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Bei dieser Form asymmetrisch verteilter Informationen entstehen Probleme vor Vertragsabschluss (ex ante). Vertragsbeziehungen sind häufig dadurch gekennzeichnet, dass der Prinzipal (der eine Vertragspartner) vor Vertragsabschluss (ex ante) die Eigenschaften seines potentiellen Agenten (des anderen Vertragspartners) bzw. des Gutes oder Leistung, welches er erwerben will, nicht einschätzen kann. Hierbei handelt es sich um unveränderbare (bzw. nicht mehr kostenlos veränderbare) Eigenschaften eines Transaktionspartners oder der von ihm angebotenen Güter oder Leistungen, die dem anderen Transaktionspartner ex ante (vor Vertragsschluss) verborgen sind, sich aber ex post (nach Vertragsschluss) offenbaren. Der Prinzipal hat naturgemäß ein Interesse an Agenten bzw. Gütern mit sehr guten Eigenschaften. Ist es nicht möglich bzw. zu kostspielig, diese Informationsasymmetrie ex ante zu reduzieren und nutzt der Agent diese Asymmetrie bewusst zu seinen Gunsten aus (Opportunismus), so besteht die Gefahr der adversen Selektion. Das Resultat ist das Risiko der Auswahl ungeeigneter Vertragspartner oder das Entstehen falscher Transaktionskonditionen und daher geringerer als der möglichen Vorteile durch die Transaktion, das Unterbleiben von Transaktionen oder sogar der Zusammenbruch des entsprechenden Marktes. Möglichkeiten die Gefahr der adversen Selektion durch hidden characteristics zu reduzieren, bestehen u.a. in der Senkung der Informationsasymmetrien (bspw. durch Signaling? und Screening), der Vorlage unterschiedlicher Verträge zur Auswahl sowie die Signalisierung von Reputation.

Literaturhinweis:

Akerlof, G. A. (1970), The Market for ´Lemons´: Quality Uncertainty and the Market Mechanism, in: Quarterly Journal of Economics, Vol. 84, Nr. 3, S. 488-500. Göbel, E. (2002): Neue Institutionenökonomik – Konzeptionen und betriebswirtschaftliche Anwendungen, Verlag UTB, Stuttgart.

Rothschild, M. / Stiglitz, J.E. (1976), Equilibrium in competitive insurance markets: An essay on the economics of imperfect information, Quarterly Journal of Economics 90, S. 629-649.

Spence, M. (1973), Job Market Signalling, Quarterly Journal of Economics 87, S. 355-374.



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