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Kernkompetenzen verkörpern strategisch bedeutende Fähigkeiten eines Unternehmens. Durch die Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen in der Wertschöpfungskette gelingt es Unternehmen, sich von ihren Konkurrenten abzuheben und Wettbewerbsvorteile aufzubauen. Kernkompetenzen weisen Merkmale auf, die ihre Bedeutung für eine Unternehmung verdeutlichen. So leisten Kernkompetenzen zu den vom Kunden wahrgenommen Vorzügen eines Endproduktes einen entscheidenden Beitrag. Sie dürfen von der Konkurrenz nur schwer zu imitieren sein und müssen vom Unternehmen im Vergleich zu seinen Wettbewerbern besser beherrscht werden, um zum langfristigen Überleben am Markt beizutragen. Zudem ermöglicht eine Kernkompetenz den Zugang zu weiteren neuen oder bereits existierenden Märkten, in denen bisher kein Engagement des Unternehmens stattfindet.

Der Aufbau von Kernkompetenzen erfolgt durch kollektive Lernprozesse im Unternehmen, die mit teilweise erheblichen spezifischen Investitionen in Human- und Sachkapital einhergehen. Es bleibt allerdings zu bemerken, dass nicht jede spezifische Investition gleichzeitig strategisch bedeutend ist. Insbesondere durch den Wandel der Rahmenbedingungen kann die strategische Bedeutung einer spezifischen Investition abnehmen, wie z.B. durch technologischen Wandel im Fall von Spezialsoftware. Kernkompetenzen nutzen sich bei Gebrauch zwar nicht wie materielle Güter ab, jedoch müssen sie permanent gepflegt und im Rahmen intensiver Lern- und Experimentierprozesse kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut werden, um an veränderte Umweltbedingungen angepasst zu werden. Die Lernprozesse beschränken sich nicht auf einzelne Ebenen oder Bereiche, sondern müssen alle Mitarbeiter im Unternehmen umfassen, damit bspw. eine hervorragende Forschungsleistung auch in entsprechende Produkte umgesetzt werden kann. Erfolgt keine umsichtige Pflege kann dies zum Verlust der Kernkompetenz führen.

Da nicht immer alle zur Erstellung eines Endproduktes notwendigen Leistungen in den Bereich der Kernkompetenz eines Unternehmens fallen, werden Unternehmen dazu gezwungen diese notwendigen Zusatzleistungen von anderen Unternehmen zu beziehen. Dies geschieht häufig im Rahmen kooperativer Arrangements. In eine Unternehmenskooperation bringen die Partner eigene (Kern-)Kompetenzen ein, um gemeinsam Vorteile am Markt zu erlangen. Dabei ergänzen sich die Partner, indem sie Komplementärkompetenzen, die die Kernleistung des jeweils anderen Unternehmens unterstützen, bereitstellen. Gleichzeitig können im Rahmen von Kooperationen die eigenen Kernkompetenzen durch gewonnene Erfahrungen ergänzt und erweitert werden.


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