Forschungsprofil Wirtschaftsinformatik

Die Wirtschaftsinformatik verbindet interdisziplinäre, anwendungsorientierte Forschung unter Einbeziehung von Unternehmen, Verwaltungen, der EU, wissenschaftlichen Instituten und der deutschen Regierung. Dank der interdisziplinären Ausrichtungen der Forschungsgebiete und der einzelnen Gruppen des Instituts werden die Anforderungen, die an eine ganzheitliche Betrachtung des Forschungsfeldes „Wirtschaftsinformatik“ bzw. „Information Systems“ gestellt werden, auf eine umfassende Weise erfüllt. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter sind aktive Mitglieder der akademischen Welt, arbeiten als Wirtschaftsredakteure und -kritiker und leiten regelmäßig Fachkonferenzen.

Die Forschungsschwerpunkte beinhalten Industrieinformatik, Logistik, Handelsinformationssysteme, Investitionscontrolling, E-Learning, Internetökonomie, Interorganisationssysteme und Web 2.0. Im Allgemeinen werden die Anforderungen an Informationssysteme durch unterschiedliche Anwendungsdomänen in der Regel aus der Wirtschaft, aber auch der Verwaltung definiert. Die teilweise betriebswirtschaftliche Ausrichtung der Gruppen (Supply Chain Management (Prof. Hellingrath), Dienstleistungen, Handel und E-Government (Prof. Becker), Interorganisationssysteme (Prof. Klein)), die enge Zusammenarbeit mit den Gruppen der Lehreinheit Betriebswirtschaftslehre sowie die breite Vernetzung mit Industrieunternehmen stellen eine Fülle von Forschungsgegenständen und -themen zur Verfügung. Dies zeigt sich nicht zuletzt durch verschiedene mit der Lehreinheit Wirtschaftswissenschaften durchgeführte und geförderte Forschungsprojekte. 

Forschungsschwerpunkte und Lehrstühle der Wirtschaftsinformatik:

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement
Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Becker

  • Prozessmanagement
  • Konzeptionelle Modellierung
  • Business Intelligence
  • Handel
  • E-Government
  • Dienstleistungsforschung

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Logistik
Prof. Dr.-Ing. Bernd Hellingrath

  • Informationssysteme für das Krisenmanagement und für die Humanitäre Logistik
  • Einsatz von Optimierungsverfahren für das Supply Chain Management
  • Integriertes Ersatzteilmanagement
  • Sicherheit in Logistiknetzwerken
  • Dezentrale Entscheidungsunterstützung im Supply Chain Manageme

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Interorganisationssysteme
Prof. Dr. Stefan Klein

  • Interorganisatorische Infrastrukturen
  • Informationsmanagement
  • Organisation und IT
  • Betriebliche Nutzung von Social Media
  • Neue Formen der Arbeit 

Praktische Informatik in der Wirtschaft
Prof. Dr. Herbert Kuchen

  • Software Engineering
  • Programmiersprachen
  • Programmierung
  • Parallelität

Wirtschaftsinformatik und Statistik
Prof. Dr. Heike Trautmann

  • Mehrkriterielle Optimierung
  • Evolutionäre Algorithmen 
  • Benchmarking von Algorithmen und automatisierte Algorithmenselektion
  • Statistische Qualitätssicherung

Lehrstuhl für Informatik
Prof. Dr. Gottfried Vossen

  • Datenbanken und Informationssysteme
  • Big Data-Technik, -Strategie und -Anwendungen
  • Cloud Computing
  • IT-Architekturen
  • Social Business Process Modeling

 Juniorprofessur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere IT-Sicherheit
 Jun.-Prof. Dr. Rainer Böhme

  • Ökonomie von IT-Sicherheit und Datenschutz
  • Multimedia-Sicherheit

Juniorprofessur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Quantitative Methoden der Logistik
Jun.-Prof. Dr. Stephan Meisel

  • Optimierung in Logistik, Transport und Energiesystemen
  • Entscheidungsprobleme unter Unsicherheit
  • Computational Stochastic Optimization

Forschungsnetzwerk der Wirtschaftsinformatik „European Research Center for Information Systems (ERCIS )

Das ERCIS - European Research Center for Information Systems - ist ein Verbund von wirtschaftsinformatiknahen Forschergruppen, die gemeinsam im Bereich des Information Systems Managements forschen. Durch die Vernetzung mit internationalen Universitäten in den Ländern Australien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Litauen, Neuseeland, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Russland, Schweden, der Schweiz, Slowenien, Südkorea, der Tschechischen Republik, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten von Amerika werden zusätzliche und komplementäre Aspekte der Wirtschaftsinformatikforschung in einem internationalen Kontext ergänzt. Den Grundpfeiler der Zusammenarbeit in den Forschungsprojekten bildet der Austausch von Wissenschaftlern, wie Doktoranden oder Mitarbeitern des Fachbereiches in verschiedenen Ausbildungsstufen.

Ziel ist die Durchführung gemeinsamer Forschungsprojekte, die disziplinen- und länderübergreifend zu Ergebnissen führen, die Einzelforschungsprojekte nicht erzielen könnten. ERCIS setzt dabei auf interdisziplinäre Forschung. Die Kernkompetenzen der Wirtschaftsinformatik werden mit Fragestellungen der Informatik, der Betriebswirtschaft und mit Spezialaspekten des Rechts verknüpft. Neben der Integration von Anwendungssystemen und dem organisatorischem Aufbau ist die Integration verschiedener technischer Systeme mithilfe ganzheitlicher und integrierter Architekturen ein wichtiger Schwerpunkt der Tätigkeiten des ERCIS. Dies schafft eine ganzheitliche Sicht auf die betriebliche Anwendungssystem- und Organisationsgestaltung.