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Im Rahmen der Harmonisierung des internationalen Wettbewerbsrechts wird zwischen bilateralen Abkommen der ersten und zweiten Generation unterschieden. Sie verfolgen das Ziel die Transaktionskosten von Wettbewerbsbehörden und Unternehmen aufgrund von mehrfachen Prüfverfahren zu reduzieren. Unter bilateralen Abkommen der ersten Generationen werden die Notifizierung, die Konsultation und das Konzept des Negative Comity zusammengefasst, während bilaterale Abkommen der zweiten Generation zusätzlich das Positive Comity Konzept beinhalten. Die unterste Stufe der Zusammenarbeit stellt die Notifizierung dar. Hierbei benachrichtigt eine Wettbewerbsbehörde alle ihrer Ansicht nach potentiell betroffenen Wettbewerbsbehörden darüber, dass ein Prüfverfahren gegen eine wettbewerbsschädliche Unternehmenspraxis eingeleitet wurde. Die Konsultation geht einen Schritt weiter. So tauschen sich hierbei die betroffenen Wettbewerbsbehörden im Vorfeld oder im Rahmen der Untersuchung aktiv über den betrachteten Fall aus. Das Negative Comity Konzept beinhaltet, dass eine nationale Behörde sich dazu bereit erklärt Interessen anderer Nationen bei der Durchsetzung des eigenen Rechts zu berücksichtigen. Das Konzept enthält somit eine freiwillige Selbstbeschränkung von Wettbewerbsbehörden. Das Konzept der Positive Comity sieht darüber hinaus vor, dass eine Wettbewerbsbehörde trotz Prüfungsanspruchs aufgrund von Wettbewerbsbeschränkungen im Inland auf diesen verzichtet und stattdessen ein Prüfverfahren im Ursprungsland eingeleitet wird. Bei konsequenter Anwendung können hierdurch erhebliche Einsparungen auf Seiten der Wettbewerbsbehörden und der Unternehmen realisiert werden

Literaturhinweis: Aigner, G. / Budzinski, O. (2005): Institutionelle Rahmenbedingungen für internationale M&A-Transaktionen. Arbeitspapiere des Institut für Genossenschaftswesen, Nr. 49, S. 12.


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