Sehenswürdigkeiten

Prinzipalmarkt („Die gute Stube“) und historisches Rathaus

Münsters Prinzipalmarkt ist ein Stück lebendige Stadtgeschichte. Er erzählt vom Mittelalter, der Hanse und den alten Kaufmannsfamilien, die hier zum Teil immer noch ihren Geschäften nachgehen. Der Platz mit den charakteristischen Giebelhäusern und Bogengängen ist das traditionsreiche wirtschaftliche und politische Zentrum Münsters. Hier befindet sich das historische Rathaus mit seinem Friedenssaal. Dieser war 1648 Schauplatz der Beschwörung des Spanisch-Niederländischen Friedens, ein Teil des Westfälischen Friedens. Auch zahlreiche exklusive Geschäfte und Gastronomiebetriebe haben hier ihre Adresse.

Lambertikirche

Dort, wo Roggenmarkt und Alter Fischmarkt in den Prinzipalmarkt münden, steht die Markt- und Stadtkirche St. Lamberti. Ihre Bekanntheit verdankt die zwischen 1375 und 1450 erbaute Hallenkirche jedoch weder dem ungewöhnlichen Relief der Wurzel Jesse über dem Hauptportal noch der Tatsache, dass hier während der NS-Diktatur Kardinal von Galen seine mutigen Predigten hielt, sondern der schauerlichen Geschichte um die drei Käfige am Turm. In ihnen hingen nämlich Mitte des 16. Jahrhunderts die Leichen der drei Anführer der Täuferbewegung. St. Lamberti beherbergt das „höchste Dienstzimmer“ Münsters, die Türmerstube. Am 1. Januar 2014 ist erstmals eine Frau in die Turmstube auf der Spitze der Lambertikirche eingezogen. Allnächtlich ist das Tuten auf dem Kupferhorn zu hören.

Aasee

Münsters zentralstes Naherholungsgebiet ist der Aasee. Er ist nur 15 Fußminuten vom Prinzipalmarkt entfernt und bietet gleich eine ganze Reihe von interessanten Freizeitmöglichkeiten. Der Aasee lockt mit malerischen Wegen Spaziergänger, Radfahrer und Inlineskater ins Grüne. Ein Bootsverleih, eine Segelschule und zwei Segelclubs laden dazu ein, den See vom Wasser aus zu erkunden. Und rund um den See sorgen Cafés, Restaurants und Hotels für das leibliche Wohl der Ausflügler.

Hafen und Kreativkai

Die Mischung aus umgebauten Speicherhäusern und moderner Architektur machen den besonderen Reiz von Münsters Stadthafen aus. Hier haben die Kreativen ihr Quartier gefunden: Werbeagenturen, Architekturbüros und Verlage, wie der Coppenrath Verlag mit seinem Hasen Felix, haben sich hier angesiedelt. Wer tagsüber Hafenluft schnuppern möchte, dem empfiehlt sich ein Besuch der Kunsthalle Münster. Anschließend genießt man in einem der zahlreichen Cafés oder Restaurants den Blick aufs Wasser. Am Abend lockt der Hafen mit einem Kinobesuch, im Wolfgang Borchert Theater oder im Hot Jazz Club. Bei gutem Wetter ist der Hafen ein großes Open-Air-Spektakel, bei dem man seinen Longdrink im Liegestuhl unter Palmen genießen kann. Und für all diejenigen, die gerne mal eine Nacht durchtanzen, gibt es rund um den Stadthafen ausgiebig Gelegenheit dazu.

Schloss

Die ehemals fürstbischöfliche Residenz mit reichem Figurenschmuck an den Fassaden wurde 1767 bis 1787 als dreiflügelige Anlage von Johann Conrad Schlaun errichtet. Nach dem Krieg wurde die Außenansicht originalgetreu wieder aufgebaut. Heute wird das Schloss von der Universitätsverwaltung genutzt. Links vom Hauptgebäude des Schlosses führt ein kleines Tor in den Schlossgarten mit seinem herrlichen alten Baumbestand. Im hinteren Teil liegt der mehr als 200 Jahre alte Botanische Garten der Universität.

St. Paul-Dom und Domplatz

Der Dom in seiner heutigen Gestalt ist im Wesentlichen ein Werk des 13. Jahrhunderts. Besonders zu empfehlen ist die astronomische Uhr, ein Wunderwerk des Spätmittelalters, deren Kalender bis in das Jahr 2071 geht. Wenige Schritte von der Uhr entfernt ist die Grabkapelle Clemens August Kardinal von Galens, des „Löwen von Münster“. Jeden Mittwoch- und Samstagvormittag findet im Schatten des Domes Münsters großer Wochenmarkt statt. Der Marktbesuch gehört bei den Münsteranern zum Pflichtprogramm und sollte auch bei Ihnen nicht fehlen. Hier gibt es typisch Westfälisches, Köstlichkeiten aus aller Welt und Marktleute, die gerne mal ein Schwätzchen halten. Stärken Sie sich mit einem heißen Backfisch oder genießen Sie das bunte Treiben bei einem großen Milchkaffee.

Quellen: www.muenster.de sowie eigene Texte.