Das Gewinnparadox in der Unternehmensethik: Eine spieltheoretische Analyse

Drummond-Nauck Janaina


Abstract
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem philosophischen Konzept des Gewinnparadoxes nach Bowie, welches besagt, dass lediglich auf Gewinn fokussierte Unternehmen langfristig nicht erfolgreich sind. Auf eine theoretische Erläuterung des Konzepts folgt eine spieltheoretische Modellierung des Gewinnparadoxes. Das Gewinnparadox entspricht der Situation eines kooperativen Gleichgewichtes im Gefangenendilemma. In verschiedenen Variationen des Gefangenendilemmas wird das Gewinnparadox dargestellt. So wird nach dem klassischen 2-Personen- Gefangenendilemma der N-Personen-Fall betrachtet, in dem eine kooperierende Koalition ein solches, kooperatives Gleichgewicht auslösen kann. Anschließend wird ein Moralitätskoeffizient eingeführt, der kooperative Gleichgewichte genau dann ermöglicht, wenn die Spieler ausreichend moralisch sind. Abschließend werden wiederholbare Spiele betrachtet, in denen ein kooperatives Gleichgewicht möglich ist, da die Spieler sich eine Reputation aufbauen können. Die Vielzahl von Modellierungsmöglichkeiten zeigt auf, dass das Gewinnparadox auch theoretisch fundiert werden kann.

Keywords
Spieltheorie, Kooperation, Dilemma, Moralität, Unternehmensethik



Publication type
Article in Journal

Peer reviewed
Yes

Publication status
Published

Year
2016

Journal
Zeitschrift für Marktwirtschaft und Ethik

Volume
4

Issue
1

Start page
43

End page
60

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