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Credible commitments (glaubwürdige Selbstverpflichtungen) verringern die Gefahr von opportunistischem Verhalten (Opportunismus) zwischen Vertragspartnern. Unproblematisch sind explizite Vertragsvereinbarungen, die von Gerichten sachverständig und zu geringen Kosten durchgesetzt werden können. Langfristige Kooperationsbeziehungen zwischen Unternehmen sind jedoch durch relationale Verträge gekennzeichnet, bei denen im Konfliktfall eine befriedigende Lösung vor Gericht kaum möglich ist. Deshalb müssen private Regelungen credible commitments schaffen, die bewirken, dass Verträge "sich selbst erfüllen", weil es im Interesse der Vertragspartner liegt. In Kooperationsverträgen zeigen gegenseitige spezifische Investitionen, dass die Vertragspartner ex ante kein Interesse an opportunistischem Verhalten haben und ex post kein Anreiz mehr dazu besteht. Die Zusicherung ist glaubhaft, weil bei Vertragsbruch das Kapital, das investiert wurde, verloren geht. Schon während der Verhandlung wird gezeigt, dass die Partner zueinander Vertrauen haben können. Man spricht hier von einem Austausch von "Geiseln". Die gegenseitigen spezifischen Investitionen stellen Unterpfänder dar, durch die die Vertragspartner eine Selbstbindung schaffen. Kooperationsverträge erhalten so einen impliziten Sicherungsmechanismus. Vertrauen durch credible commitments kann beispielsweise durch Investitionen in Markennamenkapital geschaffen werden. Werbeausgaben sind versunkene Kosten, eignen sich aber für den Kunden eines Unternehmens als Hinweis auf die angebotene Qualitätsstufe und dienen so als "Geisel".


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