Personalökonomik
Personalökonomik bezeichnet die Anwendung sowohl theoretischer als auch empirischer ökonomischer Methoden auf den Personalbereich.
Einzelprojekte:
Ökonomische Effekte betrieblicher Mitbestimmung
Es werden theoretische Hypothesen formuliert und empirische Ergebnisse zu den ökonomischen Auswirkungen der Existenz eines Betriebsrats und unterschiedlicher Betriebsratstypen analysiert sowie praxisrelevante Empfehlungen abgeleitet. So ist z. B. ein gutes Verhältnis zwischen Betriebsleitung und Betriebsrat im wohlverstandenen Eigeninteresse sowohl der Eigentümer als auch der Belegschaft.
A. Dilger: „Payment Schemes, Returns and Works Councils“, Schmollers Jahrbuch (Journal of Applied Social Science Studies/Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) 123, 2003, S. 383-395.
A. Dilger: „Sind Betriebsräte effizient?“, Industrielle Beziehungen 10, 2003, S. 512-527.
A. Dilger: „Economic Effects of Co-determination“, in: W. Müller-Jentsch/H. Weitbrecht (Hg.): „The Changing Contours of German Industrial Relations“, Rainer Hampp, München und Mering 2003, S. 119-135.
A. Dilger: „Ökonomik betrieblicher Mitbestimmung: Die wirtschaftlichen Folgen von Betriebsräten“, Schriftenreihe Industrielle Beziehungen, herausgegeben von Walther Müller-Jentsch, Band 15, Rainer Hampp, München und Mering 2002; zugleich Habilitationsschrift an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald 2001.
Personalökonomische Analyse von Motivationsverdrängung
Seit einiger Zeit werden vermehrt psychologische Erkenntnisse in die ökonomische Theorienbildung aufgenommen. Ein viel diskutiertes Phänomen stellt dabei die Verdrängung intrinsischer durch extrinsische Motivation dar, was bedeutet, dass äußere Anreize wie z. B. Geld davon losgelöste Motivation, etwa die Freude an einer bestimmten Art von Tätigkeit, reduzieren können. Im Extremfall reicht die Verdrängung soweit, dass ohne äußeren Anreiz die Tätigkeit häufiger und besser erbracht wird als mit. Für diesen empirischen Zusammenhang werden mit der ökonomischen Theorie vereinbare Erklärungen angeboten uns systematisiert.
A. Dilger: „Negative Wirkungen verstärkter Anreize aus ökonomischer Sicht“, Journal für Betriebswirtschaft (JfB) 54, 2004, S. 16-23.
Betriebliche Personalpolitik in Krisenfällen
Das Insolvenzrecht wirkt bereits auf Gründungsentscheidungen. Daneben ist in Insolvenz- und sonstigen Krisenfällen regelmäßig ein Sozialplan aufzustellen. Die recht komplexen rechtlichen Regelungen werden ökonomisch analysiert und Probleme aufgezeigt.
A. Dilger: „Die Bedeutung des Insolvenzrechts für die Gründungsentscheidung“, in: A.-K. Achleitner/H. Klandt/L. T. Koch/K.-I. Voigt (Hg.): „Jahrbuch Entrepreneurship 2004/05: Gründungsforschung und Gründungsmanagement“, Springer, Berlin, Heidelberg, New York 2005, S. 103- 119.
A. Dilger: „Sozialplan“, in: E. Gaugler/W. A. Oechsler/W. Weber (Hg.): „Handwörterbuch des Personalwesens“, 3. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2004, Sp. 1765-1773.
Organisationsformen und -wirkungen im deutschen Weinbau
Im deutschen Weinbau existieren sehr unterschiedliche Organisationsformen nebeneinander. Es gibt von den Eigentümern selbst bewirtschaftete Weingüter, andere mit das Weingut leitenden Angestellten und vor allem viele Genossenschaftsbetriebe. Mit Hilfe der Prinzipal-Agenten-Theorie lässt sich ableiten, wie voraussichtlich Angestellte und Genossen in unterschiedliche Richtungen von den Eigentümermanagern abweichen, etwa bei der Qualität oder Quantität des produzierten Weins. Diese Voraussagen lassen sich empirisch überprüfen und werden bestätigt.
A. Dilger: „In Vino Veritas: The Effects of Different Management Configurations in German Viniculture“, wird 2006 erscheinen in: Journal of Wine Research, vorherige Version 2004 als Discussion Paper 04-06 der German Economic Association of Business Administration (GEABA), 2004.
A. Dilger: „Prinzipal-Agenten-Probleme im deutschen Weinbau“, Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen (ZfgG) 55, 2005, S. 179-189.
Die Lehrstühle des CfM
- Institut für Organisationsökonomik - Prof. Dr. Dilger
- Institut für Strategisches Management - Prof. Dr. Ehrmann
- Institut für betriebswirtschaftliches Management im Fachbereich Chemie und Pharmazie - Prof. Dr. Leker
- Lehrstuhl für BWL, insbesondere Organisation, Personal und Innovation - Prof. Dr. Schewe


