Forschungscluster IV: Die Genossenschaftsidee heute

Das Image genossenschaftlicher Kooperationen – Kommunikationsstrategien für Genossenschaften


Aktueller Ansatzpunkt für das Dissertationsprojekt ist, dass sich das genossenschaftliche Geschäftsmodell gerade in den schwierigen Zeiten der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich bewährt hat. Neben ihren besonderen Merkmalen, wie z.B. der Identität von Eigentümern und Mitgliedern, die im Idealtyp der genossenschaftlichen Kooperation eine Anreizkonsistenz als internen Stabilisierungsmechanismus zur Folge hat, erweisen sich auch weiche Faktoren, wie z.B. Vertrauen als bedeutsam für den Genossenschaftserfolg.

Durch das Prinzip der Selbstverantwortung verhalten sich die Akteure weniger spekulativ und die Genossenschaft zeigt sich weniger anfällig für Konjunktureinflüsse. Wesentlich ist dabei auch, dass es keinen Handel genossenschaftlichen Eigentums gibt, so dass negative Finanzmarktimpulse die genossenschaftliche Kooperation nicht unmittelbar betreffen können. Trotz dieser positiven Eigenschaften, hat das Geschäftsmodell als Organisationsform häufig mit massiven Imageproblemen zu kämpfen. Es gilt als altmodisch und verstaubt.

Ziel dieses Dissertationsprojektes ist es herauszufinden, ob dem tatsächlich so ist, woher solche Einschätzungen rühren können und was dazu beitragen kann die Problematik zu überwinden. So sollen letztlich gezielte Maßnahmen entwickelt werden, um die Attraktivität der genossenschaftlichen Kooperation zu kommunizieren. Um ein umfassendes Bild zu erhalten, wird dazu zunächst in einer bundesweiten Befragung erhoben werden müssen, wie sich der tatsächliche Wissensstand über und das Image der genossenschaftlichen Kooperation in Deutschland aktuell darstellt.

Caroline Wendler (Fertigstellung 2012)


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