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Ein Forschungszweig der Neuen Institutionenökonomik ist neben der Transaktionskostentheorie, der Prinzipal-Agent-Theorie und der Public-Choice-Theorie?, die Theorie der Property-Rights (Theorie der Verfügungsrechte). Ziel der Theorie ist eine mikroökonomische Erforschung der Struktur der Verfügungsrechte an Gütern durch Personen. Dabei wird die Art der Verfügungsrechte über ein Gut in fünf Einzelrechte unterteilt: die Nutzung des Gutes (usus),

  • das Recht der Veränderung des Gutes, in Form und Substanz (abusus),
  • das Recht, die entstehenden Gewinne einzubehalten bzw. die Verluste zu tragen (usus fructus),
  • das Recht, das Gut zu veräußern und den Liquidationserlös zu vereinnahmen
  • und das Recht andere von der Nutzung auszuschließen.
    Die Verfügungsrechte an einem Gut können geteilt mehreren Personen oder ungeteilt einer Person zustehen. Man spricht dann von verdünnten oder konzentrierten Verfügungsrechten. Die Property-Rights-Theorie basiert auf den Annahmen der neoklassischen Theorie, realisiert jedoch die Existenz von Transaktionskosten und legt die Verhaltensannahmen der begrenzte Rationalität und des Opportunismus zugrunde.

    Die der Property-Rights-Theorie zugrunde gelegten Umweltbedingungen sind ähnlich denen der Transaktionsdimensionen. Jedoch werden hier drei, das Dimensionsspektrum der Transaktionskostentheorie erweiternde, Situationen unterschieden, welche die Zuordnung konzentrierter Verfügungsrechte aufgrund prohibitiver Transaktionskosten scheitern lassen. Hierbei handelt es sich um:

    1. Untrennbare Produktionsprozesse (Teamproduktion),

    2. Hebeleffekte und

    3. Eigentumssurrogate.

    Dies hat zur Folge, dass sich Property-Rights-Verteilungen nicht ausschließlich anhand des Kriteriums der Wohlfahrtsverluste durch externe Effekte beurteilen lassen. Ein kombiniertes Effizienzkriterium zur Beurteilung des bestmöglichen Internalisierungsgrades zielt daher auf einen optimalen Trade-Off zwischen Transaktionskosten und Wohlfahrtsverlusten aufgrund externer Effekte ab.


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