Organisation
Das Team des Centrums für Management stellt sich vor:

von links: Prof. Dr. Leker, Prof. Dr. Dilger, Prof. Dr. Ehrmann, Prof. Dr. Schewe
Sieben Thesen zu Organisationsmoden
- Nach einer Zeit der Moden in der Organisationstheorie und -praxis ist es nun Zeit fürs Überdenken und Reflektieren.
- Modethemen
waren in den letzten Jahren u. a. Netzwerke, Prozessorganisationen,
virtuelle Unternehmen, Public Private Partnerships und moderne,
betriebswirtschaftlich gemanagte öffentliche Verwaltungen. Gemeinsame
Modecharakteristika dieser für sich genommen durchaus wichtigen Themen
waren fehlende theoretische Grundlagen, mangelnde strategische
Ausrichtung sowie unzureichende Kenntnisse der institutionellen
Zusammenhänge und Hintergründe.
- Modische Themenbehandlung
leidet im Bereich der Organisation, wie auch in anderen Bereichen, an
Erfolglosigkeit. Das Fehlen klarer Zielsetzungen und theoretischer
Grundlagen ist jedoch selbst bei der Feststellung der Erfolglosigkeit
noch problematisch: Die Mode wird ex post allein als solche
identifiziert, nicht aber als teilweise hilfreich und nur teilweise
problematisch.
- Die Erfolglosigkeit lässt sich u. a. mit
folgenden Beispielen zeigen: Zum Teil wurde zu viel in Netzwerke und
Kontakte, zu wenig in aktuelle Geschäfte investiert;
Prozessorganisationen (inklusive Wissensmanagement) haben nach
industriellem Vorbild versucht, Wissensträger ihres Wissens zu
enteignen, und damit falsche Anreize bei diesen gesetzt; bei virtuellen
Unternehmen wurden nur die Vorteile von Vertrauen gesehen, nicht die
unabdingbaren Voraussetzungen dafür; Public Private Partnerships haben
die beschränkte Rechenschaftspflicht privater Unternehmen mit der
Ineffizienz öffentlicher Verwaltung dergestalt verbunden, dass auch
noch die Verantwortung für Fehler auf der Strecke blieb; in öffentliche
Betriebe wurden nur für sich genommen problematische Teile des
privatwirtschaftlichen Managementinstrumentariums übernommen und die
Besonderheiten vernachlässigt, die überhaupt erst ein Betreiben durch
die öffentliche Hand rechtfertigen.
- Nach Jahren von teils
realem, teils nur verbalem Experimentieren sind Neuorientierungen durch
Reflexion angezeigt. Dabei ist der Dreiklang strategischer Ausrichtung
(Structure follows Strategy gilt immer noch), ökonomisch richtiger
Anreizsetzung (mit nicht nur monetären Anreizen) sowie des
organisatorischen Verhaltens (unter Beachtung des Reichtums
menschlicher Verhaltensweisen und institutioneller Ausgestaltungen) für
Analyse und Konzeptionisierung von erfolgreichen Organisationsformen
unabdingbar.
- In diesem Sinne möchte das Centrum für
Management Münster theoretisch fundierte und zugleich empirische
Erkenntnisse berücksichtigende Untersuchungen insbesondere von neuen
und hybriden, über klassische gewinnorientierte Unternehmen
hinausgehende Organisationsformen durchführen.
- Neben innerwissenschaftlichen Erkenntniszielen und der Ergebnisveröffentlichung in anerkannten, möglichst hochrangigen Publikationsorganen ist das Centrum für Management Münster auch sehr an der praktischen Anwendung seiner Arbeit interessiert, sei es durch praxisnahe Darstellungen, die Durchführung von Schulungen und Beratungsprojekten oder auch das gemeinsame Diskutieren und Ausprobieren neuer Ideen zusammen mit Managern und Unternehmensgründern.
Die Lehrstühle des CfM
- Institut für Organisationsökonomik - Prof. Dr. Dilger
- Institut für Strategisches Management - Prof. Dr. Ehrmann
- Institut für betriebswirtschaftliches Management im Fachbereich Chemie und Pharmazie - Prof. Dr. Leker
- Lehrstuhl für BWL, insbesondere Organisation, Personal und Innovation - Prof. Dr. Schewe


