Forschungscluster II: Unternehmenskooperationen

Interne Stabilisierung von globalen Unternehmenskooperationen


Im Zuge der Internationalisierung (Globalisierung) des Wirtschaftens vollzieht sich ein organisatorischer Wandel, um den sich stellenden Anforderungen nach Flexibilität, Geschwindigkeit und wirtschaftlicher Größe gerecht werden zu können. Empirisch nachweisen lässt sich ein Trend zur Kooperation von Unternehmen, deren Ausgestaltung sehr vielfältig sein kann.

Wie sehen die Anforderungen aus, die an eine internationale Kooperation gestellt werden? Es soll die optimale organisatorische Ausgestaltung ausgelotet werden. Ein entscheidendes Kriterium für das entsprechende Arrangement ist die Ermöglichung von Flexibilität. Ausgestaltungs- und Anpassungsflexibilität sind gleichermaßen von Bedeutung, wenn es darum geht, internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen. Als Extremum in diesem Bereich gelten virtuelle Unternehmen bzw. virtuelle Netzwerke. Doch um dauerhaft erfolgreich sein zu können, sind Mechanismen der Stabilisierung der Binnenbeziehungen erforderlich. Eine Erfolgsbedingung einer jeden Kooperation besteht daher darin, gleichzeitig Flexibilität und Stabilisierung zu ermöglichen. An der Existenz dieses Trade-offs scheitern viele Kooperationen.

Es ist zu klären, ob virtuelle Unternehmen und Kooperationen geeignet sind, diesen parallelen Anforderungen gerecht zu werden. Es wird mit dem institutionenökonomischen Instrumentarium analysiert. Die Betrachtung von Verhaltensunsicherheiten und inkonsistenten Anreizstrukturen steht dabei im Mittelpunkt. Um eine tiefergehende Untersuchung vornehmen zu können, wird die Institutionenökonomik um Ansätze der Soziologie und der Kulturwissenschaft erweitert. Der Aufgabenstellung entsprechend werden Aspekte der Konfliktforschung und der (Unternehmens-)Kulturforschung im Mittelpunkt stehen. Auch Erkenntnisse der Ethikforschung sollen zur Beantwortung der Frage nach dem Einbezug von stabilisierenden Institutionen in virtuelle Unternehmen genutzt werden, die in der Lage sind, eine Verringerung von Unsicherheiten zu erreichen.

Andrea Schweinsberg (Abgeschlossen 2006)

Veröffentlichungen

IfG-Arbeitspapier

Band 46
Organisatorische Flexibilität als Antwort auf die Globalisierung
Dezember 2004
Autor(en): Andrea Schweinsberg
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Münstersche Schriften zur Kooperation

Nr. 80
Flexibilität und Stabilität globaler Unternehmenskooperationen
Autor(en):Andrea Schweinsberg
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