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Verborgene Informationen und Handlungen sind eine Form asymmetrisch verteilter Informationen, die ex post Vertragsabschluss bestehen. Der Agent verfügt nach Vertragsabschluss über mehr Informationen als der Prinzipal bzgl. seines Anstrengungsniveaus/seines Verhaltens (hidden action) oder der Zusammenhänge des Verhaltens mit dem Ergebnis (hidden information). Zwar ist das Handlungsergebnis für den Prinzipal beobachtbar und bekannt, nicht jedoch seine Verursachung, die aus Handlungen und Umwelteinflüssen (nature moves) besteht. Dieser Zusammenhang lässt sich selbst ex post nicht offenbaren. Der Prinzipal kann das Verhalten des Agenten entweder aufgrund mangelnder Fachkenntnisse nicht beurteilen, selbst wenn er es beobachten kann, er kann nicht einschätzen, welcher Ergebnisbeitrag damit verbunden ist (hidden information) oder das Verhalten kann nicht beobachtet werden (hidden action). Aus dieser Informationsasymmetrie resultiert die Gefahr des Moral Hazard (moralisches Risiko bzw. Wagnis), das durch opportunistisches Verhalten hervorgerufen wird. Der Agent könnte vereinbarte Handlungen unterlassen bzw. zu unterlassende Handlungen vornehmen und so gegen die Interessen des Prinzipals verstoßen. Eine Möglichkeit der Verringerung dieses Problems besteht in der Interessenangleichung zwischen Prinzipal und Agent, bspw. durch Gewinnbeteiligungen, Bonus- oder Strafzahlungen, dem Aufbau von Vertrauen, commitments, Monitoring- und Reportingmechanismen.

Literaturhinweis:

Schumann, J. / Meyer, U. / Ströbele, W. (2007), Grundzüge der mikroökonomischen Theorie, 8. Auflage, Berlin, S. 450-459.



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