Größe und Struktur von Unternehmensnetzwerken


Projektstatus abgeschlossen
Projektzeitraum 01.05.2005- 30.04.2008
Schlüsselwörter Unternehmensnetzwerke, Struktur

In Wertschöpfungsnetzwerken kooperieren mehrere Unternehmen aus aufeinander folgenden Stufen der Wertschöpfung miteinander. Aus theoretischer und praktischer Sicht stellt sich deshalb die Frage, in welchem Umfang wirtschaftliche Aktivitäten in einem Wertschöpfungsnetzwerk zentralisiert werden sollten. Die optimale Arbeitsteilung in Wertschöpfungsnetzwerken (vertikalen Strukturen) also die geeignete Allokation von Kompetenzen, Funktionen aber auch quantifizierbaren ökonomischen Größen wie Kosten, Preise etc. ist Gegenstand dieses Forschungsprojektes. Ferner ist zu analysieren wie sich verschiedene Möglichkeiten der Ressourcenallokation auf die mittel- und langfristige Konstitution von Wertschöpfungsnetzwerken auswirken.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes werden diese wichtigen Fragen aus der Perspektive von anerkannten volkswirtschaftlichen Theorien studiert. Konkret werden die Föderalismustheorie und die Integrationstheorie auf Strukturähnlichkeiten ihrer Untersuchungsgegenstände und Problemstrukturen hinsichtlich der Allokationsproblematik in Wertschöpfungsnetzwerken geprüft. Abstrakte Lösungskonzepte werden dabei durch hinreichende Operationalisierung für die Lösung der oben skizzierten praktischen Probleme nutzbar gemacht. Die umfangreichen Forschungen des IfG zur kooperativen Ökonomie werden damit um weitere Perspektiven ergänzt.

Bisher wurden im Rahmen dieses Forschungsprojektes Ausarbeitungen zur optimalen Arbeitsteilung in Wertschöpfungsnetzwerken aus Perspektive der Föderalismustheorie sowie zur Anwendung auf die Netzwerke des genossenschaftlichen Finanzverbundes und die Sparkassenfinanzgruppe angefertigt und veröffentlicht. Darüber hinaus wurde eine Forschungsarbeit zur Preisbindung als Kooperationsinstrument in Wertschöpfungsnetzwerken sowie eine weitere zur Stabilität und Effizienz von Wertschöpfungsnetzwerken bei Nachfrageunsicherheit und separierten Märkten veröffentlicht.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurde an der Entwicklung eines clubtheoretischen, und damit durch die Integrationstheorie inspirierten, Modells gearbeitet, um das optimale Ausmaß von Integrationsräumen insbesondere von Wertschöpfungsnetzwerken zu charakterisieren. Darüber hinaus wurde an der Quantifizierung des Kooperationswertes von, in Wertschöpfungsnetzwerken tätigen, Unternehmen geforscht.