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Unter Hardcore-Kartellen (auch Kernbeschränkungen genannt) werden geheime Absprachen zwischen Unternehmen verstanden, die dazu dienen die Wettbewerbssituation der beteiligten Akteure zu verbessern, indem der Wettbewerb auf einem bestimmten Markt ausgeschaltet bzw. stark eingeschränkt wird. Aus diesem Grund sind sie wettbewerbsrechtlich verboten und können z. B. nicht unter die GVO der Europäischen Kommission fallen. Da auch Kooperationen auf unterschiedlich institutionalisierten Vereinbarungen beruhen, gilt es sorgfältig abzugrenzen, denn Kooperationen sind keine Kartelle, sondern eine kartellfreie Zusammenarbeit. Sowohl bei horizontalen als auch bei vertikalen Vereinbarungen treten Hardcore-Klauseln meist in Form von Preisabsprachen, Mengenabsprachen oder Gebietsbeschränkungen auf. Wegen ihres informellen Charakters ist ihr Nachweis durch eine Kartellbehörde schwierig.

2002 wurde in Deutschland daher durch das Bundeskartellamt die Sonderkommission Kartellbekämpfung (SKK) gegründet, die sich ausschließlich der Aufdeckung von Hardcore-Kartellen widmet. Im Zuge dieser Gründung wurde weiterhin mit der so genannten Bonusreglung eine Möglichkeit geschaffen, durch die an Hardcore-Kartellen beteiligte Unternehmen eine teilweise oder vollständige Amnestie erzielen können, sofern sie bei der Aufdeckung des Kartells mitwirken.

Literaturhinweis:

EU Competition Law - Rules Applicable to Antitrust Enforcement, Volume I: General Rules (http://ec.europa.eu/competition/antitrust/legislation/handbook_vol_1_en.pdf).



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