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Grundlage der neuen politischen Ökonomie bildete die politische Ökonomie. Diese untersuchte welche Instrumente zum Erreichen welcher Ziele unter bestimmten Rahmenbedingungen zweckmäßig eingesetzt werden können. Daraus entwickelte sich die neue politische Ökonomie. Sie untersucht unter welchen Bedingungen die unterschiedlichen Instrumente Eingang in den politischen Entscheidungsprozess (Politikinhalte) finden. Weiterführend werden die Prozesse der politischen Willensbildung in Abhängigkeit von den Politikinhalten untersucht.

Ziel der neuen politischen Ökonomie ist es, Anreize und Motive, die zur Durchsetzung wirtschaftspolitische Maßnahmen führen, zu erklären. Es ist nicht Ziel, den dazu optimalen Lösungsweg zu benennen. Das ökonomische Paradigma des individuellen Rationalverhaltens (Eigennutzenaxiom) wird auf die politischen Akteure angewandt und bildet die Grundannahme der neuen politischen Ökonomie.

Handlungsträger stellen Politiker (Parteien) und Bürokraten dar. Bürokraten versuchen ihr Budget zu maximieren um die eigene Karriere zu fördern, zugestandene Kompetenzen zu erhalten oder auszubauen und folglich den Fortbestand ihrer Behörde sicher zustellen. Politiker sind der Förderung des Gemeinwohls verpflichtet, aber verfolgen simultan ihre eigenen Interessen (Prestige, Macht, Wiederwahl …). Die individuellen Interessen der Politiker können allerdings nur begrenzt durchgesetzt werden, weil diese durch die Gemeinschaft der Wähler, soweit es ihnen möglich ist (Informationsasymmetrie), kontrolliert werden. Die Wähler entscheiden mit ihrer Stimmabgabe darüber, welcher Politiker oder welche Partei politischen Einfluss erhält.

Die in der neuen politischen Ökonomie analysierten Zusammenhänge haben konkreten Einfluss auf verschiedene Politikfelder: der Wettbewerbspolitik, der Höchst- und Mindestpreispolitik, der Staatsfinanzen und Sozialversicherungen und der staatlichen Konjunktursteuerung.


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