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Offshoring bezeichnet das Outsourcing von Dienstleistungen ins Ausland. Dabei lassen sich zwei verschiedenen Arten des Offshorings unterscheiden:

  • zum einen das projektbezogene Offshoring, bei dem Projektteile outgesourct werden,
  • zum anderen das Offshore Outsourcing (permanentes Offshoring) von Geschäfts- prozessen oder Teilaufgaben innerhalb von Geschäftsprozessen ins Ausland. Projektbezogenes Offshoring Projektbezogenes Offshoring ist insbesondere bei IT-Projekten verbreitet. Die Nutzung von IT ist u.a. auch beim Post-Merger-Management von großer Bedeutung, insbesondere wenn das Post-Merger-Management durch Projektorganisation strukturiert und realisiert wird. Daher kann auch hierbei projektbezogenes Offshoring viele Vorteile haben und zu Kostenreduktion führen. Welche Projekte besser oder weniger gut für Offshoring geeignet sind, hängt im Wesentlichen von bestimmten Rahmenbedingungen ab. Offshore-Outsourcing (permanentes Offshoring): Auch beim Offshore-Outsourcing lassen sich Anhaltspunkte finden, nach denen das Outsourcing bestimmter Geschäftsprozesse oder Teile derselben einen potentiellen Nutzen erbringen oder eher nicht. Das Offshore-Outsourcing von Geschäftsprozessen eignet sich besonders gut für interne Aufgaben wie z.B. Verbrauchsabrechnungen, IT-Services, Call Center Aufgaben, Gehaltsabrechnung oder Aufgaben im Rechnungswesen. Im Gegensatz dazu eignen sich Aufgaben weniger gut, welche die Präsenz beim Kunden vor Ort erfordern, wie z.B. Produktentwicklung und Marketing. Wesentliche Gründe/Motive für Offshoring:
  • Kostensenkungspotentiale durch niedrige Lohnkosten im Ausland,
  • Verfügbarkeit leistungsfähiger IuK-Technik,
  • Steigerung des Time-to-Market, d.h. die Geschwindigkeit der Umsetzung steigt, Ferner ist durch das Vorhandensein qualifizierter Arbeitskräfte sowie weitergehendes Qualitätsmanagement der Offshore-Anbieter meist eine hohe Qualität selbiger vorhanden. Probleme und Risiken: Neben der potentiellen Einsparung von Kosten bei einer möglichen Steigerung der Leistungsqualität sind jedoch auch die erheblichen operativen und strategische Risiken des Offshorings zu berücksichtigen. Folgende potentielle Konfliktfelder und Probleme sind zu beachten:
  • erschwerte persönliche Kommunikation durch die weite Entfernung (z.B. Zeitverschiebungen) und kulturelle Unterschiede,
  • vertragsrechtliche Probleme,
  • Wechselkursänderungen,
  • die Konsequenzen im eigenen Unternehmen durch eventuelle Umstrukturierung und möglichen Stellenabbau (schlechteres Betriebsklima, etc.). Lösungsansätze für Offshoring-Probleme: Unternehmen, die Offshoring betreiben, haben dazu verschiedene Lösungsansätze entwickelt. So wird z. B. ein Teil der Arbeitskräfte zunächst im Heimatland angelernt. Auf diese Art wird ein direkter Kontakt von Beginn an gewährleistet und Probleme können früh erkannt werden. Diese Vorgehensweise ist jedoch insbesondere in der Anfangsphase sehr kostenintensiv. Eine Möglichkeit aufkommende Kommunikationsprobleme zu mindern besteht darin, eine Tochterfirma direkt im Aus- bzw. Zielland zu gründen. Ein Partner im jeweiligen Aus- bzw. Zielland wird zu einem geringen Teil an der Tochterfirma beteiligt, verfügt jedoch über die nötigen nationalen Kenntnisse. Auch bei dieser Methode ist der Grad der Kosteneinsparung jedoch ex-ante nicht vollständig planbar.


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