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Unter Ausbeutungsmissbrauch versteht man im Kartellrecht die Ausnutzung der wirtschaftlichen Macht eines marktbeherrschenden Unternehmens, die sich im Gegensatz zum Behinderungsmissbrauch (siehe Behinderungsmissbrauch) auf die Nachfrageseite auswirkt. Zumeist erfolgt Ausbeutungsmissbrauch über die Preis- und Konditionenpolitik, die den Wettbewerb einschränkt. Grundlegende Annahme ist dabei, dass marktbeherrschende Unternehmen ihre Preise ähnlich wie Monopolisten festsetzen. Im Ergebnis entstehen Preise, die über dem Wettbewerbspreis liegen und es werden Mengen angeboten, die unter den Mengen vergleichbarer Wettbewerbsmärkte liegen. Aufgrund dieser Tatbestände enthält das Kartellrecht eine Missbrauchskontrolle. Sowohl § 19 GWB als auch Art. 102 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union), d.h. ehem. Art. 82 EGV, verbieten die missbräuchliche Ausnutzung wirtschaftlicher Macht. Des Weiteren konkretisiert § 19 Abs. 3 GWB eine marktbeherrschende Stellung durch einen Marktanteil von einem Drittel, wenn drei oder weniger der beteiligten Unternehmen zusammen einen Marktanteil von 50% aufweisen, bzw. wenn fünf oder weniger zusammen über zwei Drittel des Marktes verfügen.


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