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Der Verlauf einer Kooperation kann idealtypisch in fünf Phasen eingeteilt werden.

(1) Initialisierung Während der Phase der Initialisierung erfolgt die strategische Analyse des Kooperationspotenzials. Neben den Chancen und Risiken des relevanten Marktes und des Wettbewerbsumfeldes der Unternehmen werden die Stärken und Schwächen der beteiligten Partner untersucht. Aufbauend auf einer Gap-Analyse werden strategische Potenziale und Lücken identifiziert und strategische Ziele definiert. Für die Umsetzung der definierten Ziele wird anschließend die geeignete Kooperationsform gewählt. Die Kriterien für die zu wählende Ausgestaltung können aus der Neuen Institutionenökonomik, insbesondere dem Transaktionskostenansatz, gewonnen werden. Abschließend wird das Wertsteigerungspotenzial der angestrebten Kooperationslösung beurteilt.

(2) Partnersuche Nach den strategischen Vorüberlegungen der Initialisierungsphase beginnt die Suche nach einem geeigneten Partner, dessen Potenzial das Profil des Unternehmens gut ergänzt und mit dem die definierten strategischen Ziele umgesetzt werden können. Im Rahmen einer sorgfältigen Prüfung, angelehnt an die bei Unternehmenskäufen und -fusionen durchgeführte Due Diligence, werden potentielle Partner durchleuchtet. Ziel ist es festzustellen, ob der Partner strategisch und von seinen kulturellen und organisatorischen Voraussetzungen ausgehend, dem zuvor entwickelten Soll-Profil eines Kooperationspartners entspricht. Ist ein Unternehmen mit den passenden Potenzialen gefunden, wird versucht, dieses in Verhandlungen für eine Kooperation zu gewinnen.

(3) Konfiguration In den Verhandlungen mit dem Kooperationspartner wird die Kooperationsarchitektur ausgearbeitet und der Zweck der Kooperation definiert. Die Kooperationsbereiche und -inhalte werden bestimmt und in der Kooperationsvereinbarung festgehalten.

(4) Management Sind die vertraglichen Vereinbarungen getroffen startet die Kooperation. Wie im Management einer einzelnen Unternehmung können die Phasen Planung, Durchführung, Steuerung und Kontrolle unterschieden werden. Sie haben spezifischen Anforderungen zu genügen.

(5) Rekonfiguration/Beendigung Die Kooperation unterliegt einer regelmäßigen Bewertung durch die Kooperationspartner. Ist die Kooperation auf ein bestimmtes Ziel (Produkt, Projekt etc.) beschränkt, dann wird die Kooperation nach Erreichen dieses Ziels beendet. Kommt einer der Partner im Verlauf der Kooperation bei der Bewertung zu dem Ergebnis, dass das Kooperationsziel verfehlt wird, so kann dies auch eine vorzeitige Beendigung zur Folge haben. Haben alle Partner spezifisch in die Kooperation investiert oder sind komplexe vertragliche Verbindungen geschaffen worden, kann der Prozess der Rekonfiguration oder Beendigung langwierig und schwierig sein.


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