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Emissionshandel und dessen Auswirkungen auf Energiemärkte

Ein Handelssystem für Emissionszertifikate kann ein marktwirtschaftliches Instrument zur Reduktion des anthropogenen Ausstoßes von Schadstoffen (z.B. CO2) darstellen. Effektivität, Effizienz und Nebenwirkungen eines Emissionshandelssystems hängen allerdings stark von der konkreten Ausgestaltung der Rahmenbedingungen wie z.B. der Zertifikatsanzahl, dem Allokationsmechanismus, der Liquidität der Märkte etc. ab. Am Lehrstuhl werden seit der Veröffentlichung des ersten EU-Grünbuchs (2000) zu der anstehenden Einführung eines CO2-Emissionshandels dessen potenzielles Marktdesign sowie dessen Auswirkungen kontinuierlich untersucht. Seit Einführung des EU-Emissionshandelssystems für CO2 im Jahr 2005 stehen die Auswirkungen des Systems auf die europäischen Strommärkte im Fokus der Untersuchungen.


Veröffentlichungen:

  • Janssen, Ströbele, Wobben (2007): Electricity pricing subject to a CO2-emissions trading scheme, Zeitschrift für Energiewirtschaft, Heft 3/2007, S.171-181.
  • Reckow (2007), Strategien Russlands auf dem Erdgas- und Klimaschutzzertifikatemarkt, Münster.
  • Ströbele (2005), Erfahrungen mit dem EU-Emissionshandelssystem für CO2-Zertifikate - ein Zwischenstand; Zeitschrift für Energiewirtschaft, Band 29, Heft 4, S. 271 - 278.
  • Ströbele (2005), Klimapolitik: Kyoto-Protokoll und Emissionshandel für CO2-Zertifikate in der EU, Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Band 6, Heft 4, S. 325 - 346.
  • Reckow (2004), Die Veränderung der Investitionsanreize für den Kraftwerksbau in Deutschland: Überlegungen auf der Grundlage des Nationalen Allokationsplanes, Zeitschrift für Energiewirtschaft, Heft 4/2004, S. 263 - 270.
  • Ströbele (2004), Emissionshandel für CO2-Zertifikate in der EU - Marktdesign und Kompatibilität mit Kyoto-Spielregeln?, in: G.Milbradt, I.Deubel (Hrsg.), Ordnungspolitische Beiträge zur Finanz- und Wirtschaftspolitik, Duncker & Humblot, Berlin, S. 185 - 202.
  • Ströbele, Meyer (2001), Ökonomische und institutionelle Beurteilung des Zertifikathandels in der Europäischen Union; in: H.-W.Rengeling (Hrsg.), Klimaschutz durch Emissionshandel, Schriften zum deutschen und europäischen Umweltrecht, Band 26, Carl Heymanns Verlag, Köln u.a., S. 57 - 93.

Ökonomik regenerativer Ressourcen

Die ökonomische Analyse der Nutzung ökologischer Systeme, insbesondere der Fischerei und Forstwirtschaft, versucht, ausgehend von Erkenntnissen der theoretischen Ökologie, theoretische Grundlagen für das (möglichst optimale) Management dieser Systeme zu entwickeln, welche die dauerhafte Nutzung der Ressourcen ohne deren Existenzgefährdung und unter den Bedingungen eines effizienten Einsatzes ökonomischer Inputfaktoren ermöglichen. Gegenstand der Analyse ist neben den grundlegenden bioökonomischen Zusammenhängen, u.a. die Auswirkung verschiedener eigentumsrechtlicher Regelungen und staatliche Eingriffsmöglichkeiten zur Beseitigung bzw. Vorbeugung ökologischer wie auch ökonomischer Probleme, die bei der Ressourcennutzung auftreten können.

Veröffentlichungen:

  • Wacker, H. (1999): Nicht-walrasianische Konjunkturtheorie und Räuber-Beute-Interaktion - Das Goodwin-Modell,Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge, Nr. 295, Münster.
  • Wacker, H. (1999): Optimal Harvesting of Mutualistic Ecological Systems, Resource and Energy Economics, Bd. 21, Heft 1/1999, S.89-102.
  • Wacker, H. (1999): Monopolistic Harvesting of a Two-Species system, Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge,  Nr. 290, Münster.
  • Ströbele, W., Wacker, H. (1999): Umweltökonomische Bestandsaufnahme einer Biodiversitätspolitik, Gutachten im Auftrag desWissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU).
  • Wacker, H. (1999): Optimal Economic Growth and the Harvesting of an Ecologically Interdependent Two-Species System, Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge, Nr. 284, Münster.
  • Wacker, H., Henrichs, R. (1999): Tropenwaldnutzung und Klimaveränderung - Ein ökonomisches Modell mit Bestandsexternalitäten, Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge, Nr. 276, Münster.
  • Wacker, H., Blank, J. E. (1999): Ressourcenökonomik Band II: Einführung in die Theorie erschöpfbarer natürlicher Ressourcen, München: Oldenbourg.
  • Hagen, O. v. d., Wacker, H. (1999): Stock Externality versus Symbiosis in a Forest-Air System, Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge, Nr. 277, Münster.
  • Wacker, H., Blank, J. E. (1998): Ressourcenökonomik Band I: Einführung in die Theorie regenerativer natürlicher Ressourcen, München: Oldenbourg.
  • Wacker, H. (1997): Ökonomische Nutzung von ökologischen Konkurrenzsystemen in verschiedenen Marktformen, in: Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, Bd. 133, H. 4, S. 655 - 672.
  • Wacker, H. (1998): Zur Ökonomik der Nutzung komplexer Nahrungsnetze, Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften, Bd. 49, Heft 1/1998, S.79-92.

Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen

Seit der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung vom Juli 1992 in Rio de Janeiro ist der Begriff der Nachhaltigkeit bzw. Sustainability populär. Nachhaltigkeit in der Ressourcennutzung kennzeichnet Nutzungskalküle, die die Regenerationsfähigkeit eines ökologischen Systems und die ökonomische Nutzung desselben dergestalt in Einklang bringen, daß die Nutzung auf dauerhafter Basis möglich wird. Dabei ist die inhaltliche Ausgestaltung des Begriffs der Nachhaltigkeit durchaus Gegenstand kontroverser Diskussion. Der theoretische Stand der Ökonomik natürlicher Ressourcen wie auch der Umweltökonomik wird in diesem Forschungsschwerpunkt erweitert um Fragestellungen, die mit Nachhaltigkeit unter verschiedenen inhaltlichen Ausprägungen befaßt sind.

Veröffentlichungen

  • Blank, J. E. und H. Clausen (2001): Hauptstichwort "Sustainable Development", in: W. F. Schulz et al. (Hrsg.): Lexikon Nachhaltiges Wirtschaften. Reihe Lehr- und Handbuch der ökologischen Unternehmensführung und Umweltökonomie. München: Oldenbourg, S. 374-385
  • Henrichs, R./Wacker, H. (1999): Tropenwaldnutzung und Klimaveränderung - Ein ökonomisches Modell mit Bestandsexternalitäten, Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge, Nr. 276, Münster.
  • Ströbele, W., Wacker, H. (1999): Umweltökonomische Bestandsaufnahme einer Biodiversitätspolitik, Gutachten im Auftrag des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU).
  • Wacker, H. (1998): Zur Ökonomik der Nutzung komplexer Nahrungsnetze, in: Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften, Bd. 49, H. 1, S. 79 - 92.
  • Blank, J. (1999): Sustainable Use and Conservation of Marine Living Resources. Volkswirtschaftliche Diskussionsbeiträge, Nr. 279, Münster.
  • Ströbele, W.: Energiepreise und Ressourcenschutz, erscheint in Zeitschrift für Angewandte Umweltforschung, Jahrgang 13, Heft 3, 2000, S. 31 - 49.

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