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Als fundamentale Transformation wird die Umwandlung einer ex ante unspezifischen in eine ex post spezifische Transaktionsbeziehung bezeichnet. Vor Beginn einer Kooperationsbeziehung können einem Nachfrager viele Anbieter gegenüberstehen, die für die zu tätigende Transaktion in Frage kommen. Die Entscheidung für eine Kooperation bzw. Kooperationsbeziehung geht üblicherweise mit spezifischen Investitionen des ausgewählten Anbieters einher.

Durch diese neue Situation ändern sich für die Kooperationspartner die Anreizstrukturen. Die mit diesen Investitionen verbundene Bindung an den Vertragspartner führt zu einer Abhängigkeitsbeziehung, die nachträglich Anreize für opportunistisches Verhalten eröffnet. So könnte etwa der Abnehmer versuchen, durch eine Senkung der Zuliefererpreise einen Teil des Ertrages des Zulieferers abzuschöpfen. Der abhängige Partner wird seinerseits im eigenen Interesse versuchen, die Zusammenarbeit stabil zu gestalten, da alternative Verwendungsmöglichkeiten seiner spezifischen Investitionen bei einer Beendigung der Kooperationsbeziehung für ihn nur unter Hinnahme von Ertragseinbußen zur Verfügung stehen. Es entstehen somit monopolartige Strukturen, da durch die spezifischen Investitionen andere Handlungsalternativen ausgeschlossen bzw. erheblich einschränkt werden. Neben einer einseitigen Monopolsituation kann ein bilaterales Monopol entstehen, wenn sich auch die Nachfrageseite durch spezifische Investitionen an den Anbieter bindet bzw. sich dem Abnehmer keine alternativen Angebotsquellen eröffnen, bei denen er die betreffende Leistung zu gleichen Kosten und mit der entsprechenden Qualität beziehen könnte.



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