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Das nach Ronald Coase (*1910) benannte Theorem bezieht sich auf das Auseinanderfallen von privaten und sozialen Kosten einer Handlung ('externe Effekte). Während PIGOU (1924) neben der Internalisierung der externen Effekte die Besteuerung des Verursachers in der Höhe des entstandenen Schadens empfiehlt, formuliert COASE (1960) in seinem Artikel „The Problem of Social Cost“ eine alternative Lösung, indem das Marktversagen nicht durch den Staat über steuerpolitische Instrumente oder Subventionen korrigiert werden soll, sondern durch eine Anwendung von Marktmechanismen. Demnach soll es nach Coase zwischen den beiden Beteiligten dieser unfreiwilligen Transaktion zu Verhandlungen kommen. Dieses Vorgehen würde zu einer freiwilligen partiellen Internalisierung der externen Effekte' und zu einer pareto-effizienten Allokation führen.

Das Ergebnis ist allokationsneutral, also unabhängig von der konkreten Ausgestaltung der Verfügungsrechte. Ein solches Instrument würde den Interesse beider beteiligten Parteien dienen und sich deshalb durchsetzen. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass nur unter bestimmten Voraussetzungen (rationales Verhalten der Wirtschaftssubjekte, klare Zuweisung der Verfügungsrechte und deren Handelbarkeit. Existenz von Vertragsfreiheit, wenige Beteiligte, Fehlen von Transaktionskosten) die Verhandlungen beider beteiligten Wirtschaftssubjekte zu einem optimalen Allokationsergebnis führen können das in Abhängigkeit von der Allokation der Verfügungsrechte die Einkommensverteilung beeinflusst. Zusätzlich können Informationsasymmetrien eine effiziente Allokation verhindern.

Literaturhinweis:

COASE, R. H. (1960), The Problem of Social Cost, in: Journal of Law and Economics. Vol. 3, S. 1-44.


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