A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z
HomePage Reload page Edit Versions

Das bewusste Nichtabrufen des eigenen Leistungspotentials eines Wirtschaftssubjektes unter Ausnutzung des Potentials anderer Subjekte wird mit Shirking bzw. Drückebergerei bezeichnet.

Dieser negative externe Effekt tritt häufig in Verbindung mit untrennbaren Produktionsprozessen (Teamproduktion) auf. Ist die individuelle Leistung des Wirtschaftssubjektes messbar, das heißt dem Einzelnen zurechenbar, tritt Shirking aufgrund vollkommener Kontrolle (welche nur in der Theorie denkbar ist) über die Wirtschaftssubjekte nicht auf. Dies führt zu Effizienz. Durch die unvollkommene Kontrolle in einem Team (in der Praxis [Realität]), wird dem Einzelnen ein Anreiz gegeben, sein individuelles Potential nicht gänzlich auszuschöpfen, sondern sich die Arbeit durch Shirking zu erleichtern. Der negative Effekt, welcher vom einzelnen Drückeberger erzeugt wird, verteilt sich auf alle Gruppenmitglieder und wirkt sich damit negativ auf den Output der gesamten Gruppe aus. Es tritt eine kollektive Selbstschädigung ein. (Als Beispiel kann das zwei Personen Spiel des Gefangenendilemmas herangezogen werden.)

Einen Lösungsansatz dieses Problems bieten Alchian und Demsetz. Um Shirking einzuschränken oder zu vermeiden, wird ein Inspektor eingesetzt. Dieser hat die Aufgabe, die Arbeit des Teams zu überwachen. Dafür müssen dem Inspektor entsprechende Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, die es ihm erlauben, die Anreizstrukturen der einzelnen Teammitglieder effektiv zu beeinflussen. Da die Gefahr besteht, dass der Inspektor selbst dem Shirking unterlegen ist, sollte neben seinen festen Grundbezügen ein weiterer Teil seines Gehalts an das Residualeinkommen des Teams bzw. der Unternehmung geknüpft sein, um so Shirking vorzubeugen


A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z
HomePage Reload page Edit Versions

Impressum | © 2013 IfG Münster
IfG Münster
Am Stadtgraben 9 · 48143 Münster
(0251) 83-2 28 90 (Telefon) · (0251) 83-2 28 04 (Fax)