A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z
HomePage Reload page Edit Versions

Das ökonomische Modell unterstellt den Akteuren eigennutzmaximierendes Verhalten. Es kann in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten, wobei Opportunismus die stärkste Form umschreibt. Darunter ist die Verfolgung des Eigeninteresses unter Zuhilfenahme von Arglist zu verstehen, was die bewusste Schädigung eines anderen durch Lüge und Betrug einschließt. Problematisch wird diese Verhaltensannahme beim Zusammentreffen mit begrenzte Rationalität und Faktorspezifität. In dieser Konstellation ist einerseits das Wohlverhalten des Partners nicht gewährleistet, während es andererseits aufgrund spezifischer Investitionen ein Interesse am Fortbestand der Transaktionsbeziehung gibt und Absicherungen gegen alle potentiell möglichen Eventualitäten unmöglich sind. Solche Transaktionen müssen deshalb über geeignete Koordinationsstrukturen abgewickelt werden, von denen die Kooperation eine darstellt. Allerdings ist Opportunismus weiterhin latent auch innerhalb von Unternehmenskooperation und anderen institutionellen Arrangements vorhanden. Bei nicht ausreichendem rechtlichen Schutz und asymmetrischen, transaktionsspezifischen Abhängigkeiten ist dann mit Illoyalität zu rechnen. In einem solchen Fall sollte versucht werden, mit spezifischen Investitionen einen Ausgleich der Quasirenten beider Kooperationspartner herbeizuführen und damit die Kooperationsbeziehung gegen Vertragsbruch zu immunisieren (credible commitments).



A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z
HomePage Reload page Edit Versions

Impressum | © 2013 IfG Münster
IfG Münster
Am Stadtgraben 9 · 48143 Münster
(0251) 83-2 28 90 (Telefon) · (0251) 83-2 28 04 (Fax)