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Die Globalisierung ist eine wichtige Determinante des Umfeldes von Unternehmenskooperationen. Sie ist der Treiber für die Veränderung von Unternehmensgrenzen. Die Globalisierung bewirkt zum einen, dass Unternehmen sich auf ihren angestammten Märkten auf Veränderungen einstellen, und zum anderen Internationalisierungsstrategien entwickeln müssen.

Der Begriff "Globalisierung" kann mit "Weltorientierung" übersetzt werden. In der Betriebswirtschaftslehre wird das Verhalten von Unternehmen auf diesen Umstand hin untersucht, wohingegen die Volkswirtschaftslehre als gesamtwirtschaftliche Betrachtung eher auf die ökonomischen Folgen der Globalisierung abstellt. Globalisierung ist nicht allein ein ökonomisches Phänomen. Neben der ökonomischen Dimension gibt es auch eine soziale, eine politische, eine ökologische und eine technologische Dimension. In allen Bereichen werden ehemals vorhandene Grenzen überschritten. Dieses gilt aber nicht allein für die geographischen Grenzen, sondern, viel weiter gefasst, auch für die Grenzen von Kulturen, Nationen und Gesellschaften.

Fokussiert auf den ökonomischen Bereich lassen sich die räumliche, die marktliche und die unternehmerische Dimension der Globalisierung unterscheiden. Dabei umfasst die räumliche Dimension eine Vergrößerung wirtschaftlicher Integrationsräume. Die marktliche Dimension bezeichnet eine Vertiefung der Integration von Güter- und Faktormärkten und die unternehmerische Dimension der Globalisierung äußert sich in einer Zunahme von unterschiedlichen Internationalisierungsformen.

Die Ursachen und Wirkungen der Globalisierung können zurückgeführt werden auf politische, ökonomische und technische Gründe. Die politischen Ursachen spiegeln sich in einheitlichen Währungsräumen und Handelsblöcken wieder. Sie erlauben den Abbau von Handelshemmnissen und erleichtern den Kapitalverkehr. Die ökonomischen Ursachen bewirken, dass Unternehmen veranlasst sind, Konsequenzen aus den politischen Veränderungen zu ziehen und sich an die geänderte Situation anzupassen. Kostendegressionseffekte werden möglich, es entsteht eine Tendenz zu immer höheren Forschungs- und Entwicklungskosten bei immer kürzeren Produktlebenszyklen. Aus ökonomischen Gründen entsteht, zumindest in den Industriestaaten, eine Angleichung von Einkommensverteilungen und Konsumgewohnheiten. Die technologischen Hintergründe ermöglichen die Globalisierung, indem sie die Voraussetzungen in Form von Informationsbereitstellung, Transport und Miniaturisierung schaffen. Die Konsequenzen kommen direkt auf der Handlungsebene der Akteure zum Tragen und verändern dort die Aktionsmöglichkeiten.


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