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Kann ein Nachfrager die wahre Qualität eines Gutes oder einer Leistung erst nach Vertragsschluss tatsächlich bewerten, wird er seine Zahlungsbereitschaft generell an der durch-schnittlichen zu erwartenden Qualität des Gutes oder der Leistung ausrichten. Für ein Angebot überdurchschnittlicher Qualität liegt der angebotene Preis beim Vorliegen dieser Informationsas-ymmetrie unter dem Wertgrenzprodukt. Die jeweiligen Anbieter ziehen sich folglich vom Markt zurück, sofern sie Alternativen haben oder bieten eine mindere Qualität an. Dies bewirkt, dass weniger gute Qualitäten im Markt bleiben und somit die durchschnittlich zu erwartende Qualität eines Gutes sinkt. Darauf reagieren Nachfrager mit einer sinkenden Zahlungsbereitschaft und wiederum liegt es für Anbieter nahe, die Qualität zu senken bzw. sich vom Markt zurückzuziehen. Im Extremfall führt diese Spirale aus sinkender durchschnittlich erwarteter Qualität und sinkender Zahlungsbereitschaft zu einem vollständigen Zusammenbruch des jeweiligen Marktes.

Die adverse Selektion besteht in der Auswahl des falschen Transaktionspartners, im Kontrahieren zu einem falschen Preis oder im Extremfall im Zusammenbruch des betreffenden Marktes oder Marktsegments. Lösungen für durch diese ex-ante-Informationsasymmetrien entstandene Probleme:

Screening: Screening beschreibt den Abbau der Informationsasymmetrien durch die informationsunterlegenen Transaktionspartner. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass auf dem Markt für gebrauchte KfZs ein Mechaniker beauftragt wird, vor dem Kauf die Qualität der angebotenen Automobile zu überprüfen. Signaling: Signaling beschreibt den Abbau der Informationsasymmetrien durch Aktivitäten des informationsüberlegenen Transaktionspartners. Der Verkäufer kann zum Beispiel durch ein von einer dritten Person vergebenes Gütesiegel dem interessierten Käufer signalisieren, dass die Qualität des Fahrzeugs gut ist.

Self-Selection: Bei Self-Selection-Verträgen wird vom informationsüberlegenen Transaktionspartner zum Beispiel eine Gewährleistungspflicht versprochen. Da sich ein solches Angebot nur für Anbieter mit überlegener Qualität lohnt, steigt auf diese Weise die Glaubwürdigkeit des Qualitätsversprechens. Es bestehen dann Angebote mit und ohne Gewährleistunsprflicht zwischen denen der Transaktionspartner wählen kann.

Literaturhinweis: AKERLOF, G. A. (1970), The Market for ´Lemons´: Quality Uncertainty and the Market Mechanism, in: Quarterly Journal of Economics, Vol. 84, Nr. 3, S. 488-500


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