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Organisation


Das Team des Centrums für Management stellt sich vor:



von links: Prof. Dr. Leker, Prof. Dr. Dilger, Prof. Dr. Ehrmann, Prof. Dr. Schewe

Sieben Thesen zu Organisationsmoden

  1. Nach einer Zeit der Moden in der Organisationstheorie und -praxis ist es nun Zeit fürs Überdenken und Reflektieren.
  2. Modethemen waren in den letzten Jahren u. a. Netzwerke, Prozessorganisationen, virtuelle Unternehmen, Public Private Partnerships und moderne, betriebswirtschaftlich gemanagte öffentliche Verwaltungen. Gemeinsame Modecharakteristika dieser für sich genommen durchaus wichtigen Themen waren fehlende theoretische Grundlagen, mangelnde strategische Ausrichtung sowie unzureichende Kenntnisse der institutionellen Zusammenhänge und Hintergründe.
  3. Modische Themenbehandlung leidet im Bereich der Organisation, wie auch in anderen Bereichen, an Erfolglosigkeit. Das Fehlen klarer Zielsetzungen und theoretischer Grundlagen ist jedoch selbst bei der Feststellung der Erfolglosigkeit noch problematisch: Die Mode wird ex post allein als solche identifiziert, nicht aber als teilweise hilfreich und nur teilweise problematisch.
  4. Die Erfolglosigkeit lässt sich u. a. mit folgenden Beispielen zeigen: Zum Teil wurde zu viel in Netzwerke und Kontakte, zu wenig in aktuelle Geschäfte investiert; Prozessorganisationen (inklusive Wissensmanagement) haben nach industriellem Vorbild versucht, Wissensträger ihres Wissens zu enteignen, und damit falsche Anreize bei diesen gesetzt; bei virtuellen Unternehmen wurden nur die Vorteile von Vertrauen gesehen, nicht die unabdingbaren Voraussetzungen dafür; Public Private Partnerships haben die beschränkte Rechenschaftspflicht privater Unternehmen mit der Ineffizienz öffentlicher Verwaltung dergestalt verbunden, dass auch noch die Verantwortung für Fehler auf der Strecke blieb; in öffentliche Betriebe wurden nur für sich genommen problematische Teile des privatwirtschaftlichen Managementinstrumentariums übernommen und die Besonderheiten vernachlässigt, die überhaupt erst ein Betreiben durch die öffentliche Hand rechtfertigen.
  5. Nach Jahren von teils realem, teils nur verbalem Experimentieren sind Neuorientierungen durch Reflexion angezeigt. Dabei ist der Dreiklang strategischer Ausrichtung (Structure follows Strategy gilt immer noch), ökonomisch richtiger Anreizsetzung (mit nicht nur monetären Anreizen) sowie des organisatorischen Verhaltens (unter Beachtung des Reichtums menschlicher Verhaltensweisen und institutioneller Ausgestaltungen) für Analyse und Konzeptionisierung von erfolgreichen Organisationsformen unabdingbar.
  6. In diesem Sinne möchte das Centrum für Management Münster theoretisch fundierte und zugleich empirische Erkenntnisse berücksichtigende Untersuchungen insbesondere von neuen und hybriden, über klassische gewinnorientierte Unternehmen hinausgehende Organisationsformen durchführen.
  7. Neben innerwissenschaftlichen Erkenntniszielen und der Ergebnisveröffentlichung in anerkannten, möglichst hochrangigen Publikationsorganen ist das Centrum für Management Münster auch sehr an der praktischen Anwendung seiner Arbeit interessiert, sei es durch praxisnahe Darstellungen, die Durchführung von Schulungen und Beratungsprojekten oder auch das gemeinsame Diskutieren und Ausprobieren neuer Ideen zusammen mit Managern und Unternehmensgründern.

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