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Der Begriff der Direktinvestition bezeichnet eine Auslandsinvestition, bei der Kapital nicht zur reinen Vermögensanlage exportiert wird. Ziel ist es vielmehr, im Ausland unternehmerisch tätig zu sein oder entscheidenden Einfluss auf unternehmerische Tätigkeit auszuüben. Das kann durch die Neugründung eines Unternehmens ("Greenfield Investment"), oder durch eine Akquisition, Fusion bzw. Beteiligung an einem bestehenden Unternehmen erreicht werden. Offizielle Statistiken rechnen grenzüberschreitende Beteiligungen ab 10% des Kapitals oder der Stimmrechte zu den Direktinvestitionen.

Fusion und Akquisitionen sowie Beteiligungen machten in den letzten Jahren durch die weltweite Fusionswelle den größten Teil der Direktinvestitionen aus, was dazu beitrug, dass die Direktinvestitionen seit 1990 weltweit um das Vierfache auf 865 Mrd. Dollar anstiegen. Der Vorteil von Kauf bzw. Beteiligung besteht darin, dass auf die Infrastruktur eines bestehenden Unternehmens zurückgegriffen werden kann, anstatt den Standort neu aufzubauen. Allerdings kann es wie bei allen Zusammenführungen von Unternehmen zu Problemen in der Annäherung und Akzeptanz der Unternehmenskulturen kommen.

Motive für Direktinvestitionen können die Erschließung oder Erhaltung neuer Absatzmärkte, die Sicherung des Bezugs von Rohstoffen oder Vorprodukten, die Erzielung von Größenvorteilen, Unterschiede in den Faktorkosten und in den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen aber auch die Umgehung von Handelsschranken sein. Mit Direktinvestitionen wird nicht nur Kapital in das Zielland transferiert, sondern auch Wissen z.B. in Form von Managementkenntnissen oder technischem Know How. Im Empfängerland kann es je nachdem, ob die Direktinvestitionen additiven Charakter haben (zusätzliche neue Unternehmen entstehen) oder substitutiven (Unternehmen bestünden auch ohne ausländisches Engagement), zu positiven Beschäftigungseffekten oder zur Verdrängung einheimischer Produzenten kommen.


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