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Marvin Gleue

Vorteile von CO2-Steuer und Emissionshandelssystem verbinden! – Standpunkt von Prof. Andreas Löschel und Prof. Frank Jotzo in der F.A.Z.

Ist eine CO2-Steuer oder ein Emissionshandelssystem besser für den Klimaschutz? Diese Frage beschäftigt Politik und Wirtschaft. Prof. Andreas Löschel von der WWU Münster und Prof. Frank Jotzo von der Australian National University (ANU) haben dazu kürzlich in der F.A.Z. einen Standpunkt geschrieben. Dabei verdeutlichen Sie, dass beide Ansätze zu ähnlichen Ergebnissen führen können und es auch möglich ist, die Vorteile von CO2-Steuer (Preissicherheit) und Emissionshandelssystems (Sicherheit der Emissionsreduktion) zu verbinden. In Australien wurde 2012 ein „Fixpreis-Emissionshandelssystem“ eingeführt, das als Emissionshandelssystem ausgestaltet war. Jedoch wurde die Menge an Zertifikaten in den ersten Jahren nicht fixiert, sondern die Zertifikate konnten ohne Mengenbeschränkung zu einem fixen, jährlich ansteigenden Preis erworben werden. So ist Preissicherheit gegeben und ein solches System kann ohne große Änderungen in ein Emissionshandelssystem mit Mengenbeschränkung überführt werden.

Die Zusammenarbeit zwischen Prof. Löschel und Prof. Jotzo ist gleichermaßen ein Ergebnis des Australian-German Energy Transition Hub und des sogenannten „Expert-in-residence“ Programms. Der Australian-German Energy Transition Hub, welchem Löschel und Jotzo als Co-Direktoren angehören, bringt Forschungsinstitutionen aus Australien und Deutschland zusammen, um die energiepolitischen Herausforderungen beider Länder anzugehen. Das „Expert-in-residence“ Programm wurde von der Regierung des Australian Capital Territory (ACT) und der ANU initiiert. Es bringt führende internationale Experten, darunter Prof. Löschel, für längere Zeit nach Canberra, um den internationalen Austausch zu Energiefragen zu stärken und eine dauerhafte Forschungskooperation aufzubauen.