlungseffekte im Cheerleading
Athletinnen im Nationalteam an der Schnittstelle zwischen Spitzen- und Breitensport
Diese Studie untersucht, ob die Teilnahme an einem Elite-Nationalmannschaftsprogramm Leistungsübertragungen auf die Heimatvereine der Athletinnen im Breitensport bewirkt. Konkret wird untersucht, ob Vereine mit mindestens einer Athletin der deutschen Nationalmannschaft bessere Leistungen erzielen und ob solche Effekte mit der Anzahl der Eliteathletinnen zunehmen. Auf der Grundlage eines neuartigen Längsschnittdatensatzes aus dem deutschen Wett kampf-Cheerleading werden die Leistung der Heimatmannschaften im Breitensport anhand von Wettkampfwertungen analysiert sowie die Wahrscheinlichkeit, den ersten Platz zu erreichen. Zusätzliche Spezifikationen untersuchen nichtlineare Effekte und potentielle Unterschiede vor der Aufnahme in die Nationalmannschaft. Teams mit mindestens einer „Team Germany“-Athletin erzielen durchweg höhere Wettkampfwertungen, während der Zusammenhang mit ersten Plätzen positiv, doch weniger robust ist. Zusätzliche Spitzensportlerinnen führen nicht zu proportionalen Leistungssteigerungen; die nichtlineare Spezifikation deutet stattdessen auf abnehmende Grenzerträge hin. Die Ergebnisse legen nahe, dass Spitzensportlerinnen durch Human kapital, Peer-Effekte und Leistungsstandards positive Ausstrahlungseffekte über das Umfeld ihrer Nationalmannschaft hinaus erzeugen können. Für das Sportmanagement könnte die Pflege der Verbindungen zwischen Spitzensportlerinnen und ihren Heimatvereinen daher dazu beitragen, dass Investitionen in die Spitzenförderung einen breiteren Nutzen für den Breitensport generieren.