Kurzdarstellung der Institutsgeschichte
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Das Institut für Finanzwissenschaft ist aus einem der ältesten
Lehrstühle der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät hervorgegangen,
und zwar aus dem 1938 eingerichteten und 1939 mit Prof. Dr. Alfred
Müller-Armack (1901 - 1978) besetzten Planmäßigen Ordinariat für
Volkswirtschaftslehre. Müller-Armack blieb bis 1950 in Münster und ging
dann nach Köln.
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1971 wurde der Lehrstuhl von Prof. Timm umbenannt in Lehrstuhl für Finanzwissenschaft I, und es wurde ein Lehrstuhl für Finanzwissenschaft II für einen zweiten Institutsdirektor geschaffen. Dieser wurde mit Prof. Dr. Ingolf Metze besetzt, der aus dem Institut für Finanzwissenschaft der Universität Kiel kommt und Schüler von Prof. Dr. Willi Albers ist. Die Lehrstuhlinhaber Finanzwissenschaft I und Finanzwissenschaft II sind gleichberechtigte Direktoren des Instituts für Finanzwissenschaft.
Nach der Emeritierung Prof. Timms im Jahre 1977 wurde Prof. Dr. Heinz Grossekettler im Jahre 1979 als Inhaber des Lehrstuhls Finanzwissenschaft I und Institutsdirektor berufen. Wissenschaftlich stammt er aus dem Institut für Finanzwissenschaft der Universität Mainz und ist Schüler von Prof. Dr. Otto Gandenberger.
Nach der Emeritierung Prof. Metzes im Jahre 2000 tritt Prof. Dr. Aloys Prinz als Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft II und Institutsdirektor an seine Stelle. Prof. Prinz war zuvor am Lehrstuhl für VWL und besondere Wirtschaftspolitik der Universität Mainz tätig.
| Kontakte zu wissenschaftlichen Institutionen und zur Praxis |
Im Rahmen des Wahlpflichtfaches "Öffentliche Betriebe und Verwaltungen" werden außerdem Praktika in der Stadtverwaltung Münster sowie bei Ministerien des Bundes und der Länder und im Landtag von Nordrhein-Westfalen vergeben. Dies wird dadurch erleichtert, dass ehemalige Assistenten inzwischen herausgehobene Positionen in der Verwaltungspraxis einnehmen (Minister, Oberbürgermeister, Kämmerer, Leiter von Wirtschaftsförderungseinrichtungen, Referenten in Bundesministerien und bei der EG). Auch der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Prof. Dr. Georg Milbradt - ein Schüler Professor Timms - war bis 1980 Assistent am Lehrstuhl und arbeitet noch heute mit Prof. Grossekettler zusammen.
Im internationalen Bereich bestehen Kontakte zur Rijksuniversiteit Limburg, zur Wirtschaftshochschule St. Gallen, zur Hochschule Kristiansand und im Rahmen der European Society for the History of Economic Thought.



