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Die Neoklassik erklärt wirtschaftliches Handeln unter der Annahme vollkommener Information. Unter dieser Bedingung ist der Markt das effiziente Tausch- und Organisationsinstrument im Rahmen der volkswirtschaftlichen Arbeitsteilung.

Aufbauend auf der Neoklassischen Theorie erkennt die Neue Institutionenökonomik die grundlegenden Prämissen des methodologischen Individualismus und des rationalen Handelns an. Die Neue Institutionenökonomik abstrahiert jedoch von der Annahme der vollkommenen Information, indem sie ökonomische Zusammenhänge anhand der realistischeren Annahmen unvollkommenen und veränderbaren Wissens und unvollständiger Voraussicht erklärt. Den betrachteten Akteuren wird insofern nur eine begrenzte Rationalität und eine Neigung zu opportunistischem Verhalten unterstellt. Aus diesen Verhaltensannahmen resultieren Motivations- und Koordinationsprobleme. Diese Probleme gilt es durch die Schaffung von Institutionen, bspw. eine Unternehmung, zu bewältigen.

Während die Neoklassik Institutionen als gegeben und unveränderlich ansieht, beschäftigt sich die Neue Institutionenökonomik mit der Entstehung sowie der Funktion und dem Wandel von Institutionen. Die Forschungszweige der NIÖ setzen sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Institutionen auseinander und lassen sich anhand der Art der untersuchten Institutionen unterschieden:

  • Institutionen der Wirtschaft: Die Principal-Agent-Theorie analysiert, wie sich Anreizstrukturen innerhalb von Organisationen auf Entscheidungsträger auswirken, und versucht Gestaltungsempfehlungen zur Verhinderung des opportunistischen Missbrauchs von Informationsasymmetrien aufzuzeigen. Die Transaktionskostentheorie sucht die effiziente, d.h. die produktions- und transaktionskostenminimale, Organisationsform zur Einbettung von Transaktionen.
  • Institutionen des Rechts: Die Property-Rights-Theorie erklärt, welchen Einfluss die Verteilung von Verfügungsrechte auf das wirtschaftliche Handeln von Individuen hat.
  • Institutionen der Politik: Die Neue Politische Ökonomie (Public-Choice-Theorie) beschäftigt sich mit politischen Entscheidungsprozessen unter Berücksichtigung der Eigennutzenmaximierung aller Beteiligten. Die Verfassungsökonomik analysiert Probleme, die bei der Transformation einer informellen in eine formelle Institutionen auftreten.


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