Forschungscluster II: Unternehmenskooperationen

Innovation durch Kooperation - eine theoretische und empirische Analyse von Open Innovation in forschungsintensiven Branchen in Deutschland


Die aktuelle Diskussion von Innovationsstrategien ist stark geprägt vom Konzept der Open Innovation. Im Kern beinhaltet dieser Ansatz die Öffnung der Unternehmensgrenzen im Innovationsprozess und somit die Einbeziehung externer Wissensquellen zur Verbesserung des eigenen Innovationspotenzials. Da der Bereich der FuE bei Unternehmen aus forschungsintensiven Branchen, wie der Automobil-, Pharma- und der Elektronikindustrie, eine hochsensible Ressource ausmacht und Innovationskooperationen meist mit hohen spezifischen Investitionen verbunden sind, muss dem Kooperationsmanagement eine besondere Aufmerksamkeit zukommen. Die Schaffung einer hohen Absorptionsfähigkeit zur Integration von externem Wissen und der Trade-off zwischen einer stärkeren Offenlegung und dem Schutz des geistigen Eigentums sind als innovationsspezifische Herausforderungen des Kooperationsmanagements von zentraler Bedeutung und bilden den Kern der Managementanalyse von Innovationskooperationen.

Als zweite Forschungsfrage wird analysiert, inwiefern sich eine Kooperationsstrategie auf die Innovationsperformance eines Unternehmens auswirkt. Dabei wird auf einen Datensatz des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zurückgegriffen.

Neben der Untersuchung des Kooperationsmanagements und der Vorteilhaftigkeit einer Kooperationsstrategie verfolgt das Dissertationsprojekt als drittes Ziel, die Ausgestaltung von Innovationskooperationen bei Unternehmen aus forschungsintensiven Branchen auf Basis eines theoriegestützten Untersuchungsrahmens umfassend empirisch zu analysieren. Um differenzierte Aussagen über die Ziele, die Barrieren, die Institutionalisierung und das Management von FuE-Kooperationen treffen zu können, wird zusätzlich eine Primärerhebung durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse der Arbeit sollen Handlungsempfehlungen für das Management von FuE-Kooperationen abgeleitet werden.

Martin Effelsberg (Fertigstellung 2012)


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