Bachelor Wahlmodule

Die Frage, in welcher Weise vorhandene Energieträger von der Gesellschaft genutzt werden sollen, ist hochaktuell. Die Verfügbarkeit von energetischen Rohstoffen (Erdöl, Erdgas, Kohle) ist entscheidend für die Entwicklung einer Volkswirtschaft. Dabei sind immer stärker die Zusammenhäng mit Umweltproblemen zu beachten. Beispielsweise entstehen bei der Verfeuerung fossiler Brennstoffe Abgase, die schädigende Substanzen wie Schwefel enthalten können und gleichzeitig wird CO2 in die Atmosphäre entlassen, das einen zentralen Teil des Klimawandes darstellt.
Die begrenzte Verfügbarkeit, etwaige Wechselwirkungen mit dem ökologischen System sowie besondere technische Eigenschaften bedingen Nutzungskalküle in der Energieökonomik, die von denen "gewöhnlicher" Güter abweichen. Ohne politische Eingriffe stellen sich häufig nicht optimale Marktergebnisse ein. Ein Beispiel hierfür ist der Strommarkt, für den der Zugang zum Leitungsnetz entscheidend ist.
Weiter wird in dem Fachgebiet die Funktionsweise der Märkte für Öl, Gas, Strom etc. betrachtet. Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene werden mittels Simulationsmodellen die ökonomischen Auswirkungen energie-, klima- und umweltökonomischer Regulierung untersucht. Auf der einzelwirtschaftlichen Ebene werden entsprechend die Unternehmensstrategien abgeleitet. In diesen Wahlpflicht-Modulen erfahren Sie

  • wie Energie- und Ressourcenmärkte funktionieren,
  • wie die unterschiedlichen Energieträger effizient genutzt werden,
  • welche Bewirtschaftungsformen jeweils geeignet sind und
  • wie konkurrierende ökologische und ökonomische Zielsetzungen behandelt werden können.
  • Wie unterschiedliches Verhalten ökonomisch sinnvoll reguliert werden kann

 

Ressourcenökonomik

Das Modul „Ressourcenökonomik“ beschäftigt sich mit Energie als wesentlicher Produktionsfaktor für moderne Volkswirtschaften und betrachtet das Aufkommen, die Umwandlung und die Verwendung von Energieträgern. Das Modul vermittelt einen grundlegenden Überblick über die Ressourcenökonomik. Die Themen umfassen das Energieproblems und Energiebilanzen, Energieträger als erschöpfbare Ressource sowie die Energienutzung und das Umweltproblem. Im Fokus stehen dabei die Märkte für Energieträger (Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Urannutzung, erneuerbare Energien).
In der vorlesungsbegleitenden Übung werden angewandte Probleme und Rechenbeispiele besprochen. Das Modul findet jedes Wintersemester und in deutscher Sprache statt. Die Prüfung erfolgt durch eine Klausur am Ende des Semesters über 60 Minuten, die mit 6 ECTS-Punkten bewertet wird.

Hinweis: Da das Bachelor-VWL-Modulhandbuch noch nicht aktualisiert wurde, heißt Ressourcenökonomik dort noch "Energiewirtschaft I (3 CP)" im Modul "Energieökonomik I". Ressourcenökonomik wird abgeschlossen durch eine 60-minütige Klausur und gibt 6 CP anstatt 3 CP.

Energieökonomik

Das Modul „Energieökonomik“ beschäftigt sich mit der Nachfrage nach Energie und dem Energieangebot, insbesondere mit den Besonderheiten der Elektrizitätswirtschaft. Das Modul vermittelt einen grundlegenden Überblick über die Besonderheiten der Elektrizitätswirtschaft und das Marktdesign für leitungsgebundene Energieträger (Strom und Erdgas). Weitere Themen sind Begründungen und Praxis der Energiepolitik und die Grundlagen energiewirtschaftlicher Modellierung. Gleichzeitig werden aktuelle Probleme der Energiewirtschaft behandelt.
In der vorlesungsbegleitenden Übung werden angewandte Probleme und Rechenbeispiele besprochen. Das Modul findet jedes Sommersemester und in deutscher Sprache statt. Die Prüfung erfolgt durch eine Klausur am Ende des Semesters über 60 Minuten, die mit 6 ECTS-Punkten bewertet wird.

Hinweis: Da das Bachelor-VWL-Modulhandbuch noch nicht aktualisiert wurde, heißt Energieökonomik dort noch "Energiewirtschaft II (3 CP)" im Modul "Energieökonomik I".
Energieökonomik wird abgeschlossen durch eine 60-minütige Klausur und gibt 6 CP anstatt 3 CP.

 

Environmental and Climate Change Economics

Die Inhalte der Module „Ressourcenökonomik“ und „Energieökonomik“ werden in diesem Modul mit aktuellen Problemstellungen aus Politik und Wirtschaft im Bereich der Umwelt- und Klimaökonomik verknüpft und in Form einer Seminararbeit von den Studierenden bearbeitet. Die Seminararbeiten werden im Seminar präsentiert und in einer anschließenden Diskussion verteidigt. Die Studierenden schreiben zu gegebenen Themen einen Essay (15 Seiten) und halten im Blockseminar einen Vortrag mit anschließender Diskussion (45 Min.).  Das Blockseminar findet jeweils gegen Mitte/Ende des Semesters statt und es herrscht Anwesenheitspflicht.
Das Modul findet jedes Semester statt. Die Seminararbeit kann wahlweise in deutscher oder englischer Sprache verfasst werden, der Vortrag findet auf Englisch statt. Das Oberthema wechselt jedes Semester zwischen der Umwelt- und Klimaökonomik.
Durch das Seminar können 6 ECTS-Punkte erworben werden.
Für den Besuch des Moduls gibt es keine prüfungsrechtlichen Voraussetzungen. Allerdings ist es sinnvoll, vor Besuch der Veranstaltungen das Grundlagenmodul Energie- oder Ressourcenökonomik  oder vergleichbare Leistungen erbracht zu haben.
Die Anmeldung zum Seminar und die Koordination finden via E-Mail statt mit dem jeweiligen Betreuer statt. Die Themenliste wird frühzeitig veröffentlicht, sodass mit der Bearbeitung bereits während der Semesterferien begonnen werden kann.  Allerdings ist eine fristgerechte Anmeldung der Prüfungsleistung -innerhalb des vorgezogenen Zeitraumes der Klausuranmeldung- beim Prüfungsamt zu beachten.

Hinweis: Da das Bachelor-VWL-Modulhandbuch noch nicht aktualisiert wurde, heißt dieses Seminar dort noch "Energieökonomik II (6 CP)" .