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Der More Economic Approach bezeichnet einen Ansatz der Wettbewerbspolitik, dessen Inhalt die stärkere Berücksichtigung der ökonomischen Effizienz in der wettbewerbspolitischen Entscheidungspraxis ist. Dies geschieht durch einen verstärkten Rückgriff auf industrieökonomische Modelle und quantitative Untersuchungsmethoden. Nicht nur negative Wohlfahrtseffekte durch die Nutzung wirtschaftlicher Macht werden berücksichtigt, sondern auch die positiven Wohlfahrteffekte einer Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Effizienz. Der More Economic Approach beruht auf dem Williamson trade-off und führt zu einer stärkeren Einzelfallorientierung der Wettbewerbspolitik. Er hat mit der Reform der EU-Wettbewerbspolitik 2004/05 sowohl Eingang in das Kartellrecht also auch in die Fusionskontrolle gefunden.

Literaturhinweise: Christansen, A. (2010): „Der More Economic Approach in der EU-Fusionskontrolle – Entwicklung, konzeptionelle Grundlagen und kritische Analyse“, Frankfurt am Main.

Schmidt, A. / Voigt, S. (2006): „Der More Economic Approach in der Missbrauchsaufsicht: Einige kritische Anmerkungen zu den Vorschlägen der Generaldirektion Wettbewerb“, Diskussionsbeiträge aus dem Volkswirtschaftlichen Seminar der Universität Göttingen, Nr. 129. Williamson, O. (1968): „Economics as an anti-trust defense: The welfare trade-offs”, in: American Economic Review, Vol. 58 (1), S.18–36.



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