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Eine Projektkooperation verkörpert die gemeinsame Durchführung eines spezifizierten Projektes. Ein Projekt ist eine zeitlich begrenzte, komplexe und risikobehaftete Aufgabe, die eine Neu- oder Umgestaltung eines Systems (z.B. einer Abteilung, eines Prozesses, einer Unternehmung) zum Ziel hat. Wichtige Merkmale sind u.a.:

  • der einmalige und von Projekt zu Projekt unterschiedliche Ablauf;
  • ein klar definiertes Projektziel;
  • ein Abschlusstermin, zu dem das Projekt beendet sein muss sowie
  • die deutliche Abgrenzung des Projektprozesses vom Tagesgeschehen.
    Das Projekt bedarf der Planung, Steuerung und Kontrolle durch die Koordination von Führungstätigkeiten. Diese projektorientierte Führung wird unter dem Begriff des Projektmanagements gefasst. Die Bedeutung des Projektmanagements hat aufgrund der sich stark erhöhenden Änderungsgeschwindigkeit von Aufgabenstellungen stetig zugenommen. Obwohl kein Projekt dem anderen gleicht, lassen sich in der Regel folgende Projektphasen festhalten:
  • In der Planungsphase wird die Projektidee anhand geeigneter Parameter auf ihre wirtschaftliche und technische Durchführbarkeit geprüft. An erfolgsversprechende Vorstudien (pre-feasibility-studies) schließt sich die eigentliche Studie (feasibility study) an, die i.d.R. eine detaillierte Darstellung des Vorhabens enthält. Verspricht auch diese Studie einen erfolgreichen Projektverlauf, so legen die Projektinitiatoren mit den Projektbeteiligten ihr gemeinsames Vorgehen fest. In einer Grobplanung werden die einzelnen Projektschritte, inklusive eines strukturierten Zeitplans, abgestimmt. Für die Realisierung der Projektkooperation spielt die Projektfinanzierung eine entscheidende Rolle. Um Fremdkapitalgeber anzuwerben, wird auf der Grundlage der erarbeiteten Projektstruktur ein Informationsmemorandum zusammengestellt, um das Vorhaben geeigneten Investoren vorzustellen.
  • Mit der Erstellungsphase beginnt die Realisierung des Projekts. Sie lässt sich in die Abschnitte: Engineering/Konstruktion, Fertigung und Beschaffung, Transport, Bauarbeiten sowie Montage unterteilen. Auch die Erstellung und Freigabe eines Prototyps fällt in diese Phase.
  • Die Anlaufphase hat den Testbetrieb der Projektanlage bzw. des -prozesses sowie die Durchführung von Abnahmetests zum Inhalt.
  • Nach der Abnahme der Anlage folgt die Betriebsphase, in der das neue System genutzt wird. Dies beinhaltet zudem die Systembetreuung, Wartung und Instandhaltung.
  • Gegebenenfalls kommt es zu Phasen weiterer Ausbauschritte, für die im ursprünglichen Vertragswerk keine umfassenden Regelungen getroffen worden sind
    Es gibt verschiedene Gründe für die Beendigung des Projekts:
  • Vertraglich vorgesehene, zwischen den Beteiligten vereinbarte oder - bei internationalen Projekten - durch hoheitlichen staatlichen Eingriff bewirkte Übernahme des Projekts durch einen Projektbeteiligten oder den Projektstaat;
  • Verschleiß der Anlage oder Erschöpfung des vom Projekt erschlossenen Vorkommens;
  • nachhaltig mangelnde Gewinnaussichten;
  • Auslauf der Konzession.
    Aufgrund der möglicherweise erheblichen gebunden Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten ist es sinnvoll, grundsätzliche Regelungen für die unterschiedlichen Fälle der Beendigung des Projekts festzulegen.



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