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Ein Public Private Partnership bezeichnet eine institutionalisierte Form der Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und privaten Unternehmen. PPPs können anhand folgender Aspekte differenziert werden:

  • der Zusammensetzung der Beteiligten;
  • der möglichen Arbeitsfelder, d.h. des eigentlichen Gegenstandsbereichs von PPP;
  • der Dimension einer PPP
  • sowie des Formalisierungsgrades der Kooperation, d.h. der möglichen Organisationsform der Zusammenarbeit.
    Die ersten PPP-Projekte wurden in der Stadtsanierung und -erneuerung in vielen nordamerikanischen Städten realisiert. Nach positiven Erfahrungen mit dieser Kooperationsform wurde ihr Spektrum erweitert. Inzwischen gewinnen PPPs auch auf EU-Ebene und in der Entwicklungszusammenarbeit an Bedeutung.

    Die Abwägung von Chancen bzw. Erfolgspotenzialen und Risiken einer PPP bildet die Grundlage für das strategische Entscheidungskalkül, anhand dessen die Beteiligten eine Entscheidung für oder gegen ein PPP treffen. Die Chancen eines PPP liegen beispielsweise in Synergie-Effekten? und gegenseitigem Lernen. Die Partner profitieren vom Zugang zu den spezifischen Ressourcen des jeweiligen Partners. So bringen die öffentlichen Unternehmen u.a. Eigentumsrechte? an Immobilien, Planungskompetenzen und Zugriffsmöglichkeiten auf öffentliche Fördermittel ein und erhalten im Gegenzug das Managementwissen, die Marktkenntnisse und die unternehmerische Kompetenz ihres Partners. Zudem eröffnen sich die Partner den Zutritt zu neuen Märkten. Private Unternehmen können so auf bislang öffentlichen Märkten? agieren, während öffentliche Unternehmen den Zugang z.B. zu Finanz- und Kapitalmärkten erlangen. Neben der Verbesserung der Gewinnaussichten und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der privaten Unternehmen können die Informationen der öffentlichen Hand zur Risikostreuung bzw. -minderung beitragen. Ein indirekter Vorteil ergibt sich aus dem Effekt des gegenseitigen Lernens. Die Privaten können ein Verständnis für Handlungserfordernisse im öffentlichen Sektor entwickeln und durch die Übernahme sozialer Verantwortung ein gutes Image erlangen, das ihnen Wettbewerbsvorteile eröffnen kann. Die öffentliche Verwaltung profitiert von einer derartigen Zusammenarbeit, indem sie sich das Handeln nach den Kriterien der Effizienz und Effektivität zu eigen macht. Die Risiken im Rahmen eines PPP liegen insbesondere in der beiderseitigen asymmetrischen Informationsverteilung. Dies kann zu den negativen Folgen der hidden characteristics (adverse selection-Risiko), hidden action und information? (moral hazard-Risiko) und hidden intention (hold-up-Risiko) führen.


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