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Das Stakeholder-Konzept beschreibt die reziproke Abhängigkeit zwischen Unternehmen und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Solche Gruppen sind Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Eigen- und Fremdkapitalgeber, aber auch der Staat, die Öffentlichkeit oder die Konkurrenz. Bei der Verfolgung unternehmerischer Ziele müssen die Ansprüche dieser am Unternehmen interessierten Gruppen berücksichtigt werden. Das Interesse der Gruppen besteht aufgrund materieller oder immaterieller Ansprüche am Unternehmen. Das Handeln des Unternehmens verspricht für diese Gruppen aus eigennützigen Motiven Nutzengewinne.

Der Anspruch der verschiedenen Gruppen beruht auf der Bereitstellung von Ressourcen, bspw. Kapitalressourcen (Finanzkraft, Humankapital etc.), Vertrauensressourcen (etwa die gesellschaftliche Akzeptanz oder das Arbeitsklima) und Informations- und Know How-Ressourcen (Nachfragewünsche, Rechtssicherheit usw.). Kritische Stakeholder stellen dabei Ressourcen zur Verfügung, die nur mit hohen Kosten bzw. gar nicht substituiert werden können.

Die strategische Aufgabe des Managements besteht in einer effizienten Verteilung der erwirtschafteten Wertschöpfung auf die verschiedenen, vor allem kritischen Stakeholder, so dass deren Ressourcenlieferung auf möglichst wirtschaftliche Art und Weise sichergestellt wird.

Besteht eine Kooperationsbeziehung zwischen zwei Unternehmen, sind diese gegenseitig am Fortbestand der Kooperation und somit am anderen Unternehmen interessiert. Sie sind Stakeholder des jeweils anderen Unternehmens. Dieses Interesse ist umso stärker, je wichtiger und unersetzbarer die komplementären Ressourcen des beteiligten Unternehmens sind. Da Kooperationen ex definitione freiwilliger Natur sind, wird eine solche Beziehung nur fortgesetzt, wenn die Verteilung des Kooperationsgewinnes angemessen ist. Eine anhaltende Ressourcenversorgung, z.B. mit ergänzendem Wissen in F&E-Kooperationen, kann somit sichergestellt werden.


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